Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Bezirksliga-Plan sorgt für geteiltes Echo

OM-Online hat bei den sieben Teams aus dem Kreis Cloppenburg nachgefragt, was sie von dem Modus halten. Zwei Trainer hätten sich eine "normale" Saison gewünscht.

Artikel teilen:
In den Startlöchern: Der TuS Emstekerfeld (blaues Trikot) und der BV Garrel  hoffen, dass die Bezirksliga-Saison Anfang September beginnt. Foto: Wulfers

In den Startlöchern: Der TuS Emstekerfeld (blaues Trikot) und der BV Garrel hoffen, dass die Bezirksliga-Saison Anfang September beginnt. Foto: Wulfers

Die konkreten Planungen für die Saison 2020/2021 in der Fußball-Bezirksliga, die – wenn es Corona denn zulässt – am ersten September-Wochenende starten soll, liegen vor (OM-Online berichtete). Demnach spielen die 16 Mannschaften (sieben aus dem Kreis Cloppenburg, neun aus dem Kreis Vechta) zunächst eine einfache Runde. Anschließend wird die Liga in zwei Staffeln geteilt, und zwar nach den Platzierungen. Die Mannschaften auf den geraden Rängen bilden die eine, die auf den ungeraden die andere Staffel. Die Punkte aus der Hinrunde nehmen sie mit. Die beiden Tabellenersten kämpfen im Anschluss in zwei Relegationsspielen um den Meistertitel und den Aufstieg in die Landesliga. Die OM-Online hat sich bei den CLP-Vertretern umgehört, wie sie zu dieser Regelung stehen.

SV Thüle

Michael Macke, der den SVT gemeinsam mit Sebastian Thunert trainiert, begrüßt den Modus, für den sich der Bezirks-Spielausschuss entschieden hat. „Ich denke, dass es sinnvoll ist, weniger Spiele einzuplanen. Niemand weiß ja genau, wie es mit Corona weitergeht.“ Insgesamt findet er den Ansatz „richtig und spannend“. Vor allem die Idee der Duelle um den Aufstieg sei reizvoll. „Sich dafür zu qualifizieren, ist für die Jungs und uns Trainer schon ein interessantes Ziel“, sagt Macke. Als Kampfansage an die Konkurrenz will er dies aber nicht verstehen.

TuS Emstekerfeld

Für den neuen Coach, Leo Baal, ist die Lösung nicht optimal: „Ich hätte es gut gefunden, wenn dir Saison normal mit Hin- und Rückrunde geplant worden wäre. Diese Lösung mit einer Teilung ist nicht so meins. Aber das haben wir nicht zu entscheiden, wobei ich allerdings auch froh bin, dass ich das nicht muss. Man muss bei diesem Coronawahnsinn auch erst einmal sehen, ob im September tatsächlich gespielt werden kann.“

Andre Schöning. Foto: WulfersAndre Schöning. Foto: Wulfers

BV Garrel

Andre Schöning, seit Kurzem Sportlicher Leiter in Garrel, befürwortet vor allem, dass die Liga nicht direkt geteilt wird. „Mit dieser Lösung haben die Teams mehr Spiele, das finde ich gut.“ Die Rückrunde hätte er allerdings anders konzipiert. „Meiner Meinung nach wäre eine Achterstaffel, die den Aufsteiger ausspielt, und eine, aus der zwei Mannschaften absteigen müssen, besser gewesen“, so Schöning. Letztlich könne er mit dem Modus aber „gut leben“.

SV Altenoythe

Christian Thölking freut sich insbesondere darüber, dass es nun „eine klare Ansage gibt, falls endlich wieder gespielt werden darf“. In welchem Modus die Saison absolviert wird, ist für den Übungsleiter des SVA fast schon Nebensache. „Hauptsache, wir alle können wieder das machen, was uns so viel Spaß bereitet.“ Wie Michael Macke vom SV Thüle begrüßt Thölking, dass weniger Partien als während einer normalen Saison ausgetragen werden sollen. „So kann man eher reagieren, wenn es wegen der Corona-Pandemie zu Rückschlägen kommt.“

"So ist alles neu und ein bisschen kompliziert"Luc Diamesso, Trainer SV Molbergen

SV Molbergen

Der Coach des SV Molbergen – Luc Diamesso – hätte es gerne gesehen, wenn die Saison wie immer ausgespielt worden wäre. „So ist alles neu und ein bisschen kompliziert. Mal abwarten, wie das alles wird.“ Ein Lob gibt es für Stefan Brinker, Frank Schulte und Siegfried Lammers aus dem Bezirks-Spielausschuss aber dennoch. „Sie haben sich viele Gedanken gemacht und einen Plan entworfen.Jetzt hoffe ich, dass wir wirklich Anfang September starten können“, so Diamesso.

FC Lastrup

Bei Trainer Martin Sommer, hält sich die Begeisterung in Grenzen: „Ich halte nicht so viel davon. Wenn die Bezirksliga geteilt wird, dann hätte ich die ersten acht Mannschaften eine Meisterrunde spielen lassen, die Teams aus der untere Hälfte hätten die Absteiger ermittelt. Bei der jetzigen Lösung hat doch beispielsweise der Tabellen-13. gegen den -ersten kaum eine Chance. Würde die Bezirksliga in eine obere und eine untere Hälfte geteilt, wäre noch niemand abgeschlagen.“

SV Emstek

SVE-„Urgestein“ und Torhüter Björn Klausing findet: „Diese Regelung ist komisch. Es ist zwar nicht verkehrt, dass man die Saison strafft und verkürzt, aber der Modus ist aus meiner Sicht eher kontraproduktiv.“ Klausings Befürchtung richtet sich in erster Linie auf den Aspekt von Nachholspielen: „Was passiert, wenn wir einen strengen Winter bekommen und schon im November nicht mehr gespielt werden kann? Oder wenn es eine zweite Coronawelle gibt? Dann müssten erst einmal alle ausgefallenen Spiele ausgetragen werden, bevor es weitergehen kann. Auf der anderen Seite ist es erst einmal eine faire Lösung, dass in der Hinrunde jeder gegen jeden spielt. Und egal, wie man es dreht und wendet: Ein Patentrezept, wie die Saison zu spielen ist, gibt es nicht.“

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Bezirksliga-Plan sorgt für geteiltes Echo - OM online