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BW Lohnes Traum vom DFB-Pokal lebt

Vor rund 1000 Fans setzte sich der Fußball-Oberligist im Halbfinale des Niedersachsen-Pokals gegen Lupo Martini Wolfsburg durch. Dabei lief BWL zunächst einem Rückstand hinterher.

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Zwei Tore gegen Wolfsburg: Aaron Goldmann (rechts). Fotos: Elke Schikora

Zwei Tore gegen Wolfsburg: Aaron Goldmann (rechts). Fotos: Elke Schikora

Für BW Lohne wachsen die Bäume gerade in den Himmel. Die Fußballer von Trainer Henning Rießelmann gehen als Spitzenreiter mit drei Punkten Vorsprung in die Rückserie der Oberliga-Aufstiegsrunde. Und parallel zum möglichen Aufstieg in die Regionalliga Nord marschieren die Blau-Weißen im Niedersachsenpokal stramm auf das Traumziel DFB-Pokal zu.

Mit dem am Ende verdienten 3:1 (0:1)-Sieg gegen den Liga-Rivalen Lupo Martini Wolfsburg hat BWL vor rund 1000 Zuschauern das NFV-Cup-Finale der Amateure erreicht und trifft hier am 21. Mai in Hannover auf den Heeslinger SC, der ebenfalls in der Oberliga-Aufstiegsrunde mitmischt. Der Sieger steht in der DFB-Pokal-Hauptrunde – dann auf ein großes Los hoffend.

Vorher, bis zum 15. Mai, will BWL den Aufstieg eintüten. Hier geht die Jagd mit dem ersten von fünf noch ausstehenden Spielen am kommenden Sonntag gegen FT Braunschweig weiter.

„Die Jungs wollen es einfach“Lohnes Trainer Henning Rießelmann

Lohnes Trainer Henning Rießelmann war angesichts der noch mal verschärften Personalprobleme nach dem Match gegen Wolfsburg voll des Lobes für sein Team. „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht so zufrieden. Aber dann haben wir umgestellt auf 3-5-2, haben viel mutiger gespielt und verdient gewonnen.“

Vor allem den zuletzt wegen Achillessehnenproblemen lange pausierenden Kai Westerhoff hob Rießelmann hervor. Der Allrounder spielte 83 Minuten durch, obwohl er eigentlich wieder auf der Bank sitzen sollte. Da aber Frank Placke wegen Corona passen musste, kam Westerhoff in der Abwehr zum Einsatz und rückte nach dem Seitenwechsel in den Angriff. Neben den Langzeitverletzten war auch Torwart Christoph Bollmann wegen Grippe-Symptomen draußen geblieben und vom Saison-Pflichtspieldebütanten Jakob Sieve ersetzt worden; Bollmanns PCR-Coronatest war dann allerdings negativ.

„Es scheint so, als könnten wir das alles zurzeit kompensieren“, freute sich Henning Rießelmann über die besondere Qualität in seiner Truppe, mit personellen Rückschlägen umzugehen: „Die Jungs wollen es einfach.“

Zur Pause hatte der Trainer seine Mannschaft in der Kabinenansprache vor die Wahl gestellt, entweder das Ausscheiden aus dem Pokal hinzunehmen oder noch mal Vollgas zu geben. Das Team entschied sich für die zweite Option.

In den ersten 45 Minuten war Lohne für seine Verhältnisse sehr verhalten aufgetreten. Da auch die Gäste kontrolliert agierten, gab es gewisse Längen im Spiel. Zwei Chancen für Wolfsburg deuteten Gefährlichkeit an; bei Jakob Sieves unfreiwilligem Pressschlag gegen Jan Neuwirt (10.) und Valeri Schlothauers gefährlichem Schuss (11., am langen Eck vorbei) roch es nach Rückstand.

divUnd jetzt der Haken: Lohnes Jakub Bürkle (rechts) lässt einen Gegenspieler ins Leere laufen.div
Und jetzt der Haken: Lohnes Jakub Bürkle (rechts) lässt einen Gegenspieler ins Leere laufen.

Der fiel dann nach einer ruhigeren Phase kurz vor der Pause eher unvermittelt. Wolfsburg spielte sich links durch, und in der Mitte vollendete Andrea Rizzo unhaltbar aus zentraler Position (42.).

Fast wäre BW Lohne kurz nach der Pause erneut kalt erwischt worden. Lupo-Stürmer Timon Hallmann nahm einen Fehlpass von Rilind Neziri auf und schloss völlig frei viel zu früh ab – der Ball landete auf der Latte (48.). Nach 65 Minuten hatte Wolfsburg noch mal eine Doppelchance, einmal klärte Felix Oevermann auf der Linie, der Nachschuss ging vorbei.

Da lief allerdings bereits die lange Lohner Drangperiode, die kurze Zeit später Früchte trug. Aaron Goldmann schoss aus Mittelstürmerposition nach exzellenter Vorarbeit von Jakub Bürkle über links gedankenschnell zum 1:1 ein (67.) und besorgte anschließend per Elfmeter nach Foul an Christopher Schepp auch das 2:1 (78.).

Lohne musste auf Konter aufpassen, powerte aber weiter. Schepp nahm einen Wolfsburger Fehlpass auf, zog unaufhaltsam davon und vollstreckte zum umjubelten 3:1 (89.). „Wir hatten da ein paar Körner mehr“, konstatierte Henning Rießelmann. Gut zu wissen, dass seine Truppe auch in der Not noch zulegen kann.

Zweikampf vor starker Kulisse: Bei traumhaftem Osterwetter kamen rund 1000 Fußballfans ins Heinz-Dettmer-Stadion.Zweikampf vor starker Kulisse: Bei traumhaftem Osterwetter kamen rund 1000 Fußballfans ins Heinz-Dettmer-Stadion.

BW Lohne - ULM Wolfsburg  3:1

  • Lohne: Sieve - Wengerowski, Düker (86. Beermann), Oevermann, Westerhoff (82. Selke) - Heskamp, Bürkle - Neziri, Goldmann, Bredol - Schepp.
  • Wolfsburg: Sauss - Jungk (74. Tuccio), Redemann, Dösemeci, Schlothauer - Neuwirt (74. Dubiel), Rizzi - Safronow (63. Grimaldi), Chamorro, Rizzo (85. Konieczny) - Hallmann.
  • Tore: 0:1 Rizzo (42.), 1:1 Goldmann (67.), 2:1 Goldmann (78., Foulelfmeter), 3:1 Schepp (89.).
  • Zuschauer: 1000.
  • Nächstes Oberliga-Spiel: Am Sonntag (24. April, 15.00 Uhr) gegen FT Braunschweig.

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