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Brisantes Duell im Tabellenkeller: Rasta Vechta gastiert in Schwenningen

Der heimische Basketball-Zweitligist kämpft um den Klassenerhalt in der ProA. Lesen Sie hier, was Rückkehrer Sa'eed Nelson über sein Comeback und die nächste Aufgabe sagt.

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Warten auf den Einsatz: Rastas Bank am vergangenen Sonntag beim ProA-Spiel in Leverkusen. Foto: Fleschenberg

Warten auf den Einsatz: Rastas Bank am vergangenen Sonntag beim ProA-Spiel in Leverkusen. Foto: Fleschenberg

Am Morgen danach gab's schwere Beine, aber das nahm Sa'eed Nelson gerne in Kauf. „Es war schön, wieder auf dem Feld zu sein“, erklärt der Spielmacher des Basketball-Zweitligisten Rasta Vechta beim Blick zurück auf sein ersehntes Comeback. Der 23 Jahre alte US-Guard, der Ende Dezember als neuer Hoffnungsträger für Rastas Spielaufbau verpflichtet worden war, hatte am vergangenen Sonntag bei der 80:93-Niederlage nach Verlängerung bei den Bayer Giants Leverkusen erstmals seit dem 2. Januar wieder auf dem ProA-Parkett gestanden – und das dann gleich über 38:34 Minuten.

Mit 19 Punkten war Nelson prompt Topscorer seines Teams. Viel wichtiger war für Coach Vladimir Lucic aber die Tatsache, dass sein Point Guard Nummer eins problemlos über die XXL-Distanz gehen konnte – das macht Mut für den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga ProA. Nelson, der sich zuletzt mit hartnäckigen Oberschenkelproblemen herumgeplagt und sechs Partien in Folge verpasst hatte, freut sich ebenfalls darüber, wieder wettkampftauglich zu sein. „Es ist ja lange her, dass ich so lange gespielt habe“, sagt er.

In der Tat. Für Rasta hatte er zuvor nur zwei Kurzeinsätze ohne Punkte gegen Itzehoe (4:57 Minuten) und in Jena (3:05). Und in seinen 32 Partien für die Academics Heidelberg, mit denen er in der vergangenen Saison Meister in der ProA geworden war, kam Nelson zwar auf 24:19 Minuten im Schnitt, die jüngste Spielzeit in Leverkusen erreichte er aber nur einmal annähernd (36:10). Am College war das noch anders. Für die American University in Washington kam er in 118 NCAA-Partien auf einen Schnitt von 36:54 Minuten.

Für Rasta ist es der längste Auswärtstrip der Saison

Zurück in die Gegenwart, zurück in den ProA-Abstiegskampf: Am Samstagabend gastiert Rasta bei den Panthers Schwenningen. Das Nachholspiel in der Sporthalle am Deutenberg in Villingen-Schwenningen, das durch die coronabedingte Absage vom 22. Januar nötig geworden ist, beginnt um 19.00 Uhr.

Es ist für Rasta Vechta nicht nur der längste Auswärtstrip der Saison, sondern auch eine richtungweisende Partie. Hier Platz 13, dort Rang 14, beide Teams nur durch zwei Punkte getrennt – eine brisante Konstellation im Tabellenkeller. „Es ist ein wichtiges Spiel“, sagt Nelson ganz treffend und verspricht: „Wir werden bereit sein.“ Das Leverkusen-Spiel lässt ihn optimistisch nach vorne blicken. Mit Ausnahme der Verlängerung, in der Rasta kollektiv in die Knie ging, sei es „ein Schritt nach vorne“ gewesen, so Nelson, „ein Schritt in die richtige Richtung“. In der Tabelle ging's aber nicht voran, und von hinten erhöhen die Artland Dragons, die am Samstag in Paderborn gastieren, den Druck.

Das Hinspiel gegen Schwenningen verlor Rasta mit 78:79 – übrigens auch nach Verlängerung und nach dem Verspielen einer 68:61-Führung in den letzten 87 Sekunden der regulären Spielzeit. Ob Josh Young die Tour in den baden-württembergischen Kreis Schwarzwald-Baar mitmacht, ist noch offen. Nach überstandener Corona-Infektion konnte sich der Kapitän freitesten, die Ergebnisse des Medizinchecks, die über die Sinnhaftigkeit eines Einsatzes entscheiden, stehen aber noch aus.

Schwenningen hat unterdessen am Mittwoch sein erstes von vier Corona-Nachholspielen absolviert. Bei Phoenix Hagen gab es eine bittere 91:94-Niederlage. Die Panthers, die selbst von „Playoff-Ambitionen“ sprechen, gewannen die ersten drei Viertel (26:24, 24:20, 24:22), verspielten dann allerdings im Schlussviertel (17:28) den vierten Erfolg in Serie.

Schwenningen hatte zuvor in Paderborn (111:104), Tübingen (91:82) und Nürnberg (88:85) drei Teams besiegt, die aktuell auf einem Playoff-Rang liegen. In Hagen war Raiquan Clark mit 21 Punkten der Topscorer der Panthers, gefolgt von Waverly Austin (19). Apropos Clark: Der Power Forward, der zuletzt zwischenzeitlich aus privaten Gründen in die USA gereist war und gegen Nürnberg nicht im Kader stand, ist mit 19,4 Punkten im Schnitt der drittbeste Scorer der ProA. Und sein Kollege David Cohn ist mit 9,7 Assists pro Partie der beste Vorlagengeber der Liga.

In Schwenningen sind 900 Fans zugelassen (3G-Regel). Und es ist „Fasnet“, die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Wer verkleidet in die Halle kommt, erhält beim Kauf einer Karte an der Abendkasse 30 Prozent Rabatt.

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