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BWL will den Samstag zum Feiertag machen

Alles ist angerichtet: Die Lohner Fußballer starten gegen den VfL Oldenburg in die Oberliga-Saison. Zudem wird das neue Vereinsheim eingeweiht.

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Jetzt bloß kein Bein stellen lassen: Lohnes Nico Gill beim Testspiel in Osterfeine. Foto: Schikora

Jetzt bloß kein Bein stellen lassen: Lohnes Nico Gill beim Testspiel in Osterfeine. Foto: Schikora

Das schicke neue Vereinsheim wird nach Renovierung eingeweiht, der langjährige Kapitän Christian Bröring wird gebührend verabschiedet und BW Lohne kehrt nach 14 Jahren in die Fünftklassigkeit zurück. Der Samstag könnte durchaus ein kleiner Feiertag für den Fußball-Oberligisten werden. Könnte. Denn die entscheidende Zutat dafür fehlt noch: Die Blau-Weißen wollen eine Etage höher mit einem Sieg gegen den VfL Oldenburg starten. Das dürfte schwer genug werden. Die Gäste, die um 16.30 Uhr im Heinz-Dettmer-Stadion auflaufen, wurden in der abgebrochenen Saison 2019/20 Dritter.

Henning Rießelmann gibt sich vor dem Saisonstart noch „vorsichtig optimistisch“ – er will sich nicht von den schönen Aktionen rund um die 90 Minuten blenden lassen. „Ich sehe eher Oldenburg als Favorit, es ist aber wurscht, wer Favorit ist“, sagt der BWL-Trainer. Er weiß um die Spielstärke der Oldenburger, die sie auch beim letzten Testspiel gegen den Bremen-Ligisten SV Hemelingen (3:1) noch mal unter Beweis gestellt haben. Aussichtslos erscheint ihm das Streben nach drei Punkten aber auch nicht: „Die Möglichkeit haben wir schon. So selbstbewusst sind wir schon, dass wir glauben, dass wir da einen Auftaktsieg landen können. Wenngleich wir aber auch wissen, dass alles passen muss.“

Gepasst hat beim letzten Lohner Vorbereitungsspiel in Osterfeine (2:0) nicht viel. Der Coach vermisste Leidenschaft und Bereitschaft – sowie auch einige wichtige Akteure. Zumindest Letzteres wird am Samstag ziemlich sicher nicht vorkommen. Außer den Langzeitverletzten Frank Placke und Jakub Bürkle steht nur hinter dem Einsatz von Gerrit Menkhaus ein kleines Fragezeichen. Sonst sind alle bereit für einen Einsatz. Das sorgt laut Rießelmann auch für „zwei, drei Härtefälle“, was Personalentscheidungen angeht. Klar ist nur eines: Die Lohner werden ihr Comeback in der 5. Liga mit einer Dreierkette angehen – wie sie sich davor formieren, ist noch offen.

Christian Bröring wird verabschiedet

Wie lange Lohne auf die Rückkehr gewartet hat, lässt sich auch an der Identifikationsfigur Christian Bröring festmachen. Er stieg in seiner ersten Herren-Saison 2005/06 aus der damaligen Niedersachsenliga ab – und im letzten Jahr seiner Karriere gelang ihm und seinen Kollegen der Wiederaufstieg. BWL wird sich am Samstag für den jahrelangen Einsatz beim Ex-Kapitän bedanken. Die Rahmenbedingungen dafür stimmen: Das komplett erneuerte Vereinsheim wird erstmals auch für Zuschauer geöffnet. Hier findet ab sofort nach jedem Heimspiel auch eine Pressekonferenz mit beiden Trainern, Medienvertretern und Zuschauern statt. Apropos Zuschauer: Lohne kann am Samstag insgesamt 500 ins Stadion lassen – für Sitzplätze ist gesorgt. 30 Tickets gingen an den VfL Oldenburg, 470 Karten werden an der Tageskasse verkauft. Die Maskenpflicht gilt nur in geschlossenen Räumen.

Übrigens ist auch die sportliche Bühne geschmückt: Der Greenkeeper des Golfplatzes hat den Lohner Rasen in dieser Woche noch einige Male gemäht. Auch Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt hatte nach dem Doppeltest des Bundesligisten gegen Groningen (4:0) und St. Pauli (1:0) am vergangenen Samstag lobende Worte für das Grün gefunden.

Es ist also alles angerichtet für das erste Oberliga-Duell nach langer Zeit. Die Gegner-Beobachtung hat ergeben, dass BWL vor allem Sven Lameyer (19) und Lennart Blömer (24) in den Griff bekommen muss. Im Team des neuen Oldenburger Trainers Lasse Otremba taucht auch noch ein alter Bekannter auf: Janek de Buhr. Der ehemalige Angreifer des BV Essen schoss BWL im April 2019 per Viererpack mal im Alleingang ab. Der Torjäger fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses jedoch aus. Auch Abwehr-Routinier Nils Frenzel wird gegen Lohne fehlen.

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