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Coronathon-Hammer: 23.698 Euro für SgH

Das Aktionswochenende brachte zahlreiche Sportler in Bewegung. Am Ende steht ein überwältigender Erlös für "Sportler gegen Hunger".

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Glückliche Gesichter bei der Scheckübergabe: OV-Sportchef Carsten Boning (2. von rechts) mit den Coronathon-Organisatoren (von links) Antonius Schröer, Kathi Stark und Matthias Fortmann. Foto: Lünsmann

Glückliche Gesichter bei der Scheckübergabe: OV-Sportchef Carsten Boning (2. von rechts) mit den Coronathon-Organisatoren (von links) Antonius Schröer, Kathi Stark und Matthias Fortmann. Foto: Lünsmann

Mit einem nächtlichen Lauf über die Vechtaer Brücke am Bahnhof hatte das Aktionswochenende vor gut einer Woche spektakulär begonnen, an gleicher Stelle fand der „Coronathon“ zugunsten von „Sportler gegen Hunger“ jetzt mit der Scheckübergabe an die OV/KSB-Aktion seinen symbolischen Abschluss. Es schloss sich also ein Kreis. Doch als Antonius Schröer an jenem 3. Juli um Mitternacht mit einer Gruppe von rund 60 Mitstreitern zu einer 10-km-Runde durch die Kreisstadt aufbrach und damit den Startschuss für den Coronathon gab, konnte noch keiner ahnen, welche Dimension dieses relativ spontan organisierte Event-Wochenende erreichen sollte.

Angesichts der Summe, die nun auf dem überdimensionalen Spendenscheck stand, den OV-Sportchef Carsten Boning aus den Händen der Organisatoren Antonius Schröer, Kathi Stark und Matthias Fortmann entgegennahm, herrschte bei allen Beteiligten nur ungläubiges Staunen. Exakt 23 698,21 Euro kamen durch die zahlreichen Einzelaktionen und die damit verbundenen Spenden zusammen. Ein Erlös, der sämtliche Hochrechnungen und Erwartungen förmlich pulverisierte.


Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern
Fotos von den Coronathon-Teilnehmern

„Hammer! Damit hat keiner gerechnet“, freute sich Kathi Stark und berichtete: „Im Vorfeld haben wir gesagt, wenn es richtig gut läuft, kommen 5000 Euro zusammen. Damit wären wir super zufrieden gewesen. Aber das hat jetzt alle Erwartungen übertroffen.“ Für die drei Organisatoren war das überwältigende Ergebnis auch eine Bestätigung für ihren Einsatz. „Es waren drei recht intensive Wochen, aber es hat super viel Spaß gemacht“, sagte Kathi Stark: „Und es hat sich immer weiterentwickelt über Facebook und Instagram. Die Leute fanden das witzig und wollten in den Storys auftauchen. Am Ende hat Matthias Fortmann über 300 Storys erstellt. Das hat so eine Eigendynamik entwickelt.“

Die Leute hatten alle Spaß. Auf den Bildern und Videos sahen alle glücklich und zufrieden aus“Kathi Stark

Und damit sprach die Lohnerin einen wichtigen Aspekt an, der maßgeblich zum Erfolg der Coronathon-Idee beitrug. „Die Leute hatten alle Spaß. Auf den Bildern und Videos sahen alle glücklich und zufrieden aus“, fand Kathi Stark. Alleine auf Facebook erreichte die Aktion so am Ende eine Reichweite von knapp 20 000. Mit ihrer Idee von einer online begleiteten Gemeinschaftsaktion inmitten der Corona-Pandemie hatten die Organisatoren ganz offensichtlich einen Nerv getroffen.

Und die, die mitmachten, spendeten auch. Insgesamt 88 Seiten mit Coronathon-Einzahlungen auf das SgH-Konto spuckte der Kontoauszugdrucker der LzO in Vechta aus. Hinzu kamen noch diverse Spenden, die über PayPal direkt an die Organisatoren flossen. „Dass alle diesen Schritt noch gemacht haben – Hut ab“, zollte Kathi Stark den Spendern Respekt: „So eine Aktion lebt ja nur von den Leuten, die sich beteiligen.“ Insgesamt gingen auf dem LzO-Konto 320 verschiedene Einzahlungen von Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen ein. Einige wie der Tennisverein Visbek starteten auch nach Abschluss des Coronathon-Wochenendes noch Aktionen und reichten den Erlös dann nach.

Die riesige Summe, mit der der Coronathon in die Reihe der ganz großen SgH-Events aufrückte, erstaunt um so mehr, als sie ohne die Zahlungen von Großsponsoren zustandekam, sondern nur durch das Engagement und die Kreativität der vielen Sportler. Nachdem sich der Aufruf zunächst vor allem an die Ausdauersportler gerichtet hatte, kamen nach und nach immer mehr Disziplinen dazu. Am Ende machten 18 Sportarten mit – von Laufen über Tischtennis bis Tauchen und mit Teilnehmern zwischen drei und 70 Jahren.

Eine Neuauflage ist vorerst nicht geplant

Eine Neuauflage ist dennoch vorerst nicht geplant. „Die Nachfragen haben uns natürlich auch erreicht, aber es soll eine einmalige Sache gewesen sein. Wir hoffen jetzt erst mal, bald wieder bei den regionalen Veranstaltungen live laufen zu können“, sagt Kathi Stark. Für drei Teilnehmer hat der Coronathon aber auf jeden Fall noch ein Nachspiel: Elisabeth Lemke, Stefan Jürgens und Ina Hellebusch gewannen bei der Verlosung den gemeinsamen Grillabend mit den Organisatoren.

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