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CLP-Drittligisten hoffen auf den Restart

Für die Handballer des TV Cloppenburg, die Handballerinnen des BV Garrel und die Volleyballerinnen des TV Cloppenburg bedeutet das Sportverbot eine heftige Zäsur.

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Die Hand am Ball: Cloppenburgs Handballer (Mitte Matthias Andreßen) hoffen möglichst bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Foto: Langosch

Die Hand am Ball: Cloppenburgs Handballer (Mitte Matthias Andreßen) hoffen möglichst bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Foto: Langosch

Mit Sorge blicken die drei heimischen CLP-Drittligisten auf die Entwicklung der Corona-Situation im Landkreis Cloppenburg. Um nachhaltigen Schaden abzuwenden, haben die Verantwortlichen der drei Teams sich nun zusammengetan und ein Positionspapier erstellt.

In diesem Dokument beschreiben der TV Cloppenburg (Handball-Männer und Volleyball-Frauen) sowie der BV Garrel (Handball-Frauen) die aktuelle Situation mit trainingswissenschaftlichen und wirtschaftlichen Überlegungen. Das Schreiben, welches an den Landkreis gerichtet ist, beinhaltet zudem ein detailliertes Hygienekonzept für die zeitnahe Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes.

Spielplan bietet kaum Raum für Verlegungen

Der Druck auf die drei Mannschaften ist nicht unerheblich. Durch den straffen Spielplan in den Ligen bleibt kaum Zeit für große Verlegungen. Dabei trifft es die TVC-Volleyballerinnen derzeit am heftigsten, denn die Saison hatte bereits begonnen. Durch die Verlegung der Spiele ist kaum noch Luft im Spielplan. „Es droht tatsächlich der Ausschluss unserer Mannschaft und der damit verbundene Zwangsabstieg“, skizziert Ludger Wessel vom TVC-Teammanagement die deprimierende Situation bei den Volleyballerinnen. Ähnliche Erfahrung hat bereits der BV Garrel mit der weiblichen Bundesliga-A-Jugend gemacht. Auch für die Mädels droht der Ausschluss. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) gehen recht restriktiv mit der Situation um und nehmen nur wenig Rücksicht auf die „Einzelschicksale“ aus dem Raum Cloppenburg.

Die TVC-Handballer haben ebenfalls bereits Spiele verlegen müssen. Während bei vielen Ligakonkurrenten Profibedingungen vorherrschen, ist es beim TVC nicht möglich mal eben unter der Woche ein paar Spiele in hunderten Kilometern Entfernung nachzuholen. Anders als bei den TVC-Volleyballerinnen und BVG-Handballerinnen kommt beim TVC noch hinzu, dass der Spielbetrieb in einer GmbH ausgegliedert ist. „Wir sind somit ein kleines Wirtschaftsunternehmen und haben somit Verpflichtungen gegenüber unseren Arbeitnehmern“, macht GmbH-Geschäftsführer Maik Niehaus auf ein weiteres Problem aufmerksam. Darüber hinaus haben die Handballer mit dem Erwerb eines eigenen Profi-Hallenboden und einer LED-Bande große Investitionen für diese Saison getätigt.

Hygienekonzept ebnet verantwortungsvollen Weg

Die Gruppe will das Positionspapier ausdrücklich nicht als Kritik am Landkreis verstehen. „Das Schreiben ist eine Zusammenfassung unserer Situation – mehr nicht“, so der Vorsitzende des BV Garrel, Norbert Bruns. Natalie Hinxlage (Abteilungsleiterin Volleyball TVC) fügt hinzu: „Wir wollen uns nicht über die Gesundheit stellen und vertrauen weiterhin auf die fachliche Expertise des Landkreises.“

„Wir glauben allerdings auch, mit dem Hygienekonzept einen verantwortungsvollen Weg für einen Restart des Trainingsbetriebs gefunden zu haben“, hofft TVC-Abteilungsleiter Handball, Christian Bien, darauf, dass das Konzept überzeugend ist.

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