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CLP-Profis Fress und Kadrija möchten zurück in den Boxring

Im Dezember 2020 standen sich beide im Duell um den DM-Titel im Cruisergewicht gegenüber. Seitdem fiebern sie ihrem nächsten Kampf entgegen. Für Roman Fress könnte es im Juni wieder ernst werden.

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Optimistisch: Im Dezember vergangenen Jahres standen sich Roman Fress (links) und Erdogan Kadrija bei einem Kampf in Magdeburg gegenüber. Derzeit dürfen sie nur trainieren, freuen sich aber schon auf ihre Rückkehr in den Ring. Foto: @Kadrija

Optimistisch: Im Dezember vergangenen Jahres standen sich Roman Fress (links) und Erdogan Kadrija bei einem Kampf in Magdeburg gegenüber. Derzeit dürfen sie nur trainieren, freuen sich aber schon auf ihre Rückkehr in den Ring. Foto: @Kadrija

Fast fünf Monate ist es mittlerweile her, dass die beiden Profiboxer Roman Fress (Garrel) und Erdogan Kadrija (Lindern) ihre Fähigkeiten in einem echten Kampf präsentieren durften. Das Duell um die Deutsche Meisterschaft im Cruisergewicht hatte Fress im Dezember 2020 in Magdeburg für sich entschieden. Seitdem fiebert das Duo sehnsüchtig der Rückkehr in den Ring entgegen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie müssen sich Fress (27) und Kadrija (34) weiter in Geduld üben. Beide warten derzeit auf ein konkretes Ziel, auf das sie hinarbeiten können.

Roman Fress hat immerhin die Hoffnung, dass er im Juni sein erstes Duell in diesem Jahr bestreiten darf. „Mein Management SES plant eine Freiluftveranstaltung bei uns in Magdeburg. Dann kann ich vielleicht um einen internationalen Titel kämpfen. Aber natürlich hängt alles von der Entwicklung der Coronazahlen ab“, sagt der zweifache Vater.

Nachdem sich Fress in den ersten Monaten dieses Jahres im heimischen Garrel fit gehalten hatte, ist er vor gut zwei Wochen in seinen bekannten Trainingsrhythmus zurückgekehrt. Heißt: Unter der Woche boxt, läuft und „pumpt“ er in Magdeburg, samstags und sonntags verbringt er die Zeit bei seiner Familie im Landkreis Cloppenburg. „Es tut gut, dass ich wieder richtig trainieren kann und meinen sportlichen Alltag zurückhabe. Ich habe das alles schon sehr vermisst.“

Beide Boxer befinden sich in einer körperlich guten Verfassung

So bereitet sich Roman Fress derzeit fast täglich auf seine kommenden Aufgaben vor – oft sogar zweimal am Tag. Nur sonntags lässt er es etwas ruhiger angehen. Seine Schulterverletzung, die ihm Anfang 2021 noch zu schaffen machte, ist längst auskuriert. „Die Eigenbluttherapie, die ich gemacht habe, hat mir dabei geholfen. Ich bin fit“, sagt er, „ich schätze, dass ich bei ungefähr 90 Prozent meines Leistungsvermögens liege.“

In einer hervorragenden Verfassung befindet sich nach eigener Aussage auch Erdogan 
Kadrija, obwohl er wegen der Pandemie schon lange mächtig improvisieren muss, um vernünftige Trainingsbedingungen zu haben. „Big Edi“ lässt sich vom Coronavirus nicht unterkriegen. Unter anderem funktionierte er den Carport auf seinem Grundstück in Lindern in ein kleines Fitnessstudio um – mit Boxsack, Fahrradergometer, Hanteln und so weiter.

Ein Kampf ist aktuell nicht in Sicht, sagt er. „Es gibt zwar hin und wieder lose Anfragen aus dem Ausland – aus Österreich und der Schweiz zum Beispiel – durch Corona mit all den Vorschriften ist es momentan weiterhin schwierig. Daher befinde ich mich in einer Art Stand-by-Modus. Aber nicht nur ich, sondern auch alle anderen Boxer müssen einfach Geduld haben.“

Neben seinen wöchentlich vier Trainingseinheiten geht Erdogan Kadrija seit rund eineinhalb Monaten einem Halbtagsjob bei einer Garten- und Landschaftsbaufirma nach. Obwohl derzeit die Einnahmen aus dem Boxen fehlen, verschwendet er an das Ende seiner Karriere allerdings keinen Gedanken. „Einige meiner Kollegen haben aufgehört, das kann ich auch verstehen. Aber ich bin davon überzeugt, dass ich noch einige gute Boxjahre vor mir habe, deswegen kämpfe ich weiter. Irgendwann muss der ganz Coronamist ja mal eine Ende haben.“

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