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Beim Jubeln könnte Thorsten Tönnies ins Grübeln kommen

Der genesene Allrounder trifft mit den Lohner Regionalliga-Fußballern am Freitagabend auf seinen Ex-Klub SSV Jeddeloh. Die Gastgeber wollen angreifen – obwohl ein wichtiger Spieler länger ausfällt.

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Antreiber: Der Lohner Thorsten Tönnies (Mitte) beim Pokalspiel in Delmenhorst. Foto: Schikora

Antreiber: Der Lohner Thorsten Tönnies (Mitte) beim Pokalspiel in Delmenhorst. Foto: Schikora

Für BW Lohne ist es eins der Fußballspiele mit inzwischen schon bekannt hohem Schwierigkeitsgrad, für Thorsten Tönnies ist es das ebenfalls. Aber für ihn ist es sicher auch kein alltägliches Duell, wenn der Regionalliga-Aufsteiger am Freitag um 19.30 Uhr den Tabellendritten SSV Jeddeloh empfängt.

Für die Ammerländer, die offiziell als „Jeddeloh II“ Ortsteil der Gemeinde Edewecht sind, hat Tönnies vor seinem Wechsel zu seinem Heimatverein vor rund 15 Monaten drei Jahre gespielt. „Ich freue mich auf das Spiel. Es ist wirklich etwas Besonderes für mich“, sagt der 31-Jährige. Mit Max Falldorf ist noch ein zweiter Ex-Jeddeloher im BWL-Trikot dabei; der 24-Jährige kam im Sommer nach zwei SSV-Jahren nach Lohne.

Allzweckwaffe Thorsten Tönnies, der anlässlich seiner Heimkehr nach Lohne von „drei tollen Jahren“ in Jeddeloh gesprochen hatte, wird aller Voraussicht nach am Freitag wieder im Lohner Sturm auflaufen. „Ich habe ja zuletzt einige Male getroffen. Wenn ich auch gegen Jeddeloh ein Tor schieße, müsste ich echt überlegen, ob ich jubeln soll. Ich glaube, das entscheide ich spontan“, sagt der in Bakum als Oberschullehrer tätige Wirbelwind, der seine Treffer gerne auch mal mit einem Flickflack feiert. Nach vier Toren in den letzten fünf Pflichtspielen würde er gerne auch gegen seinen Ex-Klub treffen: „Natürlich – aber wichtiger ist, dass wir gewinnen.“

Noch immer pflegt Thorsten Tönnies gute Beziehungen zu einigen Jeddeloher Spielern, unter anderem in einer WhatsApp-Gruppe. Zum spielenden Jeddeloher Co-Trainer Kevin Samide, der wie Tönnies' ein Freund vom Ex-Lohner Sebastian Plog (Hansa Friesoythe) ist, bestehen noch intensivere Kontakte. „Zusammen mit Trainer Björn Lindemann macht Kevin das echt gut. Aber ich wundere mich etwas, dass sie jetzt doch so konstant sind“, bemerkt Tönnies. Der SSV hat nur beim Bremer SV verloren (2:3) und seitdem in fünf Spielen nur einen Punkt abgegeben, außerdem ist er auch noch im Niedersachsenpokal vertreten.

Hier hatte BW Lohne am Montag bei Atlas Delmenhorst mit 2:4 das Nachsehen. „Wir waren schon traurig. Natürlich wäre ein Halbfinale gegen einen Drittligisten schön gewesen“, sagt Tönnies, der aber wie die Mannschaft weiß, dass der Klassenerhalt in der Regionalliga Priorität hat. „Wir sind richtig gut zufrieden“, sagt der Lohner nach sechs Punkten aus den beiden letzten Auswärtspartien: „Aber auch beim 3:0 in Havelse haben wir nichts geschenkt bekommen.“ Will sagen: In jeder Partie droht Ungemach, wenn man nicht bei 100 Prozent ist.

Auch gegen Jeddeloh. Thorsten Tönnies: „Sie wollen es gerne spielerisch lösen. Sie haben vorne gute Qualität, spielen lieber 4:3 als 2:0. Und in den 50:50-Spielen hatten sie oft das bessere Ende. Aber das hatten wir zuletzt auch.“ Der Routinier, der vor seiner Jeddeloher Zeit schon sechs Regionalliga-Jahre beim VfB Oldenburg verbracht hat, lobt in diesem Zusammenhang seine Mitspieler. Viele kämen aus der Landesliga und würden jetzt in der Regionalliga ihren Mann stehen.

Henning Rießelmann: "Mut und Selbstvertrauen" 

Tönnies selbst fühlt sich nach ausgeheiltem Kreuzbandriss vom Frühjahr wieder topfit und ist „froh und dankbar“, wieder voll attackieren zu können. Das erhofft sich BWL-Trainer Henning Rießelmann von seinem ganzen Team, auch wenn „Kuba“ Bürkle mit einem Teilabriss des Innenbandes im Knie wohl für den Rest der Hinserie ausfällt. Auch Felix Oevermann, Marek Janssen, Jonas Burke und Gerrit Menkhaus können noch nicht wieder spielen. Rießelmann möchte dennoch den „Favoriten ärgern“ und etwas Zählbares mitnehmen: „Die letzten Ligaspiele haben uns Mut gemacht und Selbstvertrauen gegeben.“

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