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Darum ist die 1. Kreisklasse ein bisschen wie die 2. Liga

Das Aufstiegsrennen bei den Fußballern geht eng zu. Derweil hat Goldenstedt II einen Lauf. Und bestimmte Teams dürfen gar nicht aufsteigen.

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Laufduell im Derby: Dominik Albers (links) von Frisia Goldenstedt II im Zweikampf mit Johannes Kühling von RW Visbek II. Foto: Schikora

Laufduell im Derby: Dominik Albers (links) von Frisia Goldenstedt II im Zweikampf mit Johannes Kühling von RW Visbek II. Foto: Schikora

Sieben Spieltage vor Schluss geht es im Aufstiegsrennen bei den Fußballern der 1. Kreisklasse heiß her. Insgesamt sieben Teams dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz unter den ersten Zwei machen. Und das Aufstiegsrennen in der Kreisliga könnte ein entscheidender Faktor in der 1. Kreisklasse werden.

Die beste Position, die Pole-Position sozusagen, hat Frisia Goldenstedt II. Die Nordkreisler haben bereits ein komfortables Polster nach hinten und sind derzeit richtig stark. 2022 gab's noch keine Niederlage und erst ein Unentschieden. „Wir haben aktuell irgendwie einen Lauf. Alle im Team wollen den Aufstieg schaffen“, sagt Trainer Christopher Kohls und betont, dass es in seiner Mannschaft keinen „Star“ gebe. „Es ist eine gute Mischung aus Jung und Alt“, sagt er und bezeichnet Alexander Zitnik als seinen verlängerten Arm.

Der Aufstieg von Goldenstedt II in die Kreisliga wäre derweil historisch: Noch nie hat das Reserve-Team der Goldenstedter so hoch gespielt. Doch der Aufstieg ist nicht das einzige Ziel – Kohls macht eine Titelansage: „Wenn wir es schaffen, wollen wir auch Meister werden.“

Carum profitiert vom guten Saisonstart

Hinter den Goldenstedtern wird es richtig eng. Es folgt der SV Carum, der laut Trainer Uwe Mucker „vom guten Saisonstart profitiert“. Die Carumer starteten mit fünf Siegen in die Saison, wurden dann wankelmütig und haben sich mit Beginn der Rückrunde wieder gefangen; es gab vier Siege und zwei Unentschieden. Mucker spricht von Glück, dass seine Mannschaft bisher nur wenige Corona-Ausfälle gehabt hat. Und wenn, konnte er sie gut kompensieren. Immerhin hat Carum einen 24-Mann-Kader, in dem Kapitän Felix Ruholl, Denis Boschmann und die Brüder Sven und Rainer Bokern herausragen.

Mucker, der zum Saisonende aufhört, sagt: „Ein Muss zum Aufsteigen haben wir nicht. Allerdings könnte es noch ganz seltsame Konstellationen geben.“ Damit meint er jene zweiten Mannschaften, die am Ende vielleicht ganz oben stehen, aber nicht aufsteigen dürfen, da die Erste bereits in der Kreisliga aktiv ist.

Tom Jeck glaubt: Damme II ist stark genug für den Aufstieg

Dieses Schicksal könnte RW Damme II theoretisch treffen. Doch aktuell stehen die 1. Herren in der Kreisliga an der Spitze – und Damme II bei einem Spiel weniger als Carum auf Platz drei in der 1. Kreisklasse. „Unser Kader ist stark genug für den Aufstieg“, sagt Trainer Tom Jeck: „Für den Verein wäre es sehr wichtig, wenn wir in der Kreisliga spielen würden – und die Erste in der Bezirksliga.“

Sollte Damme in die Bezirksliga zurückkehren, müsste Langförden II die Hoffnungen auf den Aufstieg in die Kreisliga begraben. „Es wird kein Selbstläufer“, sagt Trainer Hendrik Meiners: „Aber wir sind ehrgeizig und müssen erst mal unsere Hausaufgaben machen, bevor wir uns die Konstellationen angucken.“ Wie Meiners berichtet, profitiert er von einem 23-Mann-Kader und von Trainingseinheiten mit bis zu 20 Spielern. Er glaubt, dass der Aufstiegskampf bis zum Ende richtig spannend bleibt. Hendrik Meiners sagt: „Es ist ein bisschen wie in der 2. Liga.“

Kreisliga-Herren machen Strich durch die Rechnung

Denn nicht nur Frisia Goldenstedt II, SV Carum, RW Damme II und BW Langförden II haben Chancen auf den Sprung in die Kreisliga. Auch der BS Vörden ist noch in Schlagdistanz. Zuletzt schwächelten die Vördener allerdings. In der Rückrunde gab's vier Niederlagen und nur einen Sieg. Minimal-Chancen haben auch noch TuS Lutten II und RW Visbek II. Die beiden könnten es aus eigener Kraft durchaus noch auf einen Aufstiegsplatz schaffen – allerdings spielen die 1. Herren jeweils in der Kreisliga und haben mit dem Aufstiegsrennen nicht mehr so viel zu tun.

Unterdessen haben Fortuna Einen und der SV Kroge-Ehrendorf den Klassenerhalt so gut wie sicher. Zudem hat sich Arminia Rechterfeld im Mittelfeld der Tabelle eingependelt. Weder nach unten noch nach oben geht jetzt noch viel.

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