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Berlin-Trip wird für Vechtas Handballerinnen zum Muster ohne Wert

Im letzten Auswärtsspiel der Abstiegsrunde gastiert der Drittligist am Sonntag bei Pfeffersport Berlin. SFN ist schon gerettet, Berlin könnte am Samstag folgen - noch vor dem Spiel gegen Vechta.

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Körperspannung vor dem Wurf: Vechtas Carla Clasen im Hinspiel gegen Pfeffersport Berlin. Foto: Schikora

Körperspannung vor dem Wurf: Vechtas Carla Clasen im Hinspiel gegen Pfeffersport Berlin. Foto: Schikora

Ob Berlin eine Reise wert ist, darüber lässt sich in diesem Fall streiten. Fakt ist: Vom Flair der Hauptstadt werden die Handballerinnen von SFN Vechta nicht viel mitbekommen, wenn sie am Sonntag (15.00 Uhr) bei Pfeffersport Berlin antreten. „8.00 Uhr losfahren, Spiel spielen, duschen und zurück“, skizziert Trainer Christoph Nisius den Zeitplan für Vechtas letztes Auswärtsspiel in der „Klassenverbleibsrunde“.

Auch sportlich bewegt sich die Partie an der Grenze zur Bedeutungslosigkeit. Vechta hat den Klassenerhalt schon seit dem Auftaktsieg in Chemnitz sicher. Pfeffersport kann am Samstag mit einem Heimsieg gegen den TV Oyten nachziehen und geht auch offenbar davon aus, dass dies gelingt. Zumindest wird auf Instagram für eine Abschlussparty am Samstagabend mit „Open End“ geworben. Bei einem Sieg gegen Oyten wäre die Partie am nächsten Tag gegen Vechta auch für die Berlinerinnen sportlich ohne Wert.

„Wenn es am Sonntag noch nicht entschieden sein sollte, werden wir noch mal alles geben, um nicht in den Wettbewerb einzugreifen“, kündigt Nisius an. Künstlich hochhalten will er die Spannung aber auch nicht. Nach dem 27:22-Heimsieg gegen Pfeffersport am vergangenen Samstag fiel das Hallentraining am Montag aus (stattdessen wurde gelaufen). Den Dienstagabend nutzten die Spielerinnen dann, um gemeinsam mit der ersten Herrenmannschaft den Boden in der Halle West von Harz-Rückständen zu befreien.

„Sie wollte. Aber wir haben ihr Sportverbot erteilt“Vechtas Trainer Christoph Nisius über die verletzte Ria Hacek

Auch gesundheitlich will Nisius nichts mehr riskieren. Die am Sprunggelenk verletzte Ria Hacek wird in Berlin nicht spielen. „Sie wollte. Aber wir haben ihr Sportverbot erteilt“, berichtete Nisius. Auch Luca Vodde, die im Hinspiel wegen Grippe fehlte, soll nicht voll belastet werden. Nele Müller sollte am Donnerstagabend zum ersten Mal nach ihrer Krankheitspause wieder trainieren. Hinter Leonie Schreiber steht noch ein Fragezeichen und Maylin Aumann fällt ohnehin aus.

Nisius will die Partie nutzen, um schon Dinge für die nächste Saison auszuprobieren. „Und wir wollen unsere Youngster belohnen mit noch mehr Spielanteilen.“

Unklar ist weiter, ob der als Absteiger feststehende HV Chemnitz am 28. Mai noch in Vechta antritt. Nisius wünscht sich Klarheit: „Das Unbefriedigende ist, dass man nicht planen kann.“

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