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BV Kneheim: Ende der Krise nicht in Sicht

Um einen Notvorstand zu vermeiden, bleiben Jörg Imbusch und Klaus Grever kommissarisch für vier Wochen im Amt. Sportlich und finanziell läuft es beim Verein dagegen rund.

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Kein Durchbruch: Ein neues Vorstandsgremium konnte in der Mitgliederversammlung nicht gebildet werden.Foto: Landwehr

Kein Durchbruch: Ein neues Vorstandsgremium konnte in der Mitgliederversammlung nicht gebildet werden.Foto: Landwehr

So dramatisch war es beim BV Kneheim in den rund 50 Jahren seines Bestehens eher selten. Auf der Generalversammlung im Pfarrheim traten alle Mitglieder des Vorstandes nicht zu einer Neuwahl an oder erklärten ihren Rücktritt trotz laufender Amtszeit. Der bisherige Vorsitzende Jörg Imbusch und Kassenwart Klaus Grever erklärten sich bereit, für vier Wochen den kommissarischen Vorstand zu bilden in der Hoffnung, dass in dieser Zeit ein Vorsitzender gefunden wird, damit kein Notvorstand eingesetzt werden muss.

Anfang Oktober 2019 wurde die Abteilungsleiterrunde informiert, dass der Vorstand zurücktritt. Auch der Ehrenrat war einbezogen. „Nach vielen langen Gesprächen haben wir acht Männer und Frauen gefunden, die im Vorstand mitarbeiten wollen“, erinnnerte Ex-Vorsitzender und Ehrenratsmitglied Horst Lüske den über 70 anwesenden Vereinsmitgliedern. Einzige Bedingung sei gewesen, dass ein Vorsitzender gefunden werde. Das war dem Ehrenrat allerdings bis zur Generalversammlung nicht gelungen.

Aus dem bisherigen Vorstand hatte sich lediglich Schriftführer Andreas Bramlage bereiterklärt, im neuen Gremium mitzuarbeiten. Die anderen Mitglieder mochten nicht weiterarbeiten, weil die Amtszeit abgelaufen war oder weil sie persönliche Gründe anführen konnten. Auch atmosphärische Störungen innerhalb des Vorstands sollen eine Rolle gespielt haben.

Ansonsten fährt der Verein im erfolgreichen Fahrwasser: Alle Abteilungen vermelden positive sportliche Ergebnisse, eine funktionierende Arbeit und ein gesundes finanzielles Polster. Auch der Gesamtverein schrieb im letzten Jahr schwarze Zahlen. Die Sanierung des Umkleidegebäudes am Kirchweg ist fast abgeschlossen.

Die Abteilung Tanz mit über 70 Aktiven lädt am 8. März in der Sporthalle Lastrup zum Tanztreff ein. Erstmalig nimmt auch Akteure mit Handicap der Cloppenburger Tanzschule „El Nur“ teil. Auch die Leistungen der Fußballer können sich sehen lassen. Die 1. Herrenmannschaft belegt aktuell Platz sechs in der 1. Kreisklasse– „Nach schwachem Start haben wir eine Serie hingelegt“, berichtete Trainer Georg Ostendorf. In der 2. Herrenmannschaft, die ebenfalls auf Platz sechs in der 3. Kreisklasse rangiert, konnten schon 29 Spieler eingesetzt werden. „Man sieht bei jedem Training neue Gesichter“, so Trainer Marius Nordmann.

Die Altherren feiern 2020 ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Event und allen Ehemaligen. Auch sportlich lief es gut, war man doch für die Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert. Die Tennis-Abteilung ist in der Region führend in der Förderung der Jugendarbeit. Das zahlt sich auch bei den Erwachsenen aus, fünf Mannschaften nehmen im Sommer an den Punktspielen teil.

Unter den Schiedsrichtern finden sich auch zwei Jungschiedsrichter. Was bei einem Schülerspiel, das von einem 14-jährigen Jungschiedsrichter geleitet werde, auf einigen Plätzen und von Eltern und Betreuern abginge, „das ist so etwas von grenzwertig, das geht gar nicht“, beklagte Schiedsrichterobmann Thomas Grünloh. Wenn der junge Unparteiische keine erwachsene Betreuung mitnehme, ginge er weinend vom Platz. richtet er seinen Ärger gegen einige Betreuer und Spielereltern.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden Mario Müller und Armin Kalvelage zu neuen Kassenprüfern für die ausscheidenden Daniel Niehaus und Johannes Osterkamp. Andre Vaske und Felix Gerst bleiben im Festausschuss und den Ehrenrat bilden Horst Lüske, Ottmar Wolke und Matthias Niemann.

Vorsitzender Imbusch erläuterte dann die Planungen für das neue Vereinsheim auf dem Gelände des BVK. Das Gebäude wird rund 256 Quadratmeter Nutzfläche aufweisen, die sich auf Vereinsraum, Küche, Büro, Sanitätsraum, Schiedsrichter-Umkleide, vier Umkleideräume und einen Geräteraum verteilen. Im Obergeschoss gibt es neben einem Trainings- und Stauraum. Die vorläufige Kostenschätzung beläuft sich auf rund 480000 Euro. Für dem Eigenanteil gab es den Vorschlag, Pflicht-Arbeitsstunden für alle Mitglieder anzudenken. Konkrete Beschlüsse sollen mit dem neuen Vorstand abgestimmt werden.

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