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BW Lohne hat Egestorf im Visier und Emden im Hinterkopf

Für die Oberliga-Fußballer beginnt die Woche der Wahrheit. Trainer Henning Rießelmann hofft auf Fans aus dem ganzen Landkreis. Für sein Team hat er ein spezielles Motto.

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Lohne rückt zusammen: Szene nach dem letzten Heimspiel gegen FT Braunschweig. Am Sonntag kommt Egestorf. Foto: Wenzel

Lohne rückt zusammen: Szene nach dem letzten Heimspiel gegen FT Braunschweig. Am Sonntag kommt Egestorf. Foto: Wenzel

Stell Dir vor, es ist Regionalliga – und alle gehen hin. Dieser abgewandelte Spruch soll demnächst für BW Lohne gelten. Am liebsten auch schon auf der Zielgeraden der laufenden Oberliga-Saison, in der die Fußballer um Henning Rießelmann die drei entscheidenden Spiele in der Aufstiegsrunde jetzt vor Augen haben. Der BWL-Trainer sagt mit Blick auf das Heimduell am Sonntag (15.00 Uhr) gegen Germania Egestorf: „Wir hoffen auf Unterstützung nicht nur aus Lohne, sondern auch aus dem Landkreis Vechta.“

Damit spricht er alle Fans aus der Umgebung an, die BWL den Aufstieg gönnen würden, „um einmal Regionalliga-Fußball im Landkreis Vechta zu erleben“. Er sagt auch: „Wir sind noch weit davon entfernt. Wir haben noch drei superschwere Spiele. Egestorf wird am Sonntag ein 50:50-Spiel.“ Aber die Konstellation, dass ein VEC-Klub jetzt um den Regionalliga-Aufstieg spiele und außerdem noch die Chance auf eine Teilnahme am DFB-Pokal habe, sei ein außergewöhnliches Ereignis, das so in den nächsten Jahren wohl nicht wiederkommen werde, erklärt der Dinklager Rießelmann.

Der Erste steigt auf, der Zweite geht in die Aufstiegsrelegation, in der zwei von vier Teams aufsteigen. Sonntag gegen Egestorf, am Mittwoch gegen Arminia Hannover, am Samstag (vorgezogen) zum SV Ramlingen – und dann ist in der Liga Schluss. Eventuell folgt eine Aufstiegsrelegation mit drei Spielen ab dem 29. Mai, wenn man denn als Zweiter durchs Ziel geht.

Seit dem vergangenen Sonntag hat sich in der Oberliga-Aufstiegsrunde eine neue Lage ergeben. Die erste Lohner Niederlage (0:1 bei Lupo-Martini Wolfsburg) hat den Blau-Weißen noch mal gezeigt, wie eng es ist. Kickers Emden ist nach seinem 3:0 in Ramlingen plötzlich punktgleich und damit zum großen Rivalen geworden. Auch der SC Spelle/Venhaus ist wieder im Rennen, selbst Egestorf und der Heeslinger SC sind noch nicht endgültig weg.

Dennoch ist Rießelmann alles andere als verzagt. „Diese Ausgangsposition hätte ich vorher blind unterschrieben“, sagt der Coach, der mit seinem Team als Tabellenzweiter mit drei Punkten Rückstand auf Egestorf in die Frühjahrsserie gegangen war. Jetzt liegt man sechs Punkte vor dem Sonntagsgegner. „Die Teams auf den ersten fünf Plätzen agieren alle auf Augenhöhe“, sagt Rießelmann, da sei die Tagesform entscheidend.

Tatsache ist auch, dass Lohne und Emden die ersten Anwärter sind. „Emden hat das Momentum auf seiner Seite“, erklärt der Lohner Coach. Am Ende sei es für BWL „kein Beinbruch, wenn es nur der zweite Platz wird“, ergänzt er. Erster könne man nur werden, wenn man am Sonntag gegen Egestorf, das in seinen Aufstiegspartien bisher viel Pech entwickelt hat, gewinne. Das etwas leichtere Restprogramm spricht zurzeit für Emden, das nur noch vier Treffer hinter BWL liegt und schon in der Oberliga-Hauptrunde im Herbst punktgleich hinter den Lohnern als Zweiter ins Ziel kam. Ein Omen?

Keine angenehmen Erinnerungen an das Hinspiel

Klar, so Rießelmann, jeder Trainer behaupte, er schaue nur auf sich, aber es sei doch so, dass alle sehr gut wüssten, was die Konkurrenten so machen. Kickers-Trainer Stefan Emmerling äußerte sich kürzlich zur Lage an der Tabellenspitze so: „Es ist nicht völlig tabu, über die Regionalliga zu sprechen“ – aber natürlich fokussiere man sich auf den nächsten Gegner. Das ist Schlusslicht Arminia Hannover.

Für Lohne ist Germania Egestorf zurzeit das einzige Thema. „Sie haben uns im Hinspiel (2:2) körperlich die Grenzen aufgezeigt“, äußert Henning Rießelmann seinen Respekt vor der Truppe von Trainer Paul Nieber, die vor dem Beginn der Aufstiegsrunde als Favorit gehandelt worden war.

Der Lohner Trainer gibt nach einer ergiebigen Teambesprechung vom Dienstag und zwei folgenden guten Einheiten vor dem Abschlusstraining am Freitag das Motto aus: „Augen zu und durch. Am Sonntag wollen wir gewinnen – egal wie.“ Zum Kader stößt Max Tolischus aus der Reserve als weitere Angriffsoption von der Bank. Und dann braucht BWL die Hilfe der Fans.


Das NFV-Pokalfinale der Lohner gegen den Heeslinger SC am 21. Mai (Samstag) im Hannoveraner Eilenriedestadion wurde für 16.40 Uhr angesetzt. Weitere Details gibt es hier.

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