Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Bevern und Friesoythe feiern Heimsiege

Fußball-Landesliga: Der SVB gewann gegen Frisia Wilhelmshaven mit 2:0. Hansa setzte sich mit 6:0 gegen Germania Leer durch.

Artikel teilen:
Auf Abstand gehalten: Leon Neldner (links gegen Moritz Ilg) bereitete mit einem Zauberpass das entscheidende 2:0 mustergültig vor. Foto: Rolf Wulfers

Auf Abstand gehalten: Leon Neldner (links gegen Moritz Ilg) bereitete mit einem Zauberpass das entscheidende 2:0 mustergültig vor. Foto: Rolf Wulfers

SV Bevern - Frisia Wilhelmshaven 2:0 (1:0). Riesenschritt Richtung Aufstiegsrunde für Fußball-Landesligist SV Bevern: Das Team von Trainer Olaf Blancke kam gegen Frisia Wilhelmshaven zu einem hart erkämpften 2:0 (1:0)-Erfolg und bleibt erster Verfolger von Tabellenführer Hansa Friesoythe.

„Es war das erwartet schwere Spiel“, atmete Beverns Coach nach 90 packenden Minuten tief durch und gewährte Einblicke in seine taktischen Vorgaben. „Wir wollten nicht ganz so früh drauf gehen wie sonst und auf Fehler von Frisia warten. Und die haben sie ja auch gemacht“, freute sich Blancke.

Zum Spiel: Die Gäste präsentierten sich in der Anfangsphase überaus ballsicher, erarbeiteten sich ein klares optisches Übergewicht, ohne allerdings die sattelfeste Beverner Defensive aus den Angeln zu heben. Vor allem bei Standards waren die Gäste brandgefährlich, ohne indes Zählbares zu erwirtschaften. Der Beverner Führungstreffer entsprang dann einem kapitalen Bock von Wilhelmshavens Schlussmann Deik Oetjen. Einen verunglückten Schuss des außerhalb seines Tores postierten Keepers schnappte sich Sascha Thale gedankenschnell und schlenzte den Ball aus nahezu 40 Metern ins verwaiste Frisia-Tor (28.). Die Pausenführung war fraglos glücklich, zumal Reno-Jan Janssen der Ausgleich nicht vergönnt war, da sein platzierter Freistoß an den Pfosten klatschte (35.).

"Wir haben sicher gestanden und kaum klare Dinger zugelassen"Olaf Blancke, SVB-Coach

Nach dem Wechsel erlahmte nach etwa einer Stunde der Offensivgeist der Gäste und Bevern machte sich auf, für die Vorentscheidung zu sorgen. Der in Offensive wie Defensive bärenstarke Sascha Thale wurde bei seinem Solo im letzten Moment gebremst (57.), doch dann schlug es erneut im Wilhelmshavener Kasten ein. Ein blitzgescheites Zuspiel von Leon Neldner, exakt in den Lauf von Sebastian Sander, nutzte der SVB-Stürmer mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:0 (69.).

Die Hoffnung zumindest einen Punkt mit auf den Heimweg nehmen zu können, schwand bei den Gästen minütlich, da sich Bevern weiterhin als kampfstarkes Kollektiv präsentierte. So blieb's beim 2:0-Sieg, über den sich der Coach diebisch freute. „Wir haben sicher gestanden und kaum klare Dinger zugelassen.“

Tore: 1:0 Sascha Thale (28.), 2:0 Sebastian Sander (69.).

Bevern: Kröger, Tepe, Wichmann, Hennig, Bramscher (74. Kanjo), Thoben, König, Thale (85. Liegmann), Neldner, Gerdes (90. Hoffmann), Sander.

Guter Auftritt: Der Friesoyther Jan Ruhe (rechts, hier im Duell mit Arlind Jonjic) überzeugte in der Defensive. Foto: Hannes DreesGuter Auftritt: Der Friesoyther Jan Ruhe (rechts, hier im Duell mit Arlind Jonjic) überzeugte in der Defensive. Foto: Hannes Drees

Hansa Friesoythe - Germania Leer 6:0 (1:0). Das Ergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg. Zwar feierten die Fußballer von Hansa Friesoythe gegen den VfL Germania Leer einen 6:0-Sieg, taten sich aber insbesondere in der ersten Halbzeit äußerst schwer. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen und hätten sogar ein paar Tore mehr schießen können“, sagte Hansas Trainer Hammad El-Arab. Mann des Tages war Keven Oltmer, der drei Treffer erzielte und zweimal assistierte.

Den besseren Start erwischten die Gäste und hatten in der 5. Minute Pech, als Daniel Werner an die Latte köpfte. Die Friesoyther kamen erstmals nach 16 Minuten gefährlich vors Germania-Gehäuse – und schon zappelte der Ball im Netz: Oltmer gelang mit einem sehenswerten Fallrückzieher das 1:0.

Im weiteren Verlauf war die Partie ausgeglichen. Die Leeraner präsentierten sich zweikampfstärker und hatten die besseren Chancen. Doch Tom Böhling schoss einmal knapp drüber (22.) und scheiterte einmal an Hansas Keeper Wojciech Wilhelm (30). Weil kurz vor der Pause auch Germanias Arlind Jonjic nach einem Freistoß per Kopf etwas zu hoch zielte (45.), blieb es bei Friesoythes Führung.

Hansa traf dreimal innerhalb von 180 Sekunden

Die Anfangsviertelstunde in Durchgang zwei verlief ereignislos. In der 66. Minute erhöhten die Gastgeber mit dem bis dato schönsten Angriff der Begegnung auf 2:0. Lucas Baumeister flankte von links in die Mitte, Keven Oltmer legte direkt quer zu Sören Hinrichs, der gekonnt vollendete.

Nachdem Sebastian Plog nach einer Oltmer-Ecke für die Entscheidung gesorgt hatte (73.), schraubten die Friesoyther das Ergebnis innerhalb von 180 Sekunden auf 6:0 hoch. Zweimal Keven Oltmer und Janek Siderkiwicz sorgten dafür, dass die Ostfriesen mit einer heftigen Klatsche nach Hause fahren mussten.

Tore: 1:0 Oltmer (16.), 2:0 Hinrichs (66.), 3:0 Plog (73.), 4:0, 5:0 Oltmer (78./79.), 6:0 Siderkiewicz (81.).

Friesoythe: Wilhelm – Ruhe, Thomes, Plog, Gudiel Garcia (24. Boll), Kaufmann, Moussa (78. Fofana), Hinrichs, Baumeister (82. Plaggenborg), Siderkiewicz, Oltmer.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Bevern und Friesoythe feiern Heimsiege - OM online