Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Beim VfL Oythe ist Corona in der Kabine ein Tabu

Volleyball-Trainer Zoran Nikolic, verrät wie der Zweitligist mit der Pandemie umgeht. Am Wochenende geht's nach Emlichheim. Es ist der Beginn einer harten Serie, die Nikolic nicht gefällt.

Artikel teilen:
Will jetzt eine Reaktion sehen: VfL-Trainer Zoran Nikolic, hier mit seinen Spielerinnen bei der Teamansprache im letzten Spiel gegen die Skurios Volleys Borken. Foto: Schikora

Will jetzt eine Reaktion sehen: VfL-Trainer Zoran Nikolic, hier mit seinen Spielerinnen bei der Teamansprache im letzten Spiel gegen die Skurios Volleys Borken. Foto: Schikora

Die Corona-Zahlen explodieren, täglich werden neue Rekordwerte vermeldet und die Einschläge kommen näher. Doch Volleyball-Trainer Zoran Nikolic möchte in der Kabine des Damen-Zweitligisten VfL Oythe nichts davon hören. „Wir fokussieren uns auf den Volleyball“, sagte der Serbe. In die Sporthalle gehe man zum Trainieren – über Corona werde außerhalb der Halle genug geredet.

Dennoch: Auch in Oythe ist das Thema allgegenwertig. Erst Anfang Januar gab's in der Mannschaft drei Fälle – trotz strengen Testkonzepts. Neben den Schnelltests werden vor den Spieltagen PCR-Testungen durchgeführt, auch diesen Freitag wieder. Am Samstag (18.00) geht's im Niedersachsenduell beim SCU Emlichheim weiter.

„Wir wollen uns dort viel besser verkaufen. Ich erwarte eine Reaktion“, sagt Zoran Nikolic. Auch ein paar Tage nach der 0:3-Niederlage gegen Spitzenreiter Skurios Volleys Borken ist der Trainer noch enttäuscht. Gegen eine Spitzenmannschaft könne man verlieren. Aber nicht so, findet Zoran Nikolic. Oythe leistete sich viele Fehler, zudem waren die Angriffe oftmals zu ungenau. Deshalb gab's Anfang der Woche eine knallharte Videoanalyse. „Das waren sehr konstruktive Gespräche mit der Mannschaft. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen“, sagt Zoran Nikolic.

Nikolic: Unsere Gegner kommen in der zweiten Hälfte

Von einer kleinen Krise möchte er nach nur zwei Punkten aus vier Spielen noch nicht sprechen. Er vergleicht diese Phase mit dem Saisonbeginn (Oythe startete mit null Punkten aus zwei Partien). „Jetzt spielen wir gegen die starken Teams. Wenn wir punkten, ist es super“, erklärt Zoran Nikolic: „Aber unsere Gegner kommen in der zweiten Rückrundenhälfte.“

Damit es vielleicht schon gegen die starken Teams, wie jetzt Emlichheim, für einen Überraschungspunkt reicht, müsste sein Team vor allem im Spiel konzentrierter agieren. Im Training würde alles funktionieren. „Ich kann dem Team keinen Vorwurf machen. Wir trainieren für unsere Verhältnisse sehr gut. Jetzt muss es auch im Spiel funktionieren“, fordert Zoran Nikolic.

Coach weist auf andere Bedingungen hin 

Mit „unsere Verhältnisse“ meint er die Rahmenbedingungen. Während andere Mannschaften sechsmal wöchentlich trainieren, sieht er seine Spielerinnen nur dreimal. Zoran Nikolic hält fest: „Wir haben andere Bedingungen. Dann spielt man auch anders.“

Und noch was sitzt Zoran Nikolic ein wenig quer: Das Spiel in Emlichheim bildet den Auftakt dreier Auswärtsauftritte in Folge. Nächste Woche geht's nach Leverkusen, daraufhin nach Stralsund. „Ich kann das nicht verstehen. Normalerweise spielt man abwechselnd zuhause und auswärts“, kritisiert er: „Für die Zukunft sollten wir das im Vorfeld mit der Liga klären.“

Niederlage? Entscheidend ist das "Wie" 

In Emlichheim erwartet er ein schweres Spiel für seine Mannschaft. Die Gastgeberinnen stehen mit 28 Punkten auf Platz vier in der Tabelle. Zuletzt gab's bei VCO Münster (3:0) und in Bonn (3:2) zwei Siege in Folge. Mit einer Niederlage kann er im schlimmsten Fall leben. „Wir müssen realistisch bleiben“, sagt Zoran Nikolic. Entscheidend sei für ihn aber das „Wie“.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Beim VfL Oythe ist Corona in der Kabine ein Tabu - OM online