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CLP-Klubs möchten laufende Saison beenden

Bei einer Videokonferenz des Fußballkreises Cloppenburg ging es um den weiteren Verlauf der Spielzeit 2020/21. Die Vereine sprachen sich eindeutig gegen die Fortsetzung der unterbrochenen Serie aus.

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Nur ein Saisonspiel: Am 5. September 2020 besiegte der VfL Markhausen (gelbe Trikots) den SV Altenoythe II in der 1. Kreisklasse mit 2:0 – danach ging coronabedingt nichts mehr.  Archivfoto: Wulfers

Nur ein Saisonspiel: Am 5. September 2020 besiegte der VfL Markhausen (gelbe Trikots) den SV Altenoythe II in der 1. Kreisklasse mit 2:0 – danach ging coronabedingt nichts mehr. Archivfoto: Wulfers

Während   einer Videokonferenz des Fußballkreises Cloppenburg und seinen Vereinen haben sich die Klubs klar für den Abbruch der aktuellen Spielzeit 2020/21 ausgesprochen. „Das Meinungsbild war eindeutig, das kam für mich schon etwas überraschend“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende Manfred Südbeck. Von den rund 40 Vereinsvertretern stimmten nur einige wenige für die Fortsetzung der derzeit unterbrochenen Serie.

Zunächst stellte Südbeck eine halbe Stunde lang die Pläne des Niedersächsischen Fußball-Verbands (NFV) zum weiteren Saisonverlauf vor. Themen waren unter anderem die mögliche Wiederaufnahme des Trainings- sowie des Spielbetriebs. „Danach haben wir gemeinsam eine offene Diskussion geführt“, so Südbeck.

Hier kristallisierte sich schnell heraus, dass die Klubs aufgrund der weiter äußerst angespannten Coronalage mit hohen Inzidenzzahlen in der Region das sofortige Saisonende bevorzugen. „Zum Beispiel wurde deutlich, dass viele Betriebe derzeit nicht möchten, dass ihre Angestellten zum Fußball gehen“, sagt Manfred Südbeck. Auch dass die geplante Vorbereitungszeit auf den Re-Start lediglich zwei Wochen betragen soll, stieß auf Unverständnis“, so der Spielausschuss-Vorsitzende.

Manfred Südbeck. Foto: WulfersManfred Südbeck. Foto: Wulfers

Manfred Südbeck kann sich darüber hinaus derzeit nicht vorstellen, dass im Landkreis Cloppenburg nach den jüngsten Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz in nächster Zeit im Seniorenbereich gekickt werden darf. „Ich glaube nicht, dass wir so schnell unter eine Inzidenzzahl von 100 kommen werden.“ Denn: Erst wenn sich die Zahl stabil zwischen 50 und 100 einpendeln sollte, könnte ab dem 5. April wieder Fußball im Freien gespielt werden. Von den vom NFV geplanten Selbst- und Schnelltests hält er darüber hinaus nicht allzu viel. „Wer soll das bezahlen? Diese Idee ist meiner Meinung nach utopisch.“

Das sagen die Vereine:

Franz Nobis, 1. Vorsitzender der Fußballabteilung des
SV Cappeln:
„Auch wir würden am liebsten weiterspielen, aber die Umstände passen einfach nicht, das muss man klar sagen. Alle müssen mit Einschränkungen leben, aber wir spielen Fußball? Das macht keinen Sinn, da geht es auch um die Außendarstellung. Auch dass bis auf Weiteres sicher keine Zuschauer bei den Spielen sein dürfen, ist ein wichtiger Punkt. Im Hobbyfußball geht es vor allem um Gemeinschaft und nicht um die blanken Ergebnisse.“

Christian Niehe, Fußball-Obmann des SC Winkum: „Meiner Meinung nach gibt es zum Saisonabbruch keine Alternative. Schließlich ist völlig unklar, wann wir wieder loslegen können. Während die Coronalage in der anderen Kreisen besser aussieht und ich verstehe, dass die Vereine dort spielen wollen, sehe ich bei uns im Kreis Cloppenburg keine Perspektive. Sobald wir dürfen, werden wir bei SW Lindern wieder trainieren und uns wünschen, dass die neue Spielzeit im Sommer einigermaßen pünktlich beginnt.“

"Ich weiß nicht, wie wir die Saison noch vernünftig durchziehen wollen."Torsten Bünger, Trainer DJK Elsten

Torsten Bünger, Trainer der DJK Elsten (1. Kreisklasse): „Uns läuft einfach die Zeit davon, ich weiß nicht, wie wir die Saison noch vernünftig durchziehen wollen. Zwei Wochen zur Vorbereitung sind mir viel zu wenig, schließlich haben die Jungs viele Monate lang keinen Ball am Fußball gehabt. Die Verletzungsgefahr ist groß. Deswegen: Saison abbrechen und auf die neue hoffen.“

Günter Wanke, Fußball-Obmann des SV Peheim: „Für mich persönlich macht es keinen Sinn zu versuchen, die Punktspielsaison auf Biegen und Brechen beenden zu wollen. Dazu ist die Situation zu ernst. Wenn sich die Lage in den kommenden Wochen bessern sollte, könnten vielleicht Freundschaftsspiele stattfinden, oder sogar der Kreispokal ausgespielt werden.

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