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BW Lohne baut auf seinen besonderen Atlas-Experten

Der Ex-Delmenhorster Marek Janssen strebt mit seinem neuen Klub am Mittwochabend den ersten Saisonsieg an. Und er warnt vor einer besonderen Stärke der Gäste.

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Er will wieder jubeln – auch nach dem Spiel: Marek Janssen (rechts) feiert hier einen Treffer gegen Phönix Lübeck. Foto: Schikora

Er will wieder jubeln – auch nach dem Spiel: Marek Janssen (rechts) feiert hier einen Treffer gegen Phönix Lübeck. Foto: Schikora

Normalerweise ist die Gegneranalyse eine Sache fürs Trainerteam. Bei BW Lohne dürfte seit Freitagabend aber auch das Wort von Marek Janssen besonderes Gewicht haben, wenn es um den nächsten Gegner geht. Bis zu seinem Wechsel zu BWL im Sommer hatte der bullige und torgefährliche Stürmer drei Jahre lang das Trikot von Atlas Delmenhorst getragen – und am Mittwochabend um 19.30 Uhr ist sein Ex-Klub im Heinz-Dettmer-Stadion zu Gast.

Vor welcher Delmenhorster Stärke würde Marek Janssen also warnen, wenn es darum geht, sich bestens für die Jagd nach dem ersten Sieg der Saison in der Fußball-Regionalliga zu rüsten? „Vor den Kopfbällen von Efkan Erdogan“, antwortet der 25-Jährige, ohne lange zu überlegen. Sein früherer Mitspieler sei zwar nur 1,78 m groß, habe aber „eine enorme Sprungkraft und eine gute Technik“, sagt Janssen.

Der gebürtige Leeraner pflegt noch einen engen Draht zu den Delmenhorstern Tobias Steffen und Oliver Rauh. Letzterer fehlt am Mittwoch wegen seiner Flitterwochen. Bei seiner Hochzeit am vergangenen Wochenende war Janssen dabei – natürlich gab es da auch ein bisschen Trashtalk vor dem anstehenden Duell.

Janssen zum Saisonstart: "Wir können das alle relativ gut einschätzen"

Marek Janssen ist trotz des schwierigen Saisonstarts mit BWL froh über seinen Wechsel – persönlich, aber auch was das Mannschaftsgefüge betrifft. „In Delmenhorst habe ich in 19 Spielen drei Tore gemacht, hier habe ich nach drei Einsätzen schon drei Tore. Das spricht auch noch mal dafür, wie wohl ich mich hier fühle“, erklärt der Angreifer, der zweifelsohne einer der Leistungsträger in Lohne ist.

Die magere Ausbeute von einem Punkt aus vier Spielen – trotz teils starker Leistungen – bereitet Marek Janssen kein Kopfzerbrechen. „Dass es schwer wird, wusste ich. Aber wir waren bis jetzt in jedem Spiel mindestens ebenbürtig, in meinen Augen sogar fast immer besser“, sagt er. Deshalb sei er sich sicher, dass bald auch die Punkte kommen werden. Die derzeitige Gefühlswelt bei BWL kommentiert er so: „Wir können das alle relativ gut einschätzen.“ Nach den bisherigen Niederlagen habe daher auch nicht lange Trübsal geherrscht. „Die Mannschaft ist so intakt – beim nächsten Training ist die Stimmung dann schon wieder gut.“ Insgesamt klingt er gelassen und optimistisch, wenn er auf die weitere Saison blickt.

Die Teamchemie sieht der Neu-Lohner als großen Pluspunkt. Man kann zwischen den Zeilen heraushören, dass BWL hier klare Vorzüge gegenüber Delmenhorst hat. In anderer Hinsicht könnte Atlas einen Vorteil haben: Marek Janssen erzählt, dass es dort neben einigen Studenten auch diverse Spieler gibt, die sich voll auf Fußball konzentrieren – anders als in Lohne. „Wenn bei uns einmal die Woche vormittags Training angeboten wird, schaffen es nur vier Leute. Wenn da einmal die Woche vormittags Training ist, fehlen vielleicht drei Leute“, beschreibt er die Unterschiede.

Janssen, der in Oldenburg im fünften Semester Wirtschaft und Sport auf Berufsschullehramt studiert, hofft, dass er am Mittwoch voll mitwirken kann. Eine Zerrung hatte ihn nach seinem Tor gegen Bremen II (1:2) ausgebremst, danach fehlte er beim 3:3 bei St. Pauli II. Am Freitag kam er dann beim 1:2 gegen Drochtersen/Assel zu einem Kurzeinsatz – und traf. Dem lädierten Oberschenkel ginge es nun „besser“, sagt der Torjäger.

Das hört auch Henning Rießelmann gerne. „Vorne haben wir die Qual der Wahl“, sagt der BWL-Coach. Auch Phil Sarrasch kehrt nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück. Abwehrmann Christian Düker (Rotsperre) muss noch einmal pausieren. „Wir wollen mit allen Mitteln versuchen, das Spiel zu gewinnen“, so Rießelmann, der Atlas „ein bisschen im Höhenflug“ sieht.

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