Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Coronathon wird zur Massenbewegung

Die spontane Aktion für "Sportler gegen Hunger" hat schon jetzt alle Erwartungen übertroffen. Hier der Nachbericht mit Video und Bildergalerie.

Artikel teilen:
Und auf geht's: Die Radsportler von Mukki Latte starteten ihre Tour am Neuen Markt in Vechta. Fotos: Schikora

Und auf geht's: Die Radsportler von Mukki Latte starteten ihre Tour am Neuen Markt in Vechta. Fotos: Schikora

Der zweite Tag des SgH-Coronathons war gerade mal zur Hälfte absolviert, doch Kathi Stark war bereits total fasziniert: „Wahnsinn!“, lautete ihr erstes Fazit am frühen Sonntagnachmittag: „Im Vorfeld waren wir ja schon sehr beeindruckt, wer sich da alles gemeldet hat. Aber was dann im Laufe des Wochenendes tatsächlich passiert ist, das hat noch mal alles übertroffen.“ Individuell oder in kleinen Gruppen Sport treiben und gemeinsam die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ unterstützen – dieses Konzept ließ am Samstag und Sonntag hunderte Sportler im Kreis Vechta und anderswo aktiv werden. „Gefühlt war der ganze Landkreis unterwegs“, stellte Kathi Stark aus dem Organisatoren-Trio voller Euphorie fest: „Das ist wirklich kaum in Worte zu fassen.“

Schon der Start in der Nacht zu Samstag hatte deutlich mehr Leute mobilisiert als erwartet. Um Mitternacht schickte OV-Sportchef Carsten Boning vor dem OV-Gebäude in Vechtas City eine Gruppe von Nachtläufern auf eine 10-km-Runde durch die Stadt. Die Initiatoren Antonius Schröer und Matthias Fortmann wurden dabei von rund 60 Mitstreitern begleitet. „Das war Wahnsinn. Die Leute haben gehupt und geklatscht“, berichtete Schröer. Ein fulminanter Auftakt, dem am Samstag und Sonntag zahlreiche kreative und spektakuläre Aktionen folgten.

Läufer, Radfahrer, Inline-Skater, Turnerinnen, aber auch Fußballer, Tennisspieler oder Golfer – sie alle engagierten sich mit Begeisterung für den guten Zweck. Und das nicht nur im Kreis Vechta. Der Dammer Jens Düing postete eine 90-km-Rennradtour aus der Nähe von London, die Lohner Waldschleicherin Monika Pille wanderte in Italien von Brixen nach Meran. Ein Läufer rannte aus dem Ammerland über 55 Kilometer bis vor das Weserstadion nach Bremen.

Und auch aus Stuttgart, Münster und Düsseldorf gingen über die sozialen Netzwerke Grüße ein. Als verbindendes Element erwies sich dabei die Startnummer, die jeder Teilnehmer mit seinem Namen versehen und selbst ausdrucken konnte. „Die Startnummer war eine geniale Idee“, fand Antonius Schröer. Sein Eindruck war außerdem: „Viele Vereine und Gruppen waren froh, zeigen zu können: Wir machen mal wieder was.“

„Wir sind total überwältigt. Wo man auch hinkam, waren die Leute begeistert.“Mitorganisator Antonius Schröer

Kathi Stark selbst fuhr mit acht Freunden mit dem Rennrad aus ihrer beruflichen Heimat Wolfsburg über Arendsee und Schwerin nach Boltenhagen an die Ostsee – eine 240-km-Tour. „Zwischendurch musste ich immer wieder aufs Handy gucken, auch wenn das ja eigentlich unhöflich ist“, berichtete sie. Doch geradezu minütlich trafen neue Coronathon-Aktionen ein.

Auch ihre Mitstreiter Matthias Fortmann und Antonius Schröer verbrachten fast das ganze Wochenende an Handy und Laptop, um die Aktion online zu begleiten. Schröer schwamm nach seinem Nachtlauf noch am Samstagmorgen mit einer Gruppe im Vechtaer Freibad und lief am Sonntagmorgen mit dem Lauftreff Osterfeine um den Dümmer. „Wir sind total überwältigt. Wo man auch hinkam, waren die Leute begeistert“, schwärmte er. „Wir hätten nie gedacht, dass das solche Ausmaße annimmt.“ Auch Kathi Stark sagte: „Als Matthias Fortmann vor einigen Wochen die Idee hatte, etwas für SgH auf die Beine zu stellen, hat er nie mit so einer Resonanz gerechnet.“

Jetzt hoffen sie und ihre Mitstreiter, dass die zahlreichen Aktiven auch den zweiten Teil der SgH-Coronathon-Idee umsetzen und kräftig für „Sportler gegen Hunger“ einzahlen. „Es wäre schön, wenn die Leute jetzt auch an den letzten Schritt denken und spenden“, sagt Kathi Stark. Um die Spende-Disziplin zu erhöhen, haben die Organisatoren als Frist den Dienstag gesetzt. Bis zum Abend sollten die Überweisungen auf das SgH-Konto bei der LzO (DE21 2805 0100 0070 1039 99) getätigt sein. „Wir sind mega gespannt, was dabei rumkommt“, sagt Antonius Schröer.

Unsere Fotografin Elke Schikora war im Landkreis unterwegs und hat einige Szenen vom SgH-Coronathon eingefangen.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Coronathon wird zur Massenbewegung - OM online