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Corona-Cup nimmt langsam Formen an

Fortsetzung der Saison bahnt sich für die Drittligahandballer des TV Cloppenburg an – in einem anderen Modus

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Könnte bald wieder losgehen: Kreisläufer Ole Harms (am Ball) trainiert seit knapp zwei Wochen mit den Handballern des TV Cloppenburg und hofft, dass es demnächst Wettkampfbetrieb gibt. Foto: Langosch

Könnte bald wieder losgehen: Kreisläufer Ole Harms (am Ball) trainiert seit knapp zwei Wochen mit den Handballern des TV Cloppenburg und hofft, dass es demnächst Wettkampfbetrieb gibt. Foto: Langosch

Die reguläre Punktspielrunde in der 3. Liga Nord-West ist für die Handballmänner des TV Cloppenburg zwar passé, aber das heißt nicht, dass sie die Hände in den Schoß legen. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Vereine zu einer anderweitigen Fortsetzung der Saison eingeladen. Eine für Dienstagabend gelante Videokonferenz des DHB zu diesem Thema wurde kurzfristig verschoben, soll aber noch in dieser Woche über die Bühne gehen. Der DHB möchte in Abstimmung mit den Vereinen den Modus festlegen.

Von den 72 Drittligisten bundesweit hatten sich 14 Mannschaften für die parallel vorgesehene Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gemeldet, zwei Plätze sind im Unterhaus frei. Von den verbleibenden 58 Klubs möchte knapp die Hälfte – genau sind es 28 – bei der vom DHB entwickelte Alternative mitmachen. Darunter ist auch der TV Cloppenburg.

Als sportlicher Anreiz stehen wohl acht Plätze im DHB-Pokal in Aussicht. In einer Vorabinfo hat sich der DHB dafür ausgesprochen, kleine Gruppen – nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt – zu bilden. Damit läuft er beim TVC offene Türen ein. „Viele kleine Staffeln sind unseres Erachtens sinnvoller als wenige große. Allein schon, um Reisetätigkeiten einzuschränken“, sagt der kommissarische Abteilungsleiter, Christian Bien, und hat gleich ein durchaus gangbares Szenario parat. „Bei 28 Mannschaften bieten sich sieben Vierergruppen an, die dann eine Runde mit Hin- und Rückspiel bestreiten können. Die Staffelsieger würden ein Startrecht im DHB-Pokal erhalten, der achte Platz könnte an den besten Zweitplatzierten gehen.“

TVC-Männer trainieren seit 2 Wochen wieder regelmäßig

Der Start dieser Spielvariante, auch mit einem Augenzwinkern „Corona-Cup“ genannt, ist nach Ostern geplant. „In dem Papier, das wir vom DHB bekommen haben, waren die Wochenenden 10./11. und 17./18. April als Beginn der Runde genannt.“

Die Konstellation gibt es her, dass die Cloppenburger in einer Niedersachsen/Bremen-Gruppe spielen könnten. Der ATSV Habenhausen ist der einzige Vertreter aus dem Stadtstaat, neben Cloppenburg haben mit dem OHV Aurich und dem TSV Burgdorf II zwei weitere niedersächsische Klubs gemeldet. „Das hätte den Vorteil, dass wir nicht noch in weitere Bundesländer bräuchten“, sagt Bien.

Die TVC-Männer trainieren seit rund zwei Wochen wieder. Zweimal pro Woche bittet Trainer Barna-Zsolt Akacsos seine Mannen in die Halle. Vor jedem Training unterziehen sich die Spieler einem Coronaschnelltest. „Bislang haben wir ausschließlich negative Ergebnisse gehabt“, sagt Akacsos, der von der kommenden Woche an eine dritte Einheit absolvieren möchte. „Es soll immer ein Tag Pause dazwischen sein, daher wollen wir uns montags, mittwochs und freitags treffen“, meint Akacsos.

Cloppenburger Aufgebot ist reichlich ausgedünnt

Weil die TVC-Männer aktuell ihre Einheiten durchziehen dürfen, ist Christian Bien zuversichtlich, den Corona-Cup auch durchbringen zu können.

Das Cloppenburger Aufgebot ist reichlich ausgedünnt. Die beiden Dänen, Jeppe Villumsen und Mikkel Beck, haben Cloppenburg verlassen. Erik Gülzow fällt verletzt aus, Mark Schulat fehlt beruflich bedingt, Peter Gronotte steckt in Prüfungsvorbereitungen und Bence Lugosi muss nach einer Zahnoperation passen. Außerdem steht Nils Buschmann aus privaten Gründen nicht zur Verfügung.

„Damit bleiben mir gerade noch zehn Spieler“, sagt Akacsos. „Ich werde mir wohl noch zwei Spieler aus der Zweiten und den einen oder anderen A-Jugendlichen dazuholen, damit wir auf 13, 14 Spieler kommen.“

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