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Bethens Kicker laufen für den guten Zweck

Die Kreisklassenfußballer spulen 345 Kilometer für den "Kleinen Stern" ab. Die SVB-Kicker wollten so eine soziale Aktion finanziell unterstützen und gleichzeitig ihre körperliche Fitness verbessern.

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Individuelles Training: Bethens Fußballer liefen 345 Kilometer und spendeten 345 Euro aus der Mannschaftskasse für den Kleinen Stern. Collage: Philipp Naber

Individuelles Training: Bethens Fußballer liefen 345 Kilometer und spendeten 345 Euro aus der Mannschaftskasse für den Kleinen Stern. Collage: Philipp Naber

Obwohl das traditionelle Fußball-Benefizturnier im Dezember zu Gunsten der Aktion „Kleiner Stern“ in diesem Jahr wegen der Coronapandemie ausfällt, wollten die Fußballer des
SV Bethen ihren Beitrag leisten, um die Initiative finanziell zu unterstützen.

Vom 6. bis 13. Dezember soll ein Spendenlauf stattfinden. Die Teilnehmer können Sponsoren pro gelaufenen Kilometer suchen und den Betrag spenden. Solange wollten die Kicker des SVB allerdings nun doch nicht warten, sondern schlugen zwei Fliegen mit einer Klappe. Wegen des Lockdowns im November war gemeinsames Training ohnehin nicht angesagt, so dass sich die Spieler individuell fit halten sollen. Philipp Naber, Teammanager beim Kreisklassisten und seit Jahren beim „Kleinen Stern“ aktiv, hatte die Idee, eigene körperliche Fitness und die gute Sache zu kombinieren und stieß bei Trainer und Spielern auf offene Ohren. „Wir warten nicht bis zum
6. Dezember, sondern gehen mal als Vorreiter, quasi als Ansporn für andere Vereine, voran“, fand Spielertrainer David Niemeyer Gefallen an dem Vorschlag.

Der Coach hatte seiner Mannschaft ohnehin ein strammes Programm, bestehend aus Ausdauer, Intervall und Krafteinheiten, verordnet. Was lag da näher als speziell im Ausdauerbereich, gleich noch etwas für die gute Sache zu tun? Mit der Sponsorensuche hielten sich die Kicker gar nicht erst lange auf, sondern regelten sie auf unkonventionelle Weise. „Unsere Mannschaftskasse ist prall gefüllt. Da haben wir beschlossen, für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro zu bezahlen.“

David Niemeyer. Foto: SV BethenDavid Niemeyer. Foto: SV Bethen

Der Coach ging gleich einmal mit gutem Beispiel voran und spulte stolze 21 Kilometer ab. „Eine solche Strecke habe ich vorher noch nie gelaufen“, lacht Niemeyer. Der Trainer also die Nummer eins im Verein? Keineswegs, denn Thorben Klüsener (42 Kilometer) und Henrik Engelbart (31) toppten Niemeyers Marke. Da weitere fünf Akteure (Niels Böckmann, Jonas Niemann, Daniel Middendorf, Timo Lübbe und Kamal Hakrash) es auf über 20 Kilometer brachten, stand am Ende die stolze Zahl von 345 Kilometern, gleichbedeutend mit 345 Euro.

Doch damit nicht genug: Spontan entschieden sich Spieler und Trainer der zweiten und dritten Mannschaft des SV Bethen dazu, ebenfalls einen Beitrag zu leisten. „Die wollten zwar nicht laufen, bezahlen aber trotzdem“, schmunzelt Niemeyer. So wird in nächster Zeit ein stolzer Betrag an Maria Thien, Mitbegründerin der Initiative, überreicht. Satte 1000 Euro gibt‘s dann vom SV Bethen für „Kinderkrebshilfe Münster“ und „Herzkranke Kinder“.

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