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„Big Edi“ bricht sich bei K.o.-Sieg die Mittelhand

Erdogan Kadrija (34) aus Lindern feierte bei der "Boxen im Norden-Gala" in Hamburg einen kuriosen Erfolg gegen Leon Pech aus Berlin. Sein 21. Profikampf dauerte nicht allzu lange.

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Boxen: Boxen im Norden, Hamburg, 03.10.2021
Erdogan Edi Kadrija (GER) - Leon Pech (GER)
© Torsten Helmke

Boxen: Boxen im Norden, Hamburg, 03.10.2021 Erdogan Edi Kadrija (GER) - Leon Pech (GER) © Torsten Helmke

Gerade einmal 30 Sekunden waren beim Kampf zwischen Erdogan Kadrija und Leon Pech absolviert, als sich viele der knapp 800 Zuschauer von ihren Plätzen erhoben und ein deutlich hörbares Raunen durchs Publikum ging. Bei der „Boxen im Norden“-Gala im legendären Hamburger Musikclub „Große Freiheit 36“ schickte „Big Edi“ – ein 34 Jahre alter Profi aus Lindern – seinen Gegner aus Berlin am Sonntag mit einem Volltreffer an den Kopf auf die Bretter. Das Duell im Cruisergewicht war vorbei, obwohl es eben erst begonnen hatte.

Doch noch während Erdogan Kadrija im Ring sein Sieger-Interview gab, spürte er, dass irgendetwas nicht stimmt. Seine rechte Hand schmerzte stark. „Ich bin danach direkt ins Krankenhaus nach Altona gefahren und wurde geröntgt“, sagt er. Die Diagnose: ein glatter Bruch der Mittelhand. Er bekam sofort einen Gips verpasst. Der harte Schlag knockte also nicht nur den Profi-Debütanten Leon Pech aus, sondern hinterließ auch bei Kadrija selbst Spuren. „Ich werde innerhalb der nächsten zehn Tage im Bundeswehrkrankenhaus in Westerstede operiert und muss eine Pause von vier bis sechs Wochen einlegen“, so der gebürtige Kosovo-Albaner.

Trotz der Verletzung überwog bei „Big Edi“ nach dem Duell die Freude über seinen 17. Sieg im 21. Profikampf. „Als Boxer willst du das Ding immer so schnell wie möglich für dich entscheiden. Dass ich mir die Hand gebrochen habe, ist zwar bitter, aber ich komme zurück. So etwas habe ich jedenfalls noch nicht erlebt“, sagt Kadrija. „Ich bin froh, dass er nach dem Schlag nicht wiedergekommen ist. Mit einer gebrochenen Hand weiterzuboxen, wäre wohl schwierig geworden“, sagt der Boxer mit einem Augenzwinkern.

Schon wieder optimistisch: Erdogan Kadrija. Foto: ©KadrijaSchon wieder optimistisch: Erdogan Kadrija. Foto: ©Kadrija

Auch wenn Erdogan Kadrija nur kurz im Ring stand, genoss er die Atmosphäre in der „Großen Freiheit 36“ – insgesamt wurden dort acht Kämpfe ausgetragen – in vollen Zügen. „Viele Hamburger Boxfans kennen mich mittlerweile, das habe ich wieder gemerkt. Ich bin froh und stolz, dass ich auf so einer großen Bühne mein Können zeigen und ein Statement setzen konnte“, sagt er.

Wenn der Mittelhandbruch in einigen Wochen verheilt ist, will Erdogan Kadrija so schnell wie möglich in den Ring zurückkehren und Profisieg Nummer 22 ins Visier nehmen. Gerne erneut durch K.o., dann aber ohne einen anschließenden Besuch im Krankenhaus.

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