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BW Lohne rotiert – und will einen offenen Schlagabtausch

Am Montag steigt das NFV-Pokalspiel beim Regionalliga-Rivalen Atlas Delmenhorst. Die Gäste reisen mit drei positiven Tendenzen an.

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Immer volle Pulle: Jakub Bürkle hat bisher die meisten Einsatzminuten bei BWL. Vielleicht erhält er eine Pause.  Foto: Wenzel

Immer volle Pulle: Jakub Bürkle hat bisher die meisten Einsatzminuten bei BWL. Vielleicht erhält er eine Pause.  Foto: Wenzel

Elf Pflichtspiele in DFB-Pokal und Regionalliga liegen in der laufenden Saison hinter den Fußballern von BW Lohne. Nach den beiden Auswärtssiegen bei Weiche Flensburg (2:1) und beim TSV Havelse (3:0) ist der Neuling ins Mittelfeld aufgerückt. In dieser deutlich zum Positiven veränderten Gesamtlage steht für die Mannschaft von Trainer Henning Rießelmann nun die Premiere im dritten Wettbewerb bevor: Am Montag (3. Oktober, 15.00 Uhr) geht es im Viertelfinale des Niedersachsenpokals zum Liga-Rivalen Atlas Delmenhorst.

Atlas – das ist die Mannschaft, gegen die BWL am 31. August seinen historischen ersten Regionalliga-Sieg eingefahren hat. Damit besteht für Lohne eine zweite positive Tendenz auf ein erfolgreiches Bestehen im Pokalwettbewerb der Dritt- und Regionalligisten. Und es gibt noch eine dritte: die immer noch lebendige Erinnerung an die wundersame Pokal-Reise in der vergangenen Saison. Im Wettbewerb der Oberligisten und Bezirkspokalsieger holte sich BW Lohne nach Siegen beim SV Emmendorf, beim VfL Oldenburg und gegen Lupo Martini Wolfsburg am 21. Mai im Hannoveraner Finale gegen den Heeslinger SC den Pott. Rund 1000 Lohner Fans hatten das Eilenriedestadion damals fest in ihrer Hand. Auch wenn am Montag weit weniger Anhänger mit an den Delmenhorster Düsternort reisen werden: Die Mannschaft weiß, dass man im Pokal einmalige Momente genießen kann. So wie im NFV-Pokal-Finale – und so wie am 31. Juli, als BW Lohne vor 4150 Zuschauern seine Premiere im DFB-Pokal feierte (0:4 gegen den Bundesligisten FC Augsburg).

Hinter BWL liegen also große Momente. Und vor der Mannschaft steht nun ein „Bonusspiel“. So bezeichnet Trainer Henning Rießelmann die Partie, in der man „völlig befreit aufspielen“ wolle. Zugleich kündigt der BWL-Coach eine Personalrotation an. Einerseits sollen einige Stammkräfte geschont werden, andererseits möchte Rießelmann Spielern aus der zweiten Reihe eine Startelfchance geben, die sie auch verdient hätten – wie zum Beispiel Abwehrspieler Lennard Maßmann. Rießelmann unterstreicht die Priorität: Die liege ganz eindeutig bei der Regionalliga: „Wir haben da schon am Freitag wieder ein superschweres Spiel“, sagt Rießelmann und meint damit die Heimpartie gegen das Spitzenteam vom SSV Jeddeloh.

Pokal als Bonus - weil schwere Gegner drin sind

„Der Pokal ist in diesem Jahr ein Bonus, weil wir auch wissen, wie schwer es ist, sich zu qualifizieren“, erklärt der Coach. Denn mit dem VfL Osnabrück und VfB Oldenburg sind noch zwei Drittligisten im Wettbewerb, die nach Hierarchie-Gesichtspunkten erst mal die Finalplätze blockieren.

Vielspieler wie Jakub Bürkle und Sandro Heskamp oder auch Malte Wengerowski könnten ebenso aussetzen wie Thorsten Tönnies und Malte Beermann (Belastungen nach Comebacks). „Es brauchen einige Spieler eine schöpferische Pause für Körper und Geist“, formuliert Henning Rießelmann und stellt aber auch klar: „Wir wollen befreit aufspielen und Delmenhorst einen offenen Schlagabtausch liefern.“

Sicher ist, dass Abwehrchef Felix Oevermann weiter ausfällt. Dafür steht Bennet van den Berg wieder zur Verfügung. Der Ex-Delmenhorster Marek Janssen wird jetzt langsam wieder ins Lauftraining einsteigen.

„Die Stimmung ist natürlich super“, betont Henning Rießelmann, „das war sie aber schon von Anfang an – also auch nach Spieltag drei.“ Aber das Selbstvertrauen sei gestiegen, was auch Ergebnis der positiven Entwicklung in den letzten Wochen ist.

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