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Corona: Lukas Knobbe und der harte Weg zurück

Der Basketballer des VfL Löningen litt lange an den Folgen der Infektion mit dem Virus. Erst nach zweieinhalb Monaten konnte der 2,10 Meter lange Center wieder richtig trainieren.

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Seit 2018 beim VfL Löningen: Der 22 Jahre alte Lukas Knobbe.

Seit 2018 beim VfL Löningen: Der 22 Jahre alte Lukas Knobbe.

Lukas Knobbe fühlte sich hervorragend, als er mit den Basketballern des VfL Löningen Mitte September vergangenen Jahres zu einem Testspiel bei den Hagen Huskies fuhr. „Ich war fit und in Topform“, sagt der 22 Jahre alte Center der Mannschaft aus der 2. Regionalliga. Corona und die Pandemie waren ihm natürlich ein Begriff, allzu ernst hatte er das Virus zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht genommen, wie er heute gesteht. „Ehrlich gesagt gehörte ich zu den Leuten, die Corona eher mit einer Grippe verglichen haben.“ Seine Einstellung sollte sich ändern. Und zwar komplett. Denn nur wenige Tage nach der Partie in Hagen (bei Osnabrück) war klar: Knobbe hatte sich infiziert. Es folgte eine lange Leidenszeit mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen.

Lukas Knobbe geht davon aus, dass er sich bei einem Teamkollegen angesteckt hat. „Wir sind damals zu sechst in einem Bulli gewesen. Der Abstand, den wir zueinander hatten, hat offenbar nicht ausgereicht.“ Denn: Vier VfL-Basketballer aus dem Sextett wurden positiv getestet.

Für den jungen Mann aus Hüven im Emsland wurde es in den kommenden Tagen äußerst unangenehm: 40 Grad Fieber, Schüttelfrost, böse Gliederschmerzen und der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns machten Knobbe das Leben extrem schwer. „Am Mittwoch bekam ich die Diagnose und erst am darauffolgenden Wochenende fühlte ich mich wieder etwas besser, es ging bergauf.“

Durchsetzungsvermögen: Als Center muss es Lukas Kran“ Knobbe (am Ball) vom VfL Löningen unter dem Korb nicht selten mit mehreren Gegenspielern aufnehmen. Foto: VfL LöningenDurchsetzungsvermögen: Als Center muss es Lukas „Kran“ Knobbe (am Ball) vom VfL Löningen unter dem Korb nicht selten mit mehreren Gegenspielern aufnehmen. Foto: VfL Löningen

Doch Lukas Knobbes Hoffnungen auf eine rasche und komplette Genesung zerschlugen sich. „Meine Lunge war irgendwie komplett zu, Husten konnte ich aber nicht. Ich war sehr kurzatmig, musste auch im Alltag Pausen einlegen.“ In den kommenden Wochen versuchte er mehrfach locker zu trainieren oder einfach nur zu joggen. Vergeblich. Seine Versuche brach er stets nach kurzer Zeit ab. „Ich hätte nie gedacht, dass mich Corona derart aus der Bahn wirft“, sagt der 2,10 Meter lange und 120 Kilogramm schwere Modellathlet, der beim VfL auch „Kran“ genannt wird.

Erst nach gut zwei Monaten ließen die Atemprobleme nach. „Wohl auch, weil ich aufgrund einer leichten Erkältung endlich abhusten konnte.“ Spätestens als Lukas Knobbe am 11. Dezember bei einem Spendenlauf in Löningen 18 Kilometer „abspulte“, wusste er: „Ich bin wieder auf dem Weg zu meiner normalen Fitness.“ Und tatsächlich: Mittlerweile fühlt sich der angehende Mechatroniker wieder bestens.

"Corona ist eine sehr gefährliche Sache."Lukas Knobbe, Basketballer VfL Löningen

„Meiner Freundin und ihrem Vater, die ich wahrscheinlich einen Tag nach dem Spiel in Hagen angesteckt habe, geht es dagegen leider noch immer nicht so gut.“ Eleen kann nach wie vor kaum riechen und bei ihrem Papa geht es erst nach langer Zeit allmählich wieder bergauf. „Beide waren vor der Infektion wie ich topfit.“

Daher wird sich Knobbe definitiv impfen lassen und weiter auf der Hut sein: „Corona ist eine sehr gefährliche Sache, man sollte sehr vorsichtig sein.“

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