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Beim TVD müssen jetzt die Jungen ran

Dinklages Handballer starten am Samstag gegen Bissendorf II in die Landesliga-Saison – wenn sie spielen dürfen.

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Der TV Dinklage vor der Saison 2020/21: Das Team um Trainer Markus Gabler (ganz links) ist bereit. Foto: Sprehe

Der TV Dinklage vor der Saison 2020/21: Das Team um Trainer Markus Gabler (ganz links) ist bereit. Foto: Sprehe

Ob irgendwann in dieser Saison auch wieder Zuschauer auf der Tribüne der Dinklager Sporthalle Platz nehmen dürfen? Für Markus Gabler, Trainer der TVD-Handballer, ist das mittlerweile fast schon nebensächlich. „Wir sind froh, wenn wir überhaupt wieder spielen können“, sagt er.

Am Samstag (17.00 Uhr) startet sein Team mit einem Heimspiel gegen den Vizemeister TV Bissendorf-Holte II in die neue Saison in der Landesliga – wenn der Landesverband HVN bis dahin nicht eine Generalabsage für alle Mannschaften aus Risikogebieten beschließt. Man ahnt schon jetzt: Nach der abgebrochenen Corona-Saison 2019/20 steht dem höchsten Handball-Herrenteam aus dem Kreis Vechta erneut eine Spielzeit voller Fragezeichen bevor.

Das trifft auch auf den sportlichen Bereich zu. Hier lautet die wohl wichtigste Frage: Wie schafft es der TVD, den Verlust seines Leaders Kim Pansing zu kompensieren? Der 35-Jährige hat seine Handballkarriere beendet. „Er reißt eine Riesenlücke – im Angriff, aber auch in der Abwehr“, sagt Gabler. Und mit Steffen Grote, der in Marburg studiert, bricht eine weitere Alternative im Rückraum weg.

Ziele: Kurzfristig drinbleiben, langfristig nach oben

Spektakuläre Neuzugänge gibt es nicht. „Jetzt müssen wir versuchen, die jungen Leute zu etablieren“, sagt Markus Gabler: „Spieler wie Julian Nachtigal oder Jannis Südkamp müssen jetzt zeigen, dass sie die Mannschaft auch führen können.“ Nachtigal (24) und Südkamp (22) bilden zusammen mit dem nach seiner Verletzung stark zurückgekommenen Kai Gellermann (24) sowie Michael Niehaus (28) und Andre Grote (31) – dem einzigen Ü-30er im Kader – das Rückgrat des Teams. Für den letzten freien Platz in der Startformation empfahl sich zuletzt Timon Schröder (19).

Der Kader umfasst 17 Spieler. Zudem trainiert Lukas Endler aus der A-Jugend mit und auch die Nachwuchstorhüter Justus Decker und Emil Volkert hat Gabler im Blick. Mit Blick auf die gute Jugendarbeit des TVD formuliert der Coach die Dinklager Ziele so: „Langfristig wollen wir oben mitspielen. Aber kurzfristig müssen wir aufpassen, dass wir nicht absteigen.“ Das gilt insbesondere, weil die Landesliga West in diesem Jahr nur elf Teams umfasst, von denen zwei absteigen. Die Vorsaison beendete der TVD auf Platz sechs in einer 14er-Staffel.

Ein weiteres Problem: Von den 17 Stammkräften im Dinklager Kader sind sieben derzeit verletzt oder angeschlagen. Und auch in der Vorbereitung lief nicht alles rund. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagt Markus Gabler: „Vor allem im Zusammenspiel, aber auch was das Selbstvertrauen angeht und die individuellen Fähigkeiten.“

Der Auftakt gegen Bissendorf wird für die junge Dinklager Truppe gleich zum Härtetest. Gabler legt sich fest: „Bissendorf ist für mich Favorit auf den Titel.“ Der TVD plant, seine Heimspiele im Internet live zu übertragen – wenn denn gespielt wird.

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