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Bezirkspokal: Amasyaspor verkauft sich teuer, Überraschung in Brockdorf

In der zweiten Runde kommen Oythe und Dinklage weiter. Liga-Konkurrent Holdorf fliegt hingegen in Brockdorf raus.

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Stolpergefahr im Bezirkspokal: Jannik Gerdesmeyer (links) von Amasyaspor Lohne gegen den am Boden liegenden Dinklager Kapitän Daniel Nuxoll. Foto: Schikora

Stolpergefahr im Bezirkspokal: Jannik Gerdesmeyer (links) von Amasyaspor Lohne gegen den am Boden liegenden Dinklager Kapitän Daniel Nuxoll. Foto: Schikora

Amasyaspor Lohne - TV Dinklage 2:3 - Der Bezirkspokalfinalist der verflossenen Serie musste sich in der zweiten Runde der neuen Wettbewerbs-Auflage verabschieden – er tat das aber erhobenen Hauptes: Fußball-Bezirksligist Amasyaspor Lohne unterlag dem Landesligisten TV Dinklage mit 2:3 (0:1) und bot dabei eine couragierte Leistung. Schon an diesem Freitag (19.00 Uhr) geht es für Amasyaspor weiter mit der Bezirksliga-Partie gegen BW Lüsche.

„Es war ein ausgeglichenes Spiel, es ging rauf und runter“, charakterisierte Amasyaspor-Team-Manager Norbert Vornhagen die 90 Pokal-Minuten. Die Lohner kamen nach zweimaligem Rückstand zwar spät zum 2:2, kassierten aber selbst in der 88. Minute das 2:3. „Das Tor war eigentlich unnötig“, sagte Vornhagen zur Entstehung. Alles sei eigentlich schon auf Elfmeterschießen eingestellt gewesen. Aber dieser Lotterie entging der TV Dinklage durch den finalen Treffer des eingewechselten Steffen Espelage. Die Gastgeber mussten in der 90. Minute noch eine Rote Karte für Alper Yilmaz nach einer Rangelei hinnehmen.

Insgesamt bot Lohne dem Gast aber einen guten Fight und gestattete ihm kaum Großchancen. Dennoch lief Amasyaspor lange einem 0:1-Rückstand hinterher, nachdem Wilke Weßling relativ früh zum 0:1 getroffen hatte (15.). Nach 57 Minuten erzielte Ahmet Koc den 1:1-Ausgleich. Doch Steffen Buddelmeyer brachte die Dinklager nur sechs Minuten später wieder in Front. Als der Dinklager Sedat Ablak in der 82. Minute für die Lohner zum 2:2 einschoss, schienen die Verhältnisse für ein Elfmeterschießen vorbestimmt. Aber dann sorgte Steffen Espelage für die Entscheidung.

Zu viele Fehlpässe beim TVD

TVD-Trainer Stefan Arlinghaus fand, dass der Spielfluss in seiner Mannschaft durch einige Fehlpässe gehemmt worden sei. Er sagte: „Aber insgesamt hatten wir mehr vom Spiel. Der Sieg war knapp, aber auch verdient.“

Für Amasyaspor geht es schon am Freitagabend ab 19.00 Uhr mit einem Heimspiel gegen BW Lüsche weiter – dann um Punkte. „Das ist für uns das wichtigere Spiel“, erklärte Norbert Vornhagen. Beide Teams hatten zum Auftakt unentschieden gespielt. Beide Rivalen haben außerdem im August noch jeweils zwei weitere knifflige Kreisderbys vor der Brust. Wer da mit einem kleinen Punktpolster reingeht, ist klar im Vorteil.

GW Brockdorf - SV Holdorf n.E. 4:2 - Kleine Pokal-Überraschung in Brockdorf: Die Bezirksliga-Fußballer von GW Brockdorf warfen den gut in die Saison gestarteten Landesliga-Aufsteiger SV Holdorf in der zweiten Runde aus dem Bezirkspokal. In der regulären Spielzeit kamen die Gastgeber erst in der 90. Minute zum 2:2-Ausgleich, woraufhin sie im Elfmeterschießen mit einem 4:2 das glücklichere Ende für sich verbuchten.

„Die Jungs haben alles gegeben und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, lobte GWB-Fußballobmann Norbert Nuxoll. Nach 25 Minuten hatte es noch nach einem Favoritensieg ausgesehen. Marco Soares (4.) und Andrej Homer (25.) brachten die Gäste vermeintlich beruhigend mit 2:0 in Führung. Soares netzte einen Rückpass von Sturmspitze Lukas Liedmann ein, Homers' 18-m-Schuss schlug im linken Eck ein. Allerdings war das Ergebnis klarer, als es die Partie in der ersten Halbzeit hergab. Holdorf besaß zwar die größeren Spielanteile, das Chancenplus lag aber klar auf Brockdorfer Seite. GWB-Stürmer Kai Schlömer hätte schon vor seinem 1:2-Anschlusstreffer (41., Kopfball nach Freistoßflanke Stefan Varnhorst) bei drei Gelegenheiten ein Tor erzielen können (9./22./32.).

Ausgleich fällt in der Nachspielzeit

Nach dem Kabinengang ruhte sich der kleine HSV noch etwas auf der knappen Führung aus. Er ließ außerdem zwei große Chancen durch Lukas Liedmann (48.) und Stephan Höge (76.) zum 3:1 liegen. Brockdorf blieb seinerseits stets gefährlich und hätte schon vor dem späten 2:2, das der eingewechselte Jannick Rießelmann (90., 20-m-Heber) schoss, den verdienten Ausgleich erzielen können.

Im Elfmeterschießen scheiterte nur der erste Brockdorfer Schütze Kai Schlömer an HSV-Keeper Robin Mehring. Auf der Gegenseite hatten der eingewechselte Samuel Wilson, der über das GWB-Gehäuse schoss, und Lukas Liedmann per Lattentreffer Pech. So jubelte Brockdorf nach Martin Eveslages finalem Treffer.

Laufduell im Mittelfeld: Oythes Felix Schneppe (links) und der Lüscher Moritz Rape. Foto: SchikoraLaufduell im Mittelfeld: Oythes Felix Schneppe (links) und der Lüscher Moritz Rape. Foto: Schikora

BW Lüsche - VfL Oythe 1:4 - Der Außenseiter verkaufte sich teuer, doch am Ende siegte der Favorit verdient: Fußball-Bezirksligist BW Lüsche hat in der 2. Runde des Bezirkspokals eine Überraschung verpasst – gegen den Landesligisten VfL Oythe gab es eine klare 1:4 (1:2)-Niederlage.

„Oythe hat verdient gewonnen, aber wir haben gut dagegengehalten“, berichtete Lüsches Teammanager Jens Witgenfeld. Er fand: „Wir können stolz auf die Leistung sein.“ Dies um so mehr, als man aufgrund der dichten Spieltaktung bewusst Spieler geschont und durchgewechselt habe. Schon am Freitag (19.00 Uhr) tritt Lüsche in der Bezirksliga bei Amasyaspor Lohne an.

Oythe macht von Beginn an Druck

Der klassenhöhere Gast aus der Kreisstadt machte vor rund 220 Zuschauern von Beginn an Druck und führte nach 23 Minuten mit 2:0. Erst traf Markus Lübberding mit einer Kopfball-Bogenlampe (10.), dann vollstreckte Nico Emich, der wenige Minuten zuvor freistehend den Ball nicht richtig getroffen hatte, nach einem schönen Pass durch die Abwehr (23.).

Doch nach etwa 25 Minuten fing sich Lüsche und kam besser ins Spiel, auch wenn der überragende Lüscher Torwart Andreas Wichmann gegen Jacob Büssing noch das 0:3 verhinderte (32.). Lüsche kam durch Halil Ablak zu einer ersten Großchance (34./Oythe rettete auf der Linie). Quasi mit dem Pausenpfiff gelang Albi Dosti nach einem Pass von Arne Ostendorf der Anschlusstreffer zum 1:2 (45.).

Ergebnistechnisch blieb es also spannend, auch weil Wichmann gegen Sebastian von Merveldt und Lie Sillah rettete (72./74.). Wenig später traf Sillah per Kopfball nach einer Ecke dann doch zum 3:1 (76.) – das war die Vorentscheidung.

Der eingewechselte Max Moormann hätte fast noch einmal verkürzt (80./vorbei). Auf der Gegenseite parierte Wichmann erneut, diesmal gegen Felix Schneppe (82.). Der eingewechselte Oyther Niklas Ellmann setzte dann mit dem schön herausgespielten Treffer zum 4:1 den Schlusspunkt. Er schloss aus zentraler Position flach ab (89.).

BW Lohne II - SFN Vechta 0:1 - Trotz sechsfacher Verstärkung aus dem Regionalliga-Team – alle für die Startelf – hat sich BW Lohne II in der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals nach einer 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den Bezirksliga-Konkurrenten SFN Vechta verabschiedet.

Die Lohner, die in der ersten Runde ein Freilos hatten, waren zuvor beim 4:1 in Goldenstedt passabel in die Liga gestartet. Die nicht minder ambitionierten Kreisstädter, die in der Auftaktrunde schon einen 4:1-Sieg beim Landesligisten Falke Steinfeld davongetragen hatten, freuen sich nach diesem zweiten Ausrufezeichen auf mindestens eine weitere Pokalaufgabe in der Runde der letzten 32.

Das Tor des Tages erzielte der eingewechselte Fabian Geerken in der 70. Minute aus rund 16 Metern; vorausgegangen war eine Parade von Torwart Jakob Sieve gegen Simon Cocco.

Lohnes Regionalliga-Spieler können nichts Entscheidendes beisteuern

BWL-II-Betreuer Stefan Renze bezeichnete den Gäste-Sieg als verdient: „Sie haben uns den Schneid abgekauft.“ Die Lohner taten sich schwer, klare Aktionen nach vorne zu starten. Auch die fünf Feldspieler aus der Ersten, von denen allein Max Falldorf beim Regionalliga-Auftakt zu einem knapp 30-minütigen Einsatz gekommen war, konnten nichts Entscheidendes beisteuern. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware.

SFN traf mit der ersten Möglichkeit. „Danach hat Vechta leidenschaftlich gekämpft“, sagte Stefan Renze. Dabei hatte SFN schon im ersten Durchgang verletzungsbedingt dreimal auswechseln müssen. SFN-Coach David Riesner freute sich angesichts der Konstellation mit den zahlreichen Regionalliga-Akteuren sehr über den Erfolg: „Wir hatten uns eingeschworen und haben dann richtig dagegengehalten. Es hat alles gepasst.“

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