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BWL findet eine kleinere Meisterrunde gut

Es gibt große Akzeptanz für die neuen Pläne in der Fußball-Oberliga. Und Lohne ist auf der sicheren Seite.

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Obenauf: Für BWL – hier Felix Oevermann (Mitte) gegen Emden – lief die Saison bis zur Zwangspause richtig gut. Foto: Wenzel

Obenauf: Für BWL – hier Felix Oevermann (Mitte) gegen Emden – lief die Saison bis zur Zwangspause richtig gut. Foto: Wenzel

Der Vorschlag liegt auf dem Tisch: Der Verbandsspielausschuss um Staffelleiter Burkhard Walden hat für die Fußball-Oberliga die Variante ins Spiel gebracht, nach der beide Zehner-Staffeln nach der Hinrunde abgebrochen werden; anschließend würde eine Meisterrunde mit nur noch sechs Teams und zwei Abstiegsrunden mit je sieben Mannschaften folgen. Vor der Saison war geplant, nach der Vor- und Hinrunde eine Meister- und Abstiegsrunde mit je zehn Mannschaften zu starten. Aber der zweite Corona-Lockdown mit der Saison-Unterbrechung seit dem 1. November erfordert neue Denkweisen.

Fast alle Vereine hätten auch schon ihre Zustimmung signalisiert, teilte Burkhard Walden am Montag gegenüber dem Lohner Trainer Henning Rießelmann mit. Die Klubs sollten jetzt ihre Meinung noch mal per E-Mail äußern, damit ein Beschluss herauskommen kann. BW Lohne hat seine Mail durch den spielenden Co-Trainer Sandro Heskamp schon am Montag abgeschickt – mit einer vollen Zustimmung zu dem Plan, der ein „fairer Kompromiss für alle Mannschaften“ sei.

Henning Rießelmann sagt: „Wir sind mit dem Vorschlag natürlich einverstanden.“ Kein Wunder: BW Lohne wäre beim neuen Plan vom Verband auf jeden Fall bereits für die Meisterrunde qualifiziert. „Dann hätten wir unser Saisonziel schon erreicht“, frohlockt Henning Rießelmann; die Vorgabe hieß vor der Saison Klassenerhalt.

Bislang hat BWL aus acht Partien ohne Niederlage beachtliche 18 Punkte geholt und ist Zweiter der Staffel Weser-Ems/ Lüneburg; ein Hinrundenspiel in Heeslingen fehlt dem Aufsteiger noch. Rießelmann bezeichnet die Meisterrunde als „offenes Feld“, in dem alles möglich sei – auch ein Durchmarsch in die Regionalliga Nord. „Wir müssen zweigleisig planen“, sagt der Coach, der in dieser Woche mit seinen BWL-Fußballchefs Manuel Arlinghaus und Lars von Lehmden noch in Klausur geht. Sollte es zu der vorgeschlagenen Meisterrunde kommen, erwartet Henning Rießelmann „schöne und spannende Spiele. Für uns wäre das top.“

Fortsetzung der Saison ist terminlich völlig offen

Staffelleiter Burkhard Walden erläuterte, dass „die in der Qualifikation erzielten Punkte und Tore vollständig mit in die Endrunden übernommen“ werden, um eine sportliche Wertigkeit der bisherigen Saison zu gewährleisten. Walden zur Vorgehensweise: „Am Ende der Saison steigt gemäß Ausschreibung der Sieger der Meisterrunde auf und der Zweite qualifiziert sich für die Relegation.“ Absteigen würden je zwei oder drei Teams aus den Abstiegsrunden.

Eine Aufstiegsrunde mit nur sechs Vertretern würde zehn Spieltage benötigen und könnte laut Walden „termingerecht beendet werden“. Die Abstiegsrunden mit je sieben Mannschaften erfordern 14 Spieltage; es könnte bis Ende Juni verlängert werden, da keine Relegationsspiele mit anderen Ligen folgen.

Der Verband möchte die Saison zu einem sportlichen Abschluss bringen. Burkhard Walden räumt aber ein, dass „wir zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen können, wann eine Fortsetzung der Saison möglich sein wird“. BW Lohne möchte am 4. Januar das Training wieder aufnehmen. Auch dahinter steht ein Fragezeichen. Denn niemand kennt die Rahmenbedingungen, die dann gelten.

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