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Beim Höllenritt droht weiteres Unheil

Rasta Vechta gastiert am Samstagabend beim Vizemeister Ludwigsburg. Für Coach Thomas Päch ist es „eine der unangenehmsten Aufgaben in einer Saison“.

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Weiter geht's: Rastas Jannes Hundt, Tim Hasbargen, Stefan Peno und Robin Christen. Foto: Schikora

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Von wegen ruhige Adventszeit oder besinnliche Weihnachten. In der Basketball-Bundesliga geht's im Dezember hoch her, für viele Teams ist es der Monat mit den meisten Hauptrundenspielen. Das gilt auch für Rasta Vechta. Gleich sieben Partien stehen für den heimischen BBL-Vertreter auf dem Dezember-Plan. Drei Spiele in enger Taktung hat die Mannschaft von Coach Thomas Päch bereits hinter sich – und jetzt geht's zum amtierenden Vizemeister.

Nach einer normalen Trainingswoche gastiert Rasta am Samstagabend um 20.30 Uhr bei den MHP Riesen Ludwigsburg, die schon wieder oben mitmischen. Bis zum Jahreswechsel folgen dann noch das Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels (23.12.) sowie die beiden Heimspiele gegen Crailsheim (27.12.) und Oldenburg (30.12.).

„Die Spiele werden uns gut tun, um einen richtigen Rhythmus zu bekommen“, sagt Thomas Päch vor dem zweiten Dezember-Block mit vier Partien binnen zwölf Tagen. Man sei ja inzwischen seit Anfang September, also seit dreieinhalb Monaten, zusammen und habe lediglich sechs Liga-Spiele absolviert. „Das ist eigentlich absurd“, sagt Päch. Nach dem verspäteten Saisonstart, frühen Corona-Fällen bei einigen Teams sowie einer Länderspiel-Unterbrechung hat die BBL nun aber an Fahrt aufgenommen. Im Januar folgen für Rasta fünf Spiele, im Februar sogar sechs – wenn corona-technisch nichts dazwischen kommt.

„Gegen Ludwigsburg zu spielen, ist eine der unangenehmsten Aufgaben in einer Saison“Rastas Coach Thomas Päch.

Und die große Frage an der Pariser Straße lautet: Wann gibt's den ersten Saisonsieg? Die ersten sechs Versuche waren nicht von Erfolg gekrönt, die 0:12 Punkte bedeuten den schlechtesten Start von Rasta in eine BBL-Saison. Dass in Ludwigsburg, wo Vechta bislang noch nie gewonnen hat, neues Unheil droht, ist kein Geheimnis. Päch ist aber zuversichtlich, dass sein Team den Riesen einen großen Kampf liefern kann.

Dafür ist jedoch im Vergleich zum letzten Spiel gegen Bonn eine gewaltige Leistungssteigerung nötig. Denn, so Päch: „Gegen Ludwigsburg zu spielen, ist eine der unangenehmsten Aufgaben in einer Saison.“ Ludwigsburg ist seit Jahren bekannt (und gefürchtet) für seine aggressive Spielweise. Die Riesen sind pausenlos im Attackemodus – egal, ob in der Defense oder im Angriff. „40 Minutes of Hell“ – mit diesem Credo schickt John Patrick seit Jahren seine Teams aufs Parkett.

Auf diesen Höllenritt hat Päch seine seit acht Pflichtspielen sieglose Mannschaft eingestellt, wenngleich er auch sagt: „Wir haben viel an uns gearbeitet und dabei nicht zu sehr auf den Gegner geguckt.“ Mit der Trainingswoche war der 38-Jährige „sehr zufrieden“. Er ergänzt: „Die Jungs geben Gas, es war richtig Leben in der Halle.“ Der angeschlagene Philipp Herkenhoff hat nach seinem Comeback nach langer Verletzungspause „Wehwehchen überall“, wie Päch erzählt, „aber er zieht voll durch“. Rastas Neuzugang Ikenna Iroegbu (23) wird in Ludwigsburg noch nicht dabei sein. 


Infos zum nächsten Gegner Ludwigsburg:

  • Der größte Erfolg: Die MHP Riesen Ludwigsburg haben 2019/20 ihre beste BBL-Saison der Klubhistorie gespielt. Beim Abbruch der Hauptrunde waren sie Zweiter, beim Finalturnier erreichten sie mit aggressiver Defense, spektakulärer Offense und tollem Teamspirit das Endspiel.
  • Der Umbruch: Ludwigsburg verzeichnete insgesamt 14 Abgänge, nahezu alle Topspieler ließen sich ihre starke Saison woanders lukrativ versilbern. Nur Jaleen Smith, Jonas Wohlfarth-Bottermann sowie die drei Youngster Lukas Herzog, Jacob Patrick und Johannes Patrick blieben.
  • Der Trainer: John Patrick (52), Vater von fünf Kindern, ist seit Januar 2013 im Amt und damit der aktuell dienst-älteste Coach der BBL. 2018 führte er die Riesen ins Final Four der Champions League.
  • Die Neuzugänge: Mit Javontae Hawkins, Yorman Polas Bartolo, Elias Harris, Jordan Hulls, Andrew Warren und Tremmell Darden holte Ludwigsburg sechs BBL-erfahrene Profis. Hawkins fällt aber mit einem Kreuzbandriss lange aus. Darden ist mit 39 Jahren der älteste Spieler der BBL.
  • Die Topspieler: Jaleen Smith kommt auf 15,2 Punkte, 7,3 Rebounds und 4,5 Assists im Schnitt. Topscorer ist der Ex-Bamberger Elias Harris (18,5).
  • Der Saisonstart: Ludwigsburg siegte gegen Göttingen, Crailsheim und Alba Berlin sowie in Bonn und Frankfurt. Die einzige Niederlage gab's bei Bayern München.
  • Die Heimserie: Saisonübergreifend hat Ludwigsburg die letzten zwölf Heimspiele gewonnen. Die letzte Heimniederlage datiert vom 12. Mai 2019 (79:80 gegen Berlin).
  • Die Bilanz gegen Rasta: Es gab bislang neun BBL-Duelle. Ludwigsburg siegte siebenmal (zuletzt 81:76 beim Finalturnier), Rasta gewann 18/19 und 19/20 seine Heimspiele.

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