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BW Lohne beißt sich am TuS Bersenbrück die Zähne aus

Die 0:2-Niederlage trifft die Oberliga-Fußballer hart. Thorsten Tönnies stellte nachher fest: "Ärgerlicher kann man nicht verlieren."

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Kurz vor dem K.o.: Lohnes Innenverteidiger Christian Düker macht im Zweikampf unfreiwillig den Weg für den Bersenbrücker Lars Spit frei, der anschließend eiskalt zum 2:0 vollendet. Foto: Kamper

Kurz vor dem K.o.: Lohnes Innenverteidiger Christian Düker macht im Zweikampf unfreiwillig den Weg für den Bersenbrücker Lars Spit frei, der anschließend eiskalt zum 2:0 vollendet. Foto: Kamper

Eine Halbzeit unter Schnitt gespielt, dann alles rausgehauen – und am Ende mit leeren Händen aus dem Spiel gegangen: BW Lohnes Fußballer haben am Sonntag im Oberliga-Derby beim TuS Bersenbrück mit 0:2 (0:1) verloren. Zur an sich schon bitteren und vermeidbaren Niederlage kommt die Tatsache, dass die Lohner nun beide Spiele gegen den Nachbarn verloren haben, was in der besonderen Frühjahrsrunden-Arithmetik äußerst nachteilig werden könnte: Nämlich dann, wenn beide zusammen in die Aufstiegsrunde gehen und der TuS sechs Punkte aus den Direktduellen mitnimmt – und Lohne keinen. BWL muss nun am kommenden Sonntag daheim gegen den VfL Oldenburg gewinnen, um die eigene Position als Tabellenzweiter zu stärken – und würde damit zugleich auch Bersenbrück unterstützen.

Nach den 90 Minuten im Hasestadion haderten die Lohner mit ihren vergebenen Chancen, sie konnten es eigentlich nicht fassen, auch den dritten von vier Vergleichen in 13 Monaten gegen Bersenbrück verloren zu haben. Co-Trainer Jürgen Westendorf, mit dem spielenden „Co“ Sandro Heskamp für den beruflich verhinderten Trainer Henning Rießelmann einer der „Tageschefs“ im Kollektiv, sagte: „Die erste Halbzeit war nicht gut, da waren wir zu passiv. In der zweiten Hälfte haben wir dann ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Aber am Ende war es auch Pech im Abschluss.“

Thorsten Tönnies, in der Kapitäns-Rotation diesmal mit der Binde, meinte: „Ärgerlicher kann man nicht verlieren. Natürlich hat Bersenbrück kompakt verteidigt. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft.“ Der Bersenbrücker Trainer Farhat Dahech gab nachher zu: „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen. Insgesamt war das Spiel kein Leckerbissen.“

BWL nach Systemumstellung besser im Spiel

Die Partie begann turbulent. Ein frühes Abseitstor vom Bersenbrücker Moritz Waldow sorgte gleich für Aufregung. Anschließend war es ein ausgeglichenes Spiel. Beide Abwehrreihen ließen wenig zu. Relativ unvermittelt markierte dann Patrick Papachristodoulou das 1:0 mit einem unhaltbaren Schuss (31.), der noch den Innenpfosten streifte; zuvor hatte Lohne den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekommen. Auf der Gegenseite strich ein Kopfball von Leonard Bredol aus kürzester Distanz am Tor vorbei (44.). Ansonsten: Die hohen Lohner Bälle waren eine sichere Beute von TuS-Abwehrchef Mark Flottemesch und seinen Gefährten.

BW Lohne stellte nach dem Wechsel auf Dreierkette und eine offensivere Grundausrichtung um. Zeitweise schnürten die Gäste ihren Gegenüber regelrecht am Strafraum ein. Nur der Abschluss fehlte. Die dicksten Möglichkeiten: Eine doppelte Großchance für Malte Wengerowski und Thorsten Tönnies wurde final auf der Linie geklärt (58.), Tönnies' Schuss wehrte BSB-Keeper Nils Böhmann stark ab (81.), Jonas Burkes Kopfball traf die Latte (82.).

Im Gegenzug markierte der eingewechselte Lars Spit nach einem Konter und einem Ausrutscher von Christian Düker frei vor BWL-Keeper Christoph Bollmann das 2:0 (83.). Das war's. Im Jubel-Tumult sah Bersenbrücks Teammanager Max Grimm wegen obszöner Gesten gegenüber den Lohnern noch die Rote Karte. Aber die Punkte blieben in Bersenbrück.

Sandro Heskamp spricht von einem "bitteren Tag" 

Christoph Bollmann, der bis zu seinem Wechsel im vergangene Sommer 14 Jahre in Bersenbrück aktiv war, meinte: „Sie haben eigentlich keine Chance – und gewinnen 2:0. Bersenbrück stand tief, wir haben uns die Zähne an ihnen ausgebissen. Wir hätten, glaub' ich, auch noch 90 Minuten weiterspielen können.“ Sein Teamkollege Sandro Heskamp, ebenfalls ein ehemaliger Bersenbrücker, sprach von einem „bitteren Tag. In der zweiten Halbzeit haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Wir sind vorne angelaufen, das war deutlich besser. Aber wir waren im Abschluss nicht konsequent genug – oder wir haben nicht das nötige Matchglück gehabt.“

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