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Coach Tabeling kümmert sich um den Umbruch bei Höltinghausens Handballfrauen

Landesligateam stellt die Weichen für die Saison 2022/2023. Einige Spielerinnen aus der eigenen A-Jugend rücken in den Kader auf.

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Bleibt an Bord: Trainer David Tabeling wird auch in der Saison 2022/2023 das Sagen beim SV Höltinghausen haben. Foto: Langosch

Bleibt an Bord: Trainer David Tabeling wird auch in der Saison 2022/2023 das Sagen beim SV Höltinghausen haben. Foto: Langosch

David Tabeling, Trainer der Landesligafrauen vom SV Höltinghausen, ist von dem Plan, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, nicht gerade angetan: „Ich bin sehr verwundert, Omikron beunruhigt uns alle. Firmen und Institutionen machen sich viele Gedanken, wie bei größeren Ausfällen die Handlungsfähigkeit erhalten werden kann. Das steht nicht in Einklang mit dem, was der Handball macht. Aber wenn die Entscheidung so fällt, dass wieder gespielt werden soll, machen wir natürlich mit. Wir machen das Beste daraus.“

Nach aktuellem Stand der Dinge steigen die Handballmannschaften in den unteren Spielklassen (von der Oberliga abwärts) in Kürze wieder in die Saison ein. „Das ist der Stand jetzt“, sagt Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im Handballverband Niedersachsen (HVN). Demnach wird in den meisten Staffeln am übernächsten Wochenende (15./16. Januar) wieder gespielt.

"Wenn die Entscheidung so fällt, dass wieder gespielt werden soll, machen wir natürlich mit. Wir machen das Beste daraus.“SVH-Trainer David Tabeling

Ende November war die Saison unterbrochen worden, am 17. Dezember hatte der HVN auf seiner Homepage mitgeteilt, dass er den „Spielbetrieb im Jahr 2022 wie geplant wieder aufnimmt“. Daran habe sich bis dato auch nichts geändert, sagt Jens Schoof, wohl wissend, dass die Omikronvariante des Coronavirus dem Verband durchaus noch in die Parade fahren kann: „Meine Aussage gilt nur für den jetzigen Zeitpunkt, die Lage kann sich jederzeit ändern. Derzeit überholen wir uns ja selbst in einer Drehtür.“

Der SV Höltinghausen lässt derweil Vorsicht walten. „Wir haben ein eigenes, strenges Konzept erstellt und trainieren unter den Bestimmungen von 2G-Plus, am Training nehmen nur geboosterte Spielerinnen teil. Trotzdem macht jede vor jeder Einheit noch einen Test“, sagt Tabeling, der aber nur ein eingeschränktes Aufgebot zur Verfügung hat. „Bei der Einheit am Dienstag waren es beispielsweise nur acht anstatt 15 Spielerinnen, weil wir auch einige Quarantäne-Fälle haben. Wenn es tatsächlich am 15. Januar mit dem Spiel bei den SFN Vechta II weitergehen sollte, werden wir nicht optimal vorbereitet sein.“

Das sieht hinsichtlich der Planungen für die Saison 2022/2023 ganz anders aus. Da ist der SV Höltinghausen schon weit vorangeschritten. „Da haben wir die vergangenen vier Wochen ganz intensiv genutzt, um die Weichen zu stellen“, meint Tabeling, der in dieser Zeit – coronakonform – viele Gespräche geführt hat. Das Fazit: „Es wird einen Umbruch geben“, sagt Tabeling, auch wenn der Großteil der Mannschaft treu bleiben wird. „Die ,Oldenburger Fraktion' mit Nicolett Lehmann, Marieke Schouten und Leonie Rickels hat noch keine definitive Zusage gegeben, da müssen wir gucken, wie es mit den dreien bei uns weitergeht. Lisa Niedfeld hat die Dienststelle gewechselt und so wird sie uns – wenn überhaupt – nur eingeschränkt zur Verfügung stehen“, sagt Tabeling.

Die drohenden Abgänge wollen und werden die Höltinghauserinnen mit Spielerinnen aus der eigenen Oberliga-A-Jugend kompensieren. Mit Mattea Ivankic und Marina Meyer trainieren schon zwei Rückraumspielerinnen im Landesligateam mit, dazu gesellt sich mit Neele Hermes eine Spielerin für den zentralen Rückraum, die Tabeling aber auch auf den Außenpositionen sieht. Mit Maybrit Vagelpohl und Vanessa Lampe stehen bei Tabeling noch zwei weitere Talente auf dem Zettel, die in der nächsten Saison noch in der A-Jugend spielen dürfen. Die eine oder andere A-Juniorin hat der Coach zudem im Blick.

„Da macht sich unsere Jugendarbeit bezahlt“, sagt Tabeling, der aber vor übertriebenen Erwartungen warnt: „Uns ist sehr wohl bewusst, dass unsere Talente gestandene Seniorenspielerinnen, wie etwa eine Lisa Niedfeld, nicht auf Anhieb ersetzen können.“

Bleibt noch die Frage nach dem Trainerposten. Aber die war ganz leicht zu beantworten: David Tabeling wird auch in der nächsten Saison das Sagen haben. „Die Mannschaft ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Die Stimmung ist richtig gut, die Zusammenarbeit macht mir riesigen Spaß. Da musste ich nicht lange überlegen, auch für die nächste Saison zuzusagen.“

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