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Corona schränkt ausländische Akteure ein

Tennis: Lohne und Visbek müssen die Saison ohne vier anfangs eingeplante Spieler beenden. Beide Teams befinden sich derzeit in einer langen Spielpause.

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In rund zwei Wochen geht's weiter: Annelou Nab reist am 30. August mit Visbeks Damen zum DTV Hannover II. Foto: Schikora

In rund zwei Wochen geht's weiter: Annelou Nab reist am 30. August mit Visbeks Damen zum DTV Hannover II. Foto: Schikora

Die aktuelle Sommersaison bringt einige Besonderheiten mit sich. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es für die heimischen Tennisvereine keine Saison wie jede andere. Auf- und Abstiege sind teilweise außer Kraft gesetzt und viele Teams zogen sich bereits vor Saisonbeginn aus den Staffeln zurück. Das Resultat sind verkürzte Spielzeiten mit teils langen Spielpausen, in denen sich der TV Lohne und der TV Visbek derzeit befinden. Und ein weiteres, zunächst vorübergehendes Problem ist nun zu einem endgültigen geworden: Einige der ausländischen Akteure werden in diesem Sommer nicht mehr zu den beiden Teams hinzustoßen. Zu groß sind die Gefahren, zu groß die Risiken.

Mögliche Quarantänen oder die Ungewissheit, ob die Spieler aktuell nach einer Einreise in Deutschland auch problemlos wieder in ihre Heimatländer zurückkehren können, hindern sie daran, am hiesigen Spielbetrieb teilzunehmen. „Corona ist noch voll am Wirken“, sagt Lohnes Sprecher Matthias Soika.

TV Lohne hat noch einen Griechen in der Hinterhand

Konkret betroffen sind beim Lohner Oberliga-Team der Chilene Diego Fernandez Flores, der laut Soika „in Spanien festhängt“ und der US-Amerikaner Dusty Boyer, der die Staaten ebenfalls nicht verlässt. Pietro Pirolt (Österreich) spielt parallel auf einer Turnierserie in seinem Heimatland, sodass auch er derzeit keine Option ist. Zur Not können die Lohner noch auf den Griechen Ioannis Brokakis zurückgreifen, der schon für den TVL gemeldet ist und zurzeit durch Deutschland tourt.

Visbeks Regionalliga-Damen planen derweil ohne die Slowakin Eva Siska, die nun in den USA ein Studium beginnt, wie Teamsprecherin Barbara Schneider erklärt.

Für beide VEC-Teams geht's erst in knapp zwei Wochen weiter (29./30. August). Der TVV hat dann eine zehnwöchige Pause hinter sich, der TVL eine achtwöchige. „Die Saison ist sehr außergewöhnlich“, sagt Barbara Schneider, und Matthias Soika pflichtet ihr bei: „Das ist alles nicht ganz einfach.“ Lohne steigt nächste Woche wieder ins Teamtraining ein und die Visbekerinnen wollen auch langsam „wieder ins Mannschaftsgefühl reinkommen“, erklärt Barbara Schneider. Viele der Spieler befinden sich im Moment auf Ranglisten-Turnieren.

Lohnes Herren holten aus drei Spielen bisher drei Siege und marschieren mit großen Schritten Richtung Meisterschaft. Zwei Spiele stehen noch aus. Für Visbek ist das nächste Spiel erst das zweite und zugleich schon das vorletzte. Zum Auftakt gab's ein 4:5 bei BW Berlin II.

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