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BW Lohne wappnet sich für Emder Leuchttürme

Der Fußball-Oberligist freut sich auf sein Flutlicht-Topspiel in Ostfriesland am Samstagabend. Es könnte ein körperlicher Kraftakt werden.

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Fußball kann auch mal wehtun: Der Lohner Jonas Burke (Mitte) beim jüngsten 3:1-Sieg gegen den Rotenburger SV. Foto: Wenzel

Fußball kann auch mal wehtun: Der Lohner Jonas Burke (Mitte) beim jüngsten 3:1-Sieg gegen den Rotenburger SV. Foto: Wenzel

BW Lohne hat weiterhin Hunger auf Erfolg. Und der soll auch gegen die derzeit größtmögliche Hürde in der Fußball-Oberliga gestillt werden: Am Samstagabend um 19.00 Uhr läuft BWL als Tabellenzweiter seiner Staffel beim noch unbezwungenen Spitzenreiter Kickers Emden auf. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel und sind maximal motiviert. Das ist das schwerste Auswärtsspiel in der Liga in einem traditionellen, alt-ehrwürdigen Stadion in Emden unter Flutlicht. Was gibt's Schöneres als Fußballer?“, bringt es Lohnes Trainer Henning Rießelmann auf den Punkt.

Dem Topspiel misst er auch eine sehr hohe Bedeutung bei. Seine Begründung: „Erster gegen Zweiter – das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, weil die Punkte nimmst du in die Aufstiegsrunde mit. Und Emden wird sicher auch in die Aufstiegsrunde kommen.“ Aufgrund dieser Konstellation sei für diese Highlight-Partie alles angerichtet.

Rießelmann ist dankbar dafür, dass seine eigene Mannschaft sowie Kickers Emden seinem persönlichen Wunsch nach einer Verlegung vom Samstagnachmittag in den Abend nachgekommen sind. Er hat hier auch gegenüber Kickers-Coach Stefan Emmerling mit offenen Karten gespielt: Sein Sohn hat am Samstag seine Einschulung.

Rießelmann erwartet einen robusten Gegner

Daher wird das Topspiel zum Flutlichtduell. In Lohne erwartet man, dass es eine sehr intensive Begegnung wird. Rießelmann bezeichnet Emden, das im 3-5-2-System spielt, als „unfassbar starke Mannschaft. Sie haben sich noch mal extrem verstärkt mit vier, fünf Holländern.“ Exemplarisch nennt er Innenverteidiger Alagie Jabbie, der auch schon in der Landesliga für Germania Leer auflief. Die Offensive sei außerdem „bockstark besetzt“, was neben den langjährigen Stützen Tido Steffens und Holger Wulff auch an einigen Neulingen liege.

BWL geht davon aus, dass es vor allem einen körperlichen Kraftakt brauchen wird, um in Ostfriesland bestehen zu können. Aus diesem Grund standen in dieser Trainingswoche auch noch mal Zweikämpfe im Fokus. Man will für die Emder Leuchttürme bestens gerüstet sein. Rießelmann spricht in Bezug auf Kickers von einer „unheimlich robusten Mannschaft, die viele Spieler hat, die annähernd an die zwei Meter sind, und einen sehr körperbetonten Fußball spielt“.

Die Ostfriesen haben nach drei Siegen zum Auftakt am vergangenen Wochenende ein 1:1 gegen den SC Spelle-Venhaus geholt. Am Dienstag folgte dann im Niedersachsenpokal ein 1:0 gegen den TuS Bersenbrück. Apropos Pokal: BW Lohne kennt nun seinen Viertelfinalgegner: Am 14. September (Dienstag, 18.30 Uhr) steht die Partie beim Liga-Gefährten VfL Oldenburg an. Die Oldenburger sind Titelverteidiger – allerdings haben sie ihren Pokalsieg 2020/21 im Losverfahren geholt.

An dieses Spiel denkt in Lohne aktuell noch niemand. Es zählt nur Emden. Henning Rießelmann gibt die Marschroute vor: „Wir müssen da einfach als komplett geschlossene Mannschaft, als Team hinfahren.“ Er baut dabei auch auf die Unterstützung der BWL-Anhänger. Der Fanbus fährt pünktlich um 16.30 Uhr am Heinz-Dettmer-Stadion in Lohne ab.

Bei allem Respekt vor den Gastgebern möchten sich die Lohner nicht kleiner machen, als sie sind. Das ist nach drei Siegen in Folge und neun Punkten aus vier Spielen auch nicht möglich. „Natürlich haben wir auch Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Wir wollen versuchen, dieses Spiel zu gewinnen. Das muss unser Ziel sein als ambitionierte Fußballer. Und wenn wir das nicht schaffen, müssen wir zumindest einen Punkt mitnehmen“, sagt Rießelmann. Er will „90 Minuten Vollgasfußball“ mit Spielfreude sehen. Außer den Langzeitverletzten fehlt nur Lennard Prüne. Sein Comeback wird für die kommende Woche erwartet.

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