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BV Garrel mit punktuell verstärktem Kader

Die Handballfrauen nehmen den nächsten Anlauf in der 3. Liga. Lisa-Marie Fragge vom VfL Oldenburg ist der Toptransfer.

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BV Garrel: (stehend von links) Torwarttrainerin Alexandra Kettmann, Trainer Peter Kalafut, Kim Schilling, Julia Schwarte, Lara-Sophie Meyer, Katarzyna Kolodziejska, Sophie Solomachin, Lisa-Marie Fragge, Isabel Gerken, Melanie Fragge, Robyn Rußler, Lisa Noack, Betreuerin Stefanie Jandt, Athletiktrainerin Sarah Weiland, Physiotherapeut Johannes Weidemeier, (knieend von links) Johanne Fette, Ann-Kathrin Frangen, Larissa Gärdes, Clara Fette, Julia Thoben-Göken, Kaya Schilling, Lotta Stolle. Foto: Langosch

BV Garrel: (stehend von links) Torwarttrainerin Alexandra Kettmann, Trainer Peter Kalafut, Kim Schilling, Julia Schwarte, Lara-Sophie Meyer, Katarzyna Kolodziejska, Sophie Solomachin, Lisa-Marie Fragge, Isabel Gerken, Melanie Fragge, Robyn Rußler, Lisa Noack, Betreuerin Stefanie Jandt, Athletiktrainerin Sarah Weiland, Physiotherapeut Johannes Weidemeier, (knieend von links) Johanne Fette, Ann-Kathrin Frangen, Larissa Gärdes, Clara Fette, Julia Thoben-Göken, Kaya Schilling, Lotta Stolle. Foto: Langosch

Zweiter Anlauf für die Handballerinnen des BV Garrel in der 3. Liga. Nachdem die Saison 2020/2021 nach nur zwei Spieltagen coronabedingt ihr abruptes Ende fand, starten die BVG-Frauen nun in die Saison 2021/22.

Im „Drumherum“ hat sich etwas geändert: Statt in der Gruppe Nord-West spielen die Garrelerinnen nun in der Staffel A. Die Gegner werden teilweise andere. Während in der vorigen Runde Touren ins Ruhrgebiet und nach Hannover angestanden hätten, kommt ein Teil der Rivalen nun aus Hamburg „und umzu“ sowie aus Schleswig-Holstein. Positiv für den BVG ist aber, dass die Derbys gegen die SFN Vechta, den VfL Oldenburg II und Werder Bremen II erhalten bleiben. Außerdem wurde erfreulicherweise der TV Oyten der Staffel A zugeschlagen, eine kurze Auswärtstour mehr.

Auf der Trainerposition folgt Peter Kalafut auf Renee Verschuren

Der BV Garrel geht mit einigen Erwartungen in die neue Spielzeit – und das völlig zu Recht. Der neue Coach, Peter Kalafut, beerbt Renee Verschuren, die nach drei Jahren in Garrel gegangen ist und beim SV Werder Bremen anheuerte. Als Trainerin der dortigen Zweiten trifft sie in der 3. Liga auf ihr altes Team.

Kalafut übernimmt ein eingespieltes Team, denn Abgänge von Spielerinnen gibt es nicht, wenn man von Stefanie Jandt absieht. Allerdings war die Torfrau nach Kreuzbandriss lange ausgefallen und kam kaum noch zu Einsätzen. Jandt bleibt dem BVG indes als Betreuerin erhalten.

Auf der anderen Seite hat Garrel seinen Kader zwar nur punktuell, aber dafür sehr hochkarätig ergänzt. Der Toptransfer ist fraglos Lisa-Marie Fragge, die nach sechs Jahren beim VfL Oldenburg (davon vier im Team der 1. Bundesliga) zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt ist. Gerade von ihrer Abwehrstärke versprechen sich die Garrelerinnen einiges, aber auch in der Offensive wird die 21-Jährige eine Bereicherung sein. Trainer Kalafut rechnet damit, dass sie sich häufiger einer Extrabewachung „erfreuen“ darf und stellt sein Team darauf ein, bei kurzen Deckungen gegen Fragge passend zu reagieren.

Toptransfer: Lisa-Marie Fragge (rechts) kam vom VfL Oldenburg. Foto: LangoschToptransfer: Lisa-Marie Fragge (rechts) kam vom VfL Oldenburg. Foto: Langosch

Dazu gesellt sich eine weitere Rückkehrerin. Lisa Noacks Intermezzo bei den SFN Vechta endet nach nur einem Jahr, in dem sie wegen Corona für die Sportfreunde Niedersachsen kaum zum Zug kam. Die Linkshänderin verstärkt den ohnedies durchschlagskräftigen Rückraum zusätzlich. Eingewöhnungsprobleme dürfte Noack ob ihrer BVG-Vergangenheit zudem nicht haben, die sportliche Qualität ist unstreitig – ein prima Transfer für den BVG. „Lisa und Lisa-Marie sind fraglos Verstärkungen“, sagt Kalafut.

Neuzugang Nummer drei ist Larissa Gärdes. Die Torhüterin von Bremen II wechselt nach vier Jahren bei Werder nach Garrel. Somit komplettiert die 19-Jährige das Trio zwischen den Pfosten, das von Torwarttrainerin Alexandra Kettmann betreut wird. Mit 18 Spielerinnen haben die Garreler Verantwortlichen einen Kader von optimaler Größe zusammengestellt. „Ich habe mit Julia Thoben-Göken, Larissa Gärdes und Clara Fette ein gutes Trio beisammen, wobei Clara, die nun erst in ihr erstes A-Jugendjahr geht, wegen ihres Alters eher als Nummer drei zu sehen ist“, sagt Kalafut.

  • Abgänge: Stefanie Jandt (Karriereende, nun Betreuerin), Renee Verschuren (Trainerin Werder II).
  • Zugänge: Peter Kalafut (Trainer, nach Pause); Lisa-Marie Fragge (VfL Oldenburg), Lisa Noack (SFN Vechta), Larissa Gärdes (Werder Bremen II).

Dazu kommt ein starkes Team hinter dem Team. Neben Peter Kalafut, Steffi Jandt und Alexandra Kettmann kümmern sich Exspielerin Sarah Weiland als Athletiktrainerin und Johannes Weidemeier als Physiotherapeut um das BVG-Ensemble.

Die Trainingsgruppe Tor: Alexandra Kettmann (rechts) coacht die drei Garreler Keeperinnen Clara Fette (von links), Larissa Gärdes und Julia Thoben-Göken. Foto: LangoschDie Trainingsgruppe Tor: Alexandra Kettmann (rechts) coacht die drei Garreler Keeperinnen Clara Fette (von links), Larissa Gärdes und Julia Thoben-Göken. Foto: Langosch

Coach Kalafut hat den Garrelerinnen eine intensive Vorbereitung „spendiert“. Gerade nach der langen Coronapause war die Beanspruchung nach dem Wiedereinstieg besonders hoch. Zum Ende der Vorbereitung fiel daher das eine oder andere Testspiel aus, um die Belastung nicht zu groß werden zu lassen. „Ich musste auch im Training das Pensum etwas zurückschrauben, man hat die lange Coronapause gemerkt Daher sind wir von der Athletik her noch nicht da, wo ich die Mannschaft gerne hätte. Ansonsten aber bin ich mit der Vorbereitung sehr zufrieden“, bilanziert Kalafut.


  • Kader Tor: Julia Thoben-Göken, Larissa Gärdes, Clara Fette.
  • Kader Feld: Isabel Gerken, Lara-Sophie Meyer, Dina Reinold, Kaya Schilling, Kim Schilling, Johanne Fette, Lisa-Marie Fragge, Melanie Fragge, Sophie Solomachin, Robyn Rußler, Lisa Noack, Katarzyna Kolodziejska, Ann-Kathrin Frangen, Lotta Stolle, Julia Schwarte.
  • Trainerteam: Trainer Peter Kalafut, TW-Trainerin Alexandra Kettmann, Athletiktrainerin Sarah Weiland, Betreuerin Stefanie Jandt, Physiotherapeut Johannes Weidemeier.
  • Saisonziel: Nichts mit der Abstiegsrunde zu tun haben.
  • Meistertipp: SV Henstedt-Ulzburg.

Was können die Handballfans vom BV Garrel in der 3. Liga erwarten? Das eigene Saisonziel umschreibt der BVG mit „Nichts mit der Abstiegsrunde zu tun haben“. Das heißt übersetzt: Ein Platz unter den ersten sechs darf es schon sein. Denn die Abstiegsregelung hat es in sich. Von den 70 Mannschaften, die in den sechs Staffel der 3. Liga Frauen antreten, müssen nicht weniger als 22 runter. Dafür wird nach der „normalen“ Serie mit Hin- und Rückrunde ein Schnitt gemacht. Die Teams von Platz sieben an abwärts gehen in besagte Abstiegsrunde und nur zwölf der 34 Klubs entgehen dem Gang in die Oberliga.

Also ist man gut beraten, sich aus diesem Vabanque-Spiel herauszuhalten. Dafür hat der BVG allemal das Potenzial. Die Mannschaft ist eingespielt, die Altersstruktur und Mischung im Kader passt. Außerdem sind die Zugänge echte Verstärkungen. Etwas schwer einzuschätzen ist das Leistungsvermögen der Konkurrenz. Bei Vechta, Oldenburg II, Werder II und Oyten wissen die Garrelerinnen zwar, was auf sie zukommt, aber die übrigen Gegner sind weitgehend unbekannt. Immerhin aber haben sie – mit Ausnahme der HSG Mönkeberg-Schönkirchen und dem SC Alstertal-Langenhorn – schon vor Corona in der 3. Liga gespielt.


Fakten: 

  • In der Saison 2021/22 nehmen 70 Mannschaften teil, die drei Aufsteiger und 22 Absteiger ausspielen.
  • Der Modus sieht ein zweistufiges System vor. Die Vorrunde wird in insgesamt sechs Gruppen mit Hin- und Rückrunde gespielt - zwei Staffeln à elf und vier Staffeln à zwölf Mannschaften.
  • Die erst- und zweitplatzierten Teams jeder Staffel ziehen in die Aufstiegsrunde ein; sofern eine nicht aufstiegsberechtigte Mannschaft Platz 1 oder 2 belegt, kann Platz 3 dieser Staffel an der Aufstiegsrunde teilnehmen. Die Aufstiegsrunde wird in zwei Gruppen à sieben Mannschaften ausgespielt. Platz 1 und 2 der beiden Gruppen spielen überkreuz die beiden Aufsteiger aus.
  • Um den Klassenverbleib kämpfen die Teams auf den Plätzen 7 bis 11, beziehungsweise 12 jeder Vorrundenstaffel.
  • Es werden sechs Gruppen (vier à sechs und zwei à fünf Mannschaften) gebildet. Die gegen einen direkten Konkurrenten erzielten Punkte werden mitgenommen. Die drei letztplatzierten Mannschaften jeder Staffel steigen ab. Dazu kommen die vier Schlechtesten der sechs Viertletzten.

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