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BW Lohne ist auch mal mit einem Punkt zufrieden

Beim 1:1 im Spitzenspiel gegen den SC Spelle/Venhaus reißt für die ersatzgeschwächten Lohner die Siegesserie. Coach Henning Rießelmann sagt:  „Der Punkt kann noch wertvoll für uns sein.“

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Jetzt schlägt's ein: Spelles Jan-Hubert Elpermann (2. von rechts) beim Eigentor zum Lohner 1:0. Hinter ihm lauert Jonas Burke.  Foto: Schikora

Jetzt schlägt's ein: Spelles Jan-Hubert Elpermann (2. von rechts) beim Eigentor zum Lohner 1:0. Hinter ihm lauert Jonas Burke.  Foto: Schikora

Leichte Bremsspuren unter erschwerten Bedingungen bei BW Lohne: Auf dem Weg in die Aufstiegsrunde zur Fußball-Regionalliga musste sich der Spitzenreiter der Oberliga Weser-Ems/Lüneburg nach vier Punktspielsiegen in Folge am Sonntag gegen den Tabellendritten SC Spelle/Venhaus mit einem 1:1 (1:1) zufrieden geben.

Da Spelle die Qualifikation für die Aufstiegsrunde ebenfalls so gut wie sicher hat, war es Lohnes 14. Punkt für die Frühjahrsrunde; Nummer eins vor BWL ist in dieser Rechnung zurzeit Germania Egestorf/Langreder (17), die Nummer eins der Staffel Hannover/Braunschweig. Lohnes Punktausbeute hängt aber stark vom VfL Oldenburg ab, der sich auch weiter vor dem TuS Bersenbrück halten müsste, sonst gingen den Lohnern gleich sechs Punkte flöten. Zurzeit ist der VfL noch minimal vorne. Abgerechnet wird am 5. Dezember.

Lohnes Trainer Henning Rießelmann erklärte nach der Partie: „Die erste Halbzeit ging klar an uns. Da haben wir es versäumt, einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeit zu nehmen. Der Ausgleich war dann für uns sehr bitter.“ Rießelmann sah nach dem Wechsel zunächst Vorteile für Lohne – „ohne klare Chancen. Dann war es ein Spiel auf Augenhöhe. Insgesamt war es ein toller Fight. Und dann müssen wir auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Der kann noch wertvoll für uns sein.“

Gastgeber hatten mit etlichen Ausfällen zu kämpfen

BWL strebt jetzt gegen den mutmaßlichen Aufstiegsrunden-Rivalen SC Heeslingen am kommenden Sonntag den zwölften Saisonsieg an und fährt dann zum bedeutungslosen Herbstserienfinale nach Celle.

Die Lohner verzeichneten am Sonntag etliche Ausfälle. Zu den Langzeitverletzten Malte Beermann, Andrej Homer und Gerrit Menkhaus gesellten sich der angeschlagene Sandro Heskamp und Thorsten Tönnies, der als Geimpfter nach einem positiven PCR-Coronatest in Quarantäne ist; auch Torjäger Christopher Schepp, Philipp Selke und Nico Gill befinden sich zurzeit in Quarantäne. Henning Rießelmann zeigte sich vor dem Duell dennoch sehr zuversichtlich und ließ mit einem 4-2-3-1-System spielen, in dem Jonas Burke als einzige Spitze auflief.

Erstmals 2G-Regel im Heinz-Dettmer-Stadion

Vor 697 zahlenden Zuschauern, die erstmals nach 2G-Regel Zutritt im Heinz-Dettmer-Stadion fanden, lagen die Lohner im ersten Durchgang auf Siegkurs. Zu Beginn der Partie hatten beide Seiten das Risiko noch gescheut. Spelle, das im Hinspiel 0:2 verloren hatte, stand wie Lohne in der Abwehr sehr sicher. Nach einer Viertelstunde wurde der Gastgeber mutiger, einen Schuss von Niklas Oswald klärte die Speller Hintermannschaft auf der Linie (16.).

Die zweite Torchance brachte dann die Lohner Führung. Eine scharfe Hereingabe von Niklas Oswald konnte Spelles Innenverteidiger Jan-Hubert Elpermann aus kurzer Distanz nur noch ins eigene Tor lenken (27.) Henning Rießelmann hatte gerade sein System etwas offensiver umstellen wollen – das hatte sich mit dem 1:0 erledigt.

Ausgleich fällt aus heiterem Himmel

Lohne blieb auf dem Gaspedal, das 2:0 kam aber nicht, stattdessen fiel aus heiterem Himmel der Ausgleich: Der frühere Dinklager Torjäger Felix Schmiederer legte für seinen vollendenden Kapitän Torben Stegemann mustergültig auf (45.). Nach dem Wechsel hatte Lohne den besseren Start, doch bald kamen beide Seiten zu zwingenden Szenen. Beide drückten auf dem tiefen Rasen auch enorm aufs Tempo und unterhielten die Kulisse nun bestens. BWL, das ab der 80. Minute nach der Gelb-Roten Karte für Felix Oevermann wegen wiederholten Foulspiels in Unterzahl spielte, musste gegen Ende aber auch die Ergebnissicherung ins Visier nehmen. So konnten beide Seiten am Ende mit der Punkteteilung leben.

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