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Bezirkspokal-Halbfinale: Amasyaspor Lohne schaltet in den Eintracht-Modus

Die Lohner Fußballer träumen vom Endspiel. Am Mittwoch kommt der TV Bunde – und der durfte zuletzt schon ordentlich feiern.

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In freudiger Erwartung: Die Lohner Dennis Bart, Firat Tarti und Sebastian Streich (von links). Foto: Schikora

In freudiger Erwartung: Die Lohner Dennis Bart, Firat Tarti und Sebastian Streich (von links). Foto: Schikora

Eine Lohner Pokalparty – die Amasyaspor-Gemeinschaft hat am vergangenen Wochenende mitbekommen, wie man eine solche Feier gestalten kann. Weiland dominierten die Farben Blau und Weiß, am Mittwoch soll es einen gelb-schwarzen Jubelrausch geben. Zwar kann Amasyaspor anders als der große Nachbar und Niedersachsenpokalsieger BWL noch nicht die Trophäe gewinnen, aber allein das Erreichen des Bezirkspokalfinales würde die Bezirksliga-Fußballer in Ekstase versetzen. So wie es auch der Halbfinaleinzug in Neuenhaus vor etwas über einem Monat getan hat. Damals feierten 100 Lohner Fans an der holländischen Grenze mit. Jetzt sollen es noch mehr werden, denn in der Vorschlussrunde trifft Amasyaspor am Mittwoch (19.30 Uhr) zu Hause auf den TV Bunde aus Ostfriesland.

In Lohne gilt das Motto: Die Gedanken sind frei. „Träumen darf man ja“, kommentiert Amasyaspors Trainer Thomas Schmunkamp das Kopfkino eines möglichen Pokaltriumphes. Er fügt hinzu: „Für den Verein ist das in diesem Wettbewerb schon jetzt der größte Erfolg.“ Nach dem Sieg im Elfmeterschießen beim Kreisligisten Borussia Neuenhaus könne es jetzt nur noch das Ziel geben, ins Endspiel (11. Juni) einzuziehen. Das wäre dann „ein Riesending“.

Die Pokal-Feierlichkeiten des großen Nachbarn sind Amasya natürlich nicht entgangen. „Blau-Weiß hat vorgemacht, wie es gehen kann“, so Schmunkamp. „Ob wir auch so feiern können, weiß ich gar nicht.“ Aber man würde natürlich gerne in die Versuchung kommen. Für alle Spieler außer Alper Yilmaz (2018) wäre es der erste Bezirkspokalsieg. Thomas Schmunkamp hat die Trophäe als Spieler 2000 und 2001 mit dem VfL Oythe sowie als BWL-Trainer 2018 geholt.

Bunde künftig in der Landesliga

Mit dem TV Bunde kommt am Mittwoch eine Mannschaft ins Amasyaspor-Stadion, die noch völlig euphorisiert sein dürfte: Am vergangenen Samstag hat das Team mit einem 3:1-Sieg im letzten Saisonspiel beim direkten Konkurrenten TuS Strudden die Meisterschaft in der Bezirksliga I und den Aufstieg in die Landesliga Weser-Ems klargemacht. Der Klub wird damit im Sommer sechs Jahre nach dem Abstieg in die Weser-Ems-Beletage zurückkehren.

„Vielleicht haben sie ja ein bisschen zu viel gefeiert“, sagt Thomas Schmunkamp schmunzelnd. Er hat sich gemeinsam mit seinem Co-Trainer „Schorsch“ Hackmann das Spiel in Strudden angeschaut und einige Erkenntnisse gewonnen – ähnlich wie drei Wochen vorher beim Bunder 4:2 gegen den SV Hage.

Dass auf jeden Fall zünftig gefeiert wurde, daran gibt es keinerlei Zweifel. „Geschlafen wird definitiv nicht. Heute nicht, morgen weiß ich nicht, übermorgen mal gucken“, sagte der Mittelfeldstratege Keno Schmidt nach der Meisterkrönung bei Ems-TV. Daneben stand sein Bruder Eike-Tjark Schmidt – mit 19 Treffern in 23 Spielen Bundes absoluter Torjäger und laut Schmunkamp ein Angreifer vom Tim-Wernke-Kaliber. Der Goalgetter ergänzte im Interview: „Wir feiern jetzt erst mal durch. Mittwoch haben wir noch ein Pokalspiel. Bis Mittwoch feiern wir durch und dann schauen wir, was da noch so geht.“ Dass der Gegner den Lohnern wirklich den Gefallen des Durchfeierns getan hat, darf aber wohl angezweifelt werden.

Schmunkamp erwartet einen körperlich starken Kontrahenten, der Wucht und Technik vereint. Man will aus einer sicheren Defensive mit Überraschungsmomenten dagegenhalten. Der Kader ist gut bestückt, es fehlen aber Tobias Mählmann und Cem Önder (beide Muskelfaserriss).

Die Frage, ob Amasya gut vorbereitet sei, beantwortet der Coach so: „Wenn man die letzten Ergebnisse sieht, dann nicht.“ Bei den Lohnern ist es ein wenig wie bei Eintracht Frankfurt. In der Liga höchstens Mittelmaß (beide 11. Platz), im Pokalwettbewerb berauschend. Die Frankfurter könnten mit ihrer Leidenschaft also ein Vorbild sein. Auch feiertechnisch? „Ob bei uns im Finale 50.000 Fans mitkämen, weiß ich nicht genau“, sagt Thomas Schmunkamp. Aber die Euphorie wäre sicherlich ähnlich.

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