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Blancke schürt Konkurrenzkampf

Der SV Bevern geht mit einem kleinen, aber feinen Kader in die Saison. Ziel des Fußball-Landesligisten ist das Erreichen der Aufstiegsrunde.

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Neuzugang: Tim Kröger wechselte vom TV Dinklage zum SV Bevern und kämpft nach dem Ausfall von Till Puncak mit Tobias Brengelmann um die vorläufige Nummer eins. Foto: Wulfers

Neuzugang: Tim Kröger wechselte vom TV Dinklage zum SV Bevern und kämpft nach dem Ausfall von Till Puncak mit Tobias Brengelmann um die vorläufige Nummer eins. Foto: Wulfers

Qualitativ zählt Beverns Kader sicher zu den besseren der Liga. Quantitativ ist auf den ersten Blick mit 17 Feldspielern und drei Torhütern ebenfalls alles im Lot. Allerdings: Bei genauerer Betrachtung könnte die Kadergröße zur großen Achillesferse werden.

Grund: Torhüter Till Puncak laboriert an einem Bandscheibenvorfall. Wann die etatmäßige Nummer eins wieder ins Tor zurückkehrt, ungewiss. Schlimmer noch hat es Louis Koopmann erwischt. Der Youngster leidet an einem Knorpelschaden im Knie, sodass für ihn ambitionierter Leistungsfußball – vorerst – kein Thema ist.

Grund genug für die Beverner Verantwortlichen; auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Mit Torhüter Tim Kröger und Offensivakteur Rami Kanjo wurden eiligst zumindest zwei Baustellen geschlossen. Joshua König, Efti Stoimenou und Luca Luniku standen schon vorher als Neuzugänge fest. "Wir müssen mindestens noch einen weiteren Feldspieler holen. So ist der Kader zu knapp bemessen, da darf uns gar nichts passieren", sagt Olaf Blancke, der in seine 2. Saison beim SVB geht.


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Schmerzlich vermisst der Coach bei den Abgängen vor allem Christian Düker, den es zum Oberligisten Blau-Weiß Lohne zog. "Der Verlust tut uns richtig weh, denn Christian war beim SV Bevern ein absoluter Ausnahmespieler." Die weiteren Abgänge Tobias und Henning gr. Macke halten als Beverner Urgesteine dem Verein natürlich die Treue und wären wohl auch bei Bedarf bereit, im Landesligateam auszuhelfen.

Von den Qualitäten der Neuen ist Blancke überzeugt. Der vom TV Dinklage gekommene Tim Kröger kämpft mit Tobias Brengelmann um die vorläufige Nummer eins. "Kröger geht ohne Angst aus dem Tor heraus und macht auch mit dem Ball am Fuß einen ordentlichen Eindruck. Wer in den Punktspielen die Nummer eins sein wird; ist offen. Bei mir fängt jeder bei Null an."

Auch bei den Neuen im Feld sieht Blancke Qualität. "Joshua König ist noch jung, verfügt aber bereits über Oberligaerfahrung. Efti Stoimenou ist ein alter Bekannter und in der Defensive überall einsetzbar. Rami Kanjo wird uns in der Offensive verstärken, Luca Luniku muss sich nach seinem Kreuzbandriss noch an die Stammelf rankämpfen. Beide kenne ich noch aus meiner Cloppenburger Zeit."

SV Bevern. Oben von links: Mark Övermöhle, Leon Neldner, Kristen Bramscher, Matthis Hennig, Joshua König, Louis Koopmann, Cotrainer Peter Hölzen, Trainer Olaf Blancke. Mitte von links: Physiotherapeutin Kerstin Hoppe, Torwarttrainer Heinrich Möller, Efti Stoimenou, Nico Thoben, Julius Liegmann, Sebastian Sander, Paul Tepe, Sascha Thale. Unten von links: Rami Kanjo, Maximilian Hoffmann, Till Puncak, Tobias Brengelmann, Tim Kröger, Albi Dosti, Bernd Gerdes. Foto: WulfersSV Bevern. Oben von links: Mark Övermöhle, Leon Neldner, Kristen Bramscher, Matthis Hennig, Joshua König, Louis Koopmann, Cotrainer Peter Hölzen, Trainer Olaf Blancke. Mitte von links: Physiotherapeutin Kerstin Hoppe, Torwarttrainer Heinrich Möller, Efti Stoimenou, Nico Thoben, Julius Liegmann, Sebastian Sander, Paul Tepe, Sascha Thale. Unten von links: Rami Kanjo, Maximilian Hoffmann, Till Puncak, Tobias Brengelmann, Tim Kröger, Albi Dosti, Bernd Gerdes. Foto: Wulfers

Auf ein starres Spielsystem mag sich Blancke nicht festlegen, bevorzugt allerdings ein offensiv ausgerichtetes 3-2-4-1-System.

In der Dreier-Abwehrkette ist Matthis Hennig gesetzt. Der Youngster scheint durchaus in der Lage, die entstandene Lücke von Christian Düker als Abwehrchef zu kompensieren. Ihm zur Seite stehen Jannis Wichmann, Maximilian Hoffmann, Efti Stoimenou oder Joshua König.

Auf der Sechserposition sind Nico Thoben und Kristen Bramscher erste Wahl, Alternative wäre Neuzugang Luca Luniku. Mit Paul Tepe, Bernd Gerdes, Rami Kanjo, Sascha Thale, Leon Neldner und Albi Dosti kämpfen sechs Akteure um vier zu vergebende Plätze.

In vorderster Front geht an Sebastian Sander kein Weg vorbei. Der Goalgetter bewies seit seinem Wechsel vom SV Emstek zum SVB (2014) kontinuierlich seine Torjägerqualitäten. Eine Trefferquote im zweistelligen Bereich ist für "Sebi" in jeder Saison zur Normalität geworden. Ebenfalls aufs Toreschießen versteht sich Julius Liegmann, der nicht nur als Joker, sondern auch in der Startformation zum Einsatz kommen könnte.

Blancke fordert einiges von seinen Akteuren

Blancke ist sich der Erwartungshaltung im mitunter arg kritischen Beverner Umfeld durchaus bewusst und fordert folglich einiges von seinen Akteuren. "Wir spielen in der Landesliga. Das ist die 1. Liga, in der es richtig um Leistung geht." So ist der Coach heilfroh über die durch die Neuverpflichtungen vorhandenen Alternativen im Kader. "Es wurde höchste Zeit, dass sich nicht alle zu sicher sein können. Jetzt ist der Konkurrenzkampf eröffnet."

Dass seine Mannschaft in der Lage ist, die gesteckten Ziele zu erreichen, davon ist der Trainer überzeugt. "Wir haben grundsätzlich das Potenzial, jedes Spiel zu gewinnen."

MT-Prognose: Der SV Bevern verfügt allemal über die Qualität, einen der ersten vier Plätze zu belegen und die Aufstiegsrunde zu erreichen. Das große Manko bleibt der (zu) kleine Kader. Bleiben Ausfälle wegen Sperren und/oder Verletzungen im erträglichen Rahmen, spielt der SVB ganz oben mit und belegt Rang 3.


Der Kader: 

  • Abgänge: Christian Düker (BW Lohne), Tobias große Macke (SV Bevern II), Henning große Macke (SV Bevern II), Lennart Schulte (FC Lastrup).
  • Zugänge: Tim Kröger (TV Dinklage), Luca Luniku (BV Cloppenburg), Joshua König (SV Bad Rothenfelde), Efthimios Stoimenou (SV Holdorf), Rami Kanjo (SF Lotte).
  • Tor: Till Puncak, Tim Kröger, Tobias Brengelmann.
  • Abwehr: Matthis Hennig, Maximilian Hoffmann, Louis Koopmann, Efthimios Stoimenou, Jannis Wichmann.
  • Mittelfeld: Kristen Bramscher, Albi Dosti, Bernd Gerdes, Leon Neldner, Joshua König, Luca Luniku, Paul Tepe, Nico Thoben, Rami Kanjo.
  • Angriff: Julius Liegmann, Sebastian Sander, Sascha Thale.
  • Trainer: Olaf Blancke.
  • Cotrainer: Peter Hölzen.
  • Torwarttrainer: Heinrich Möller.
  • Physiotherapeutin: Kerstin Hoppe.
  • Betreuer: Mark Övermöhle.
  • Saisonziel: Meisterrunde.
  • Meistertipp: SC Melle, SV Holthausen Biene, Hansa Friesoythe, WSC Frisia Wilhelmshaven.

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