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BW Lohne will im großen Finale die Kirsche auf der Torte

Niedersachsenpokal in Hannover gegen Heeslingen: Die Fußballer um Coach Henning Rießelmann streben am Samstag in den DFB-Pokal. Rund 1000 Lohner Fans fiebern vor Ort mit.

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BW Lohne in der Jubelschleife: Die Spieler hoffen, dass das auch für Samstag noch mal gilt. Foto: Schikora

BW Lohne in der Jubelschleife: Die Spieler hoffen, dass das auch für Samstag noch mal gilt. Foto: Schikora

Der Nachbar BSV Rehden hat's am Mittwoch vorgemacht, BW Lohne will am Samstag nachziehen. Während die Rehdener mit einem 1:0 in ihrem Niedersachsenpokalfinale (Dritte Liga/Regionalliga) gegen den SV Meppen die Qualifikation für den DFB-Pokal schon zum vierten Mal geschafft haben und dabei 2013 sogar Bayern München zugelost bekommen hatten (0:5 in Osnabrück), müssen die Lohner Fußballer am Samstag erst noch ihr Finale spielen. Im zweiten Wettbewerbsstrang für Oberligisten und Bezirkspokalsieger strebt der Oberliga-Meister ab 16.40 Uhr im Hannoveraner Eilenriedestadion gegen den bisherigen Liga-Konkurrenten Heeslinger SC das Double an – und mit dem damit fälligen DFB-Pokal-Ticket die Krönung seiner Spielzeit. Rund 1000 BWL-Anhänger wollen sich auf den Weg machen. 14 Busse mit Fans fahren von Schomaker Reisen um 13.00 Uhr in die Landeshauptstadt. Dazu kommen diverse Privatreisende.

„Der ganze Verein will in den DFB-Pokal“, fasst Trainer Henning Rießelmann die gegenwärtige Stimmungslage zusammen. Der Coach und seine Mannschaft freuen sich auf den Tag. Die Spieler sollen aber jene Lockerheit an den Tag legen, die der Trainer für sich schon reklamiert hat: „Der große Druck ist weg“, sagt Henning Rießelmann, „ich fahre da ganz entspannt hin.“

Für Rießelmann ist es wichtig, dass die Spieler das Finale genießen und nicht verkrampfen. Deshalb lautete das Motto für das Abschlusstraining am Freitag auch „Spaß“. Der Trainer differenziert: „Der Regionalliga-Aufstieg stand über allem. Es geht jetzt noch um die Kirsche auf der Torte – das ist jetzt die Kür. Der Einzug in den DFB-Pokal wäre sensationell. Aber es wird ein hartes Stück Arbeit.“

Letztes Duell Ende November: Der Lohner Thorsten Tönnies (links) gegen Heeslingens Phil Sarrasch, der inzwischen bei BWL spielt.  Foto: SchikoraLetztes Duell Ende November: Der Lohner Thorsten Tönnies (links) gegen Heeslingens Phil Sarrasch, der inzwischen bei BWL spielt.  Foto: Schikora

Der Finalgegner hat den Blau-Weißen in der Herbstserie ordentlich zugesetzt. In Heeslingen hieß es 0:0, in Lohne 0:1, das Tor für die Gäste fiel in der 86. Minute. Lohne hatte beide Male nicht seinen besten Tag, das möchte man im dritten Duell ändern. Am letzten Spieltag der gerade beendeten Aufstiegsrunde hatte Heeslingen noch die Chance auf Platz zwei hinter Lohne, doch Emdens 4:0 in Braunschweig pulverisierte die Aufstiegshoffnungen, zudem verlor der HSC bei Arminia Hannover am Ende mit 2:3.

Im HSC-Team von Trainer Lars Uder sind Abwehrchef Oliver Warnke sowie die Offensivkräfte Kevin Rehling und Jan-Ove Edeling die größten Stützen. Oliver Warnke äußerte sich in der Kreiszeitung zur Frage, ob die Favoritenrolle bei BW Lohne liege, so: „Von der Papierform her ja. Lohne ist der Favoritenrolle als Titelanwärter gerecht geworden. Doch Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze. In der Oberliga kann jeder jeden schlagen. Und derzeit ist der Gegner noch ein Oberligist.“

Mit Phil Sarrasch hatte Heeslingen schon in der Winterpause einen sehr veranlagten Außenbahnspieler an BW Lohne verloren; Sarrasch ist auch im NFV-Pokalwettbewerb spielberechtigt und freut sich besonders auf das Finale gegen seine alten Kameraden. Sein Trainer betont, dass man Heeslingen besonders in den Zweikämpfen entgegentreten müsse. Davon abgesehen möchte man einfach wieder guten Fußball anbieten. Aus dem Lohner Kader, der zuletzt zur Verfügung stand, muss Malte Beermann wegen einer Schulterverletzung passen. Er gesellt sich zu den fünf Langzeitverletzten, zu denen er selbst zuvor auch länger gehörte.

Frühere Team-Anreise wurde wieder verworfen

Die Mannschaft wird um 11.30 Uhr bei Stratmann zu Mittag essen und anschließend im Teambus nach Hannover fahren. Der ursprüngliche Plan, schon einen Tag eher anzureisen, wurde wegen der relativ späten Anstoßzeit wieder verworfen.

Die ARD berichtet am Samstag in einer rund siebenstündigen Konferenz ab 12.05 Uhr von allen 21 Endspielen der Landesverbände. Das Finale in der Eilenriede gehört auch zu den 17 Partien, die im ARD-Livestream auf sportschau.de durchgehend zu sehen sein werden. Das Programm geht dann nahtlos über in die Übertragung des DFB-Pokalfinales in Berlin.

Schiedsrichter im NFV-Pokalfinale ist Marius Schlüwe (Gleidingen); der 29-jährige kam in dieser Saison in der Regionalliga und Oberliga zum Einsatz. Die Tageskasse wird ab 15.15 Uhr geöffnet sein. Eine Sitzplatzkarte kostet dort 15 Euro, ein Stehplatz 10 Euro.

Info:  Auf OM-Online gibt es einen Live-Ticker zum Spiel.

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