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Besinnliche Feiertage sind noch weit weg

Der noch sieglose Basketball-Bundesligist Rasta Vechta gastiert am Mittwoch um 19.00 Uhr beim Mitteldeutschen BC um Topscorer Michal Michalak.

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Den Korb im Visier: Rastas Will Vorhees in Ludwigsburg. Foto: Britsch / Pressefoto Baumann

Den Korb im Visier: Rastas Will Vorhees in Ludwigsburg. Foto: Britsch / Pressefoto Baumann

Der Erfolgsdruck steigt – und rund um den Jahreswechsel jagt eine knifflige Aufgabe die nächste. Kein Zweifel: Die Basketballer von Rasta Vechta befinden sich in einer schwierigen Phase. Der Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison ist nicht von der Hand zu weisen, sieben Niederlagen in sieben Spielen lassen keinen Spielraum für Interpretationen. Und dann überrascht es auch nicht, dass TV-Experte Stefan Koch die Rastaner in seiner BBL-Kolumne „Kochs Nachschlag“ in die Kategorie „Wenn schon vor Weihnachten der Baum brennt“ einsortierte.

In so einer misslichen Lage helfen nur Siege – und die nächste Chance dazu gibt's am Mittwoch um 19.00 Uhr beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels. Für Rasta ist es das erste von vier Spielen binnen zwölf Tagen, von wegen besinnliche Feiertage. „Weihnachten ist gerade noch ganz weit weg“, meinte Rastas Coach Thomas Päch vor der Abreise nach Sachsen-Anhalt.

Der MBC gegen Rasta – vor zwei Wochen wäre es noch ein echtes Kellerduell gewesen, die Gastgeber hatten 0:8 Punkte auf dem Konto, Rasta 0:10. Inzwischen hat sich einiges geändert. Nicht bei Rasta, sondern beim MBC, der sich mit drei Auswärtssiegen in Serie in Göttingen (93:85), Gießen (105:93) und Würzburg (80:68) in ruhigeres Fahrwasser begab. „Wir müssen unsere super Form jetzt ausnutzen und die Siegesserie weiter ausbauen“, sagte MBC-Topscorer Michal Michalak zuletzt. Und: „Es fühlt sich großartig an, ein Gewinner-Team zu sein.“ Ein Gefühl, das Rasta nach neun Pflichtspielniederlagen in Folge auch gerne hätte.


Rastas Spiele bis Jahresende

  •  23.12., 19.00 Uhr: Mitteldeutscher BC - Rasta Vechta
  • 27.12., 18.00 Uhr: Rasta Vechta - Crailsheim
  • 30.12., 19.00 Uhr: Rasta Vechta - Oldenburg

Rastas Start ins neue Jahr

  • 02.01., 20.30 Uhr: Hamburg Towers - Rasta Vechta
  • 08.01., 19.00 Uhr: Rasta Vechta - Brose Bamberg
  • 16.01., 20.30 Uhr: Rasta Vechta - Gießen 46ers
  • 24.01., 15.00 Uhr: BG Göttingen - Rasta Vechta
  • 31.01., 15.00 Uhr: Alba Berlin - Rasta Vechta

Das jüngste 73:85 in Ludwigsburg mit 23 Ballverlusten ist aufgearbeitet. Coach Päch nimmt sein Personal in die Pflicht: „Wir können nicht immer nur darüber reden, was wir machen sollen. Wir müssen das dann auch machen.“ Mit anderen Worten: Bei Rasta klafft gerade eine große Lücke zwischen Theorie und Praxis, zwischen Wunsch und Wirklichkeit. In Weißenfels müsse Rasta „besser auf den Ball aufpassen“, so Päch. Und man brauche „mehr Geduld und Disziplin für gute Würfe“.

Ein klarer Auftrag an den angeschlagenen Taktgeber Stefan Peno (Rippenprellung), von dem sich Päch „mehr Führung und mehr Pässe“ wünscht. Neben dem unermüdlichen, offensiv aber glücklosen Peno sind auch Philipp Herkenhoff (Rücken) und Jean Salumu (Knie) weiter angeschlagen. Der belgische Guard biss in Ludwigsburg knapp 17 Minuten auf die Zähne. „Er wollte unbedingt spielen, und es ging einigermaßen“, so Päch über Salumu.

Neuzugang Ikenna Iroegbu (25) wird noch nicht dabei sein. Der nigerianische Nationalspieler befindet sich nach seiner Einreise aus den USA (San Francisco - Frankfurt - Bremen) seit Sonntagnachmittag in häuslicher Quarantäne in Vechta und kann frühestens am Sonntag gegen Crailsheim in den Kader aufrücken.

Abseits der Personalie Iroegbu steht Rasta vor der Herausforderung, den MBC-Scharfschützen vom Dienst zu stoppen. Gemeint ist Michal Michalak, der mit 21,4 Punkten pro Partie der zweitbeste Scorer der Liga ist. „Michalak ist offensiv gerade auf einem anderen Planeten. Er war bisher von noch keinem Team auch nur ansatzweise zu verteidigen“, sagt Päch über den 27-jährigen Shooting Guard, den der MBC bereits im Frühsommer als Topscorer der polnischen Liga von Legia Warschau verpflichtete.

Michalak traf schon 28 Dreier – so viele wie kein anderer Spieler in der BBL, und das bei einer Quote von 58,3 Prozent. Im BBL-Pokal, wo Michalak und Co. Siege gegen Crailsheim (99:94) und Bayreuth (123:114 mit 23 MBC-Dreiern) feierten, lag sein Punkteschnitt sogar bei 24,3. Päch warnt daher vor einer „sehr gefährlichen Offense“ des MBC und sagt: „Wir müssen von Beginn an gleich voll da sein.“

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