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Cloppenburger Boxprofis haben große Pläne

Roman Fress (27) aus Garrel hofft, dass er 2022 um einen WM-Titel kämpfen kann. Erdogan Kadrija (35) aus Lindern - ebenfalls ein Cruisergewichtler - plant die vierte Auflage seiner Boxveranstaltung.

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Direktes Duell: Im Dezember 2020 kämpften Roman Fress (vorne) und Erdogan Kadrija in Magdeburg um die Deutsche Meisterschaft im Cruisergewicht. Fress gewann das Duell mit einem K.o. in der vierten Runde. Foto: Peter Gercke/SES

Direktes Duell: Im Dezember 2020 kämpften Roman Fress (vorne) und Erdogan Kadrija in Magdeburg um die Deutsche Meisterschaft im Cruisergewicht. Fress gewann das Duell mit einem K.o. in der vierten Runde. Foto: Peter Gercke/SES

Die beiden besten Boxer aus dem Kreis Cloppenburg – Roman Fress aus Garrel und Erdogan Kadrija aus Lindern – bereiten sich derzeit auf die anstehenden Aufgaben in diesem Jahr vor. Aufgrund der Corona-Pandemie ist zwar weiterhin vieles unklar, Fakt ist aber, dass die CLP-Profis topfit und gut vorbereitet sein wollen, wenn Kämpfe und Gegner feststehen.

Roman Fress:

Im Cruisergewicht ist Roman Fress in Deutschland aktuell auf Position 5 notiert. Auch in den Ranglisten der Weltverbände IBF (Platz 10), WBO (10) und WBA (11) ist der 27-Jährige nach starken Vorstellungen im vergangenen Jahr deutlich nach oben geklettert. Vor allem durch seine beiden Siege in Inter-Kontinental-Duellen gegen Kamel Kouaouch (Belgien) und Luca D'Ortenzi (Italien) machte er in der Szene Schlagzeilen.

„2022 möchte ich weitere Siege einfahren und in allen Ratings Plätze gut machen“, sagt er. Sein Hauptziel aber lautet: „Ich hoffe, dass ich dieses Jahr um einen WM-Titel boxen kann.“ Nach 15 Erfolgen in 15 Profikämpfen – 9 davon durch K.o. – könnte sich sein Traum schon bald erfüllen.

Roman Fress. Foto: GerckeSES BoxingRoman Fress. Foto: Gercke/SES Boxing

Wahrscheinlich wird Roman Fress im April oder Mai wieder bei einer größeren Veranstaltung in den Ring steigen. Eine Weltmeisterschaftskampf steht dann allerdings wohl noch nicht an. „Es könnte sein, dass ich meinen Interkonti-Gürtel verteidigen und zudem um einen EM-Titel boxen werde“, sagt er. „Hoffentlich lässt das Corona zu, momentan sieht es ja danach aus.“

Aktuell trainiert der gebürtige Kasache in Magdeburg, wo sein Boxstall SES-Boxing beheimatet ist. „Mein Trainer Robert Stieglitz und ich arbeiten insbesondere an meiner Technik. Wir wollen meine Stärken weiter verbessern“, sagt der zweifache Familienvater.

Erdogan Kadrija:

„Big Edi“ hatte im vergangenen Jahr jede Menge Verletzungspech. Im Juli musste er in seinem ersten internationalen Duell gegen Huseyin Cinkara wegen einer Schulterverletzung aufgeben, einige Monate später brach sich der Cruisergewichtler in seinem 21. Profikampf (17 Siege/4 Niederlagen) die Mittelhand. Dennoch setzte sich Kadrija gegen Leon Pech aus Berlin durch.

„Die Verletzungen habe ich längst auskuriert, ich bin seit sechs Wochen voll im Training“, sagt Deutschlands Nummer 17 der Rangliste. Vor allem arbeitet der 35 Jahre alte Kosovo-Albaner sowohl zu Hause als auch in Hamburg und Hannover an Kondition, Kraft und Ausdauer. Zudem schlüpfte er bereits einige Male in die Rolle des Sparringpartners von Artur Mann, der in der deutschen Rangliste auf Rang 3 geführt wird.

Erdogan Kadrija. Foto: ©KadrijaErdogan Kadrija. Foto: ©Kadrija

Eigentlich hatte Erdogan Kadrija gehofft, dass er in Cloppenburg Ende März die vierte Auflage seines Boxabends veranstalten darf. Nun wollen er und die Organisatoren aber erst einmal abwarten, inwieweit es in den kommenden Wochen zu Corona-Lockerungen kommt. „Ich gehen davon aus, dass wir unsere Pläne im April, Mai oder Juni umsetzen können“, sagt er zu seinem „Heimspiel“.

Dann wird „Big Edi“ entweder um einen EM- oder einen DM-Titel kämpfen. „Ich will auf jeden Fall siegen, um weitere gute Kämpfe zu bekommen.“

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