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Behörden stoppen das Training

Neue Lage für Oythes Volleyballerinnen und die Handballdamen von SFN Vechta: Beide Vereine dürfen nicht mehr in die Hallen.

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Kein Training mehr möglich: Oythes Sandra Hövels (links) und Anne Jansen. Foto: Schikora

Kein Training mehr möglich: Oythes Sandra Hövels (links) und Anne Jansen. Foto: Schikora

Das Stopp-Schild kam am Donnerstagmittag per Mail: Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VfL Oythe können ab sofort nicht mehr trainieren. Und auch die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta dürfen vorerst nicht in den Trainings- und Spielbetrieb zurückkehren. Der Landkreis Vechta hat die kreiseigenen Sporthallen „aufgrund der weiterhin steigenden Fallzahlen und des extrem hohen Inzidenzwertes für alle Vereine geschlossen“, hieß es in einer Mitteilung an Oythes Volleyballobmann Matthias Schumacher und Vechtas Handball-Abteilungsleiter Jörn Borchardt. Ein Zutritt zu den Hallen für den Trainings- sowie Spielbetrieb sei „ab sofort nicht mehr zulässig“. Weiter hieß es: „Dies gilt unabhängig von der Einstufung des DOSB zu Vereinen der 3. oder 2. Liga oder zur Einschätzung des Landes Niedersachsen“.

Die Stadt Vechta, zuständig für die Halle West, in der Vechtas Handballerinnen ihre Heimspiele austragen, schloss sich der Entscheidung des Landkreises an. „Die Fallzahlen geben es nicht her, dass wir die Hallen öffnen können“, sagte Stadtsprecher Volker Kläne. Mit der Halle SZ Nord und der West-Halle sind damit beide Trainingsstätten der SFN-Damen gesperrt.

Oythe hatte am Dienstag und Mittwoch ganz normal trainiert und wollte sich am Freitag letztmals auf das Spiel am Samstag in Eimsbüttel vorbereiten – die Austragung dieser Partie ist nun mehr als fraglich. In SFN Vechtas Liga gilt aktuell eine vom Deutschen Handballbund (DHB) verhängte Pause bis zum 15. November. Am Mittwoch hatte der DHB verkündet, dass die 3. Liga zum Profibereich gehört und der Spiel- und Trainingsbetrieb trotz Corona weitergehen soll.

"Intensive Diskussionen" bei den Volleyballerinnen 

Ebenfalls am Mittwoch tagten die Volleyball-Zweitligisten. Die Videokonferenz mit 23 der 27 Damen-Teams aus den Staffeln Nord (14) und Süd (13) dauerte drei Stunden. „Es ging hoch her, es war auch eine gewisse Brisanz drin“, sagte Schumacher. Es ging vor allem um eine Frage: Soll die laufende Saison unterbrochen oder fortgesetzt werden? Schumacher berichtete von „intensiven Diskussionen“. Er selbst hatte für eine Unterbrechung plädiert und das mit den hohen Inzidenzwerten, den fehlenden Einnahmen und dem zunehmenden Unwohlsein innerhalb des Teams begründet. Aber: Oythe und seine Mitstreiter waren in der Unterzahl. Das Gros der Vereine plädierte für die Fortsetzung der Saison und hatte den VBL-Vorstand hinter sich. Denn: Die 2. Volleyball-Bundesliga gehört zum Profisport und profitiert damit auch vom 200-Millionen-Paket des Bundes.

Die Meinung der vier fehlenden Klubs soll noch eingeholt werden, am grundsätzlichen Votum wird sich allerdings nichts ändern. Neu ist aber, dass jedes Heimteam in Verbindung mit einem Corona-Verdachtsfall individuell selber für sich über die Austragung des Spiels entscheiden kann. „Wir müssen uns der Sache jetzt stellen“, sagte Schumacher. Die Landkreis-Mail trudelte zwei Stunden später ein.

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