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BW Lohne plant für die Saison 2022/23 zweigleisig

Trainer Henning Rießelmann sieht eine Regionalliga-Chance trotz starker Konkurrenz. Eine Etage höher wäre man dann quasi der „VfL Bochum". Phil Sarrasch kommt per sofort vom Heeslinger SC.

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Er verstärkt BW Lohne: Phil Sarrasch. Foto: Janzen

Er verstärkt BW Lohne: Phil Sarrasch. Foto: Janzen

Das verspricht einiges an Spannung: Mindestens die Hälfte der Teilnehmer an der Oberliga-Meisterrunde will im kommenden Sommer in die Regionalliga Nord aufsteigen. Auch BW Lohne wird es versuchen. Dieses Ziel beschreibt Henning Rießelmann, der Trainer und Sportliche Leiter der BWL-Fußballer für seine Mannschaft.

Am Samstag kommender Woche (22. Januar) ist Trainingsstart in Lohne. Mitte März geht die Runde los – 30 Punkte sind zu vergeben. Der Meister steigt direkt auf, der Zweitplatzierte bestreitet Aufstiegsspiele gegen die Vertreter aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein. Die Lohner haben sich dazu noch mit Phil Sarrasch vom Staffelrivalen Heeslinger SC verstärkt. Der gerade 21 Jahre alt gewordene Sarrasch kann auf der rechten und linken Außenbahn in Abwehr und Mittelfeld eingesetzt werden. Mit dem HSC entführte Sarrasch Ende November beim 1:0-Sieg in Lohne noch drei Punkte für die Meisterrunde.

Der Auszubildende zum Industriekaufmann schaut auf 39 Spiele in der A-Junioren-Bundesliga zurück (Niendorf/Havelse). In Heeslingen kam er in 19 Pflichtspielen auf fünf Tore sowie fünf Vorlagen. Henning Rießelmann sagt zu seinem Neuzugang: „Phil ist ein absoluter Wunschspieler von uns, den wir schon für den Sommer fest verpflichtet hatten. Als wir jetzt kurzfristig die Möglichkeit bekamen, ihn schon für den Winter zu holen, mussten wir nicht lange überlegen.“ Er passe auch charakterlich top zur Mannschaft und sei mit 20 Jahren absoluter Leistungsträger in Heeslingen gewesen, so Rießelmann: „Die Tatsache, dass seine Freundin in Vechta Lehramt studiert, hat die Sache am Ende für uns noch mal einfacher gemacht.“

Durchsetzungskraft gefragt: Lohnes Mittelfeld-Dirigent Aaron Goldmann, hier gegen Leon Dosquet vom SC Spelle-Venhaus. Foto: SchikoraDurchsetzungskraft gefragt: Lohnes Mittelfeld-Dirigent Aaron Goldmann, hier gegen Leon Dosquet vom SC Spelle-Venhaus. Foto: Schikora

Aus dem Kader hatten sich zuvor Jan Leiber und Peter Sieve zum  Landesligisten GW Mühlen verabschiedet. BWL geht also mit 24 Spielern ins neue Jahr, wobei sich bei den drei Langzeitverletzten Malte Beermann, Andrej Homer und Gerrit Menkhaus vorläufig noch keine Comebacks anbahnen.

Ob Lohnes Kader für die Rückrunde damit komplett ist, konnte Henning Rießelmann noch nicht final bestätigen. Man werde weiter Augen und Ohren offen halten. Der Coach: „Aber es muss halt auch zu 100 Prozent passen.“ Davon abgesehen sei das Team im Laufe der Saison immer enger zusammengewachsen: „Die Jungs waren super erfolgreich und haben sich die Aufstiegsrunde verdient. Wir alle haben großes Vertrauen in unsere Mannschaft.“

Zum Thema Regionalliga sagt Henning Rießelmann: „Auch wenn es noch weit weg ist, sind wir uns einig, dass wir auch im Falle eines Aufstiegs unsere Mannschaft zu 80 Prozent zusammenhalten werden.“ Das Team solle die Chance erhalten, „sich auch eine Klasse höher zu beweisen“. In der Regionalliga wäre man „vom Etat her ganz klar der VfL Bochum der Liga. Das ist ein Fakt“, erklärt der BWL-Trainer. Man wolle in beiden Liga-Szenarien auf Kontinuität und Weiterentwicklung setzen – mit vier, fünf sinnvollen Verstärkungen.

Attraktive Meisterrunde und Pokal-Halbfinale warten

BWL geht als Tabellenzweiter in die Meisterrunde. „Wir werden jetzt sicher nicht sagen, dass wir am Ende Dritter werden wollen. So ehrlich sind wir“, erklärt Henning Rießelmann. Nach intensiven Gegneranalysen sieht er allerdings auch „schwere Aufgaben“.

Mit Germania Egestorf und Lupo Martini Wolfsburg seien sehr spielstarke Mannschaften mit viel Regionalliga-Erfahrung dabei, auch der SV Ramlingen habe enorme Qualität. Zudem wollten auch Heeslingen und Kickers Emden gerne aufsteigen. Rießelmann: „Viele Fehler darf man sich also nicht erlauben.“

Bei zehn „Endspielen“ gegen die fünf Vertreter aus der Staffel Hannover/Braunschweig sowie mit dem Pokal-Halbfinale stehe man vor schönen Herausforderungen. Henning Rießelmann hofft auf viele Zuschauer bei den Heimspielen und verspricht: „Wir werden versuchen, das Maximale herauszuholen.“

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