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Bayern wollen ihre Triple-Mission krönen

Das Champions-League-Finale am Sonntag (21 Uhr) wird ein ganz besonderes deutsch-französisches Duell.

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Auch schon wieder sieben Jahre her: Die damaligen Bayern-Stars Philipp Lahm (links) und Bastian Schweinsteiger präsentieren nach dem Finalsieg gegen Borussia Dortmund den Champions-League-Pokal. Foto: dpa / Penny

Auch schon wieder sieben Jahre her: Die damaligen Bayern-Stars Philipp Lahm (links) und Bastian Schweinsteiger präsentieren nach dem Finalsieg gegen Borussia Dortmund den Champions-League-Pokal. Foto: dpa / Penny

REICH VS. REICHER: Der FC Bayern ist reich, Paris St. Germain ist (dank der Abermillionen aus Katar) reicher. Das zeigt sich auch beim Blick auf die Mannschaft. Bei PSG haben allein Neymar (222 Millionen) und Kylian Mbappe (180) fast viermal so viel an Ablöse gekostet wie die Startelf der Münchner im Halbfinale. Für Manuel Neuer (30), Thiago (25), Jerome Boateng (13,5), Alphonso Davies (18 Millionen), Joshua Kimmich (8,5), Serge Gnabry (8) und Ivan Perisic (5) zahlt(e) der FC Bayern gut 103 Millionen Euro, für Robert Lewandowski, Leon Goretzka, David Alaba und Thomas Müller dagegen nichts. Dafür ist die Ersatzbank der Münchner mit 237 Millionen Euro teuer: U.a. saßen dort bislang Lucas Hernandez (80), Corentin Tolisso (41,5), Javi Martinez (40), Kingsley Coman (28) oder Niklas Süle (20).

DEUTSCH VS. DEUTSCH: Eines haben die Trainer Hansi Flick und Thomas Tuchel gemeinsam. Beiden ist es gelungen, eine homogene Mannschaft zu formen. Flick hat das innerhalb von wenigen Wochen nach seiner Amtsübernahme am 3. November geschafft - ausgewiesen durch zwei grandiose Serien: 20 Pflichtsiege nacheinander, seit 29 Spielen ohne Niederlage (mit nur einem Unentschieden). Tuchel hat das Kunststück vollbracht, grandiose Einzelkönner wie die Weltstars Neymar und Kylian Mbappe zu mannschaftsdienlichem Verhalten zu bewegen. Tuchel und Flick stehen erstmals im Champions-League-Endspiel - als deutsche Trainer Nummer fünf und sechs nach Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes, Klaus Toppmöller und Jürgen Klopp.

DEUTSCH VS. FRANZÖSISCH: Neben Trainer Thomas Tuchel sind zwei deutsche Spieler bei Paris St. Germain beschäftigt: Thilo Kehrer und Julian Draxler. Der FC Bayern hat die Franzosen Kingsley Coman, Michael Cuisance, Lucas Hernandez, Benjamin Pavard und Corentin Tolisso unter Vertrag, außerdem bereits verpflichtet ist Tanguy Nianzou.

LEWANDOWSKI VS. RONALDO: Nein, Cristiano Ronaldo spielt nicht mehr mit, aber irgendwie doch. Der Portugiese hat in der Saison 2013/14 mit 17 Treffern in der Champions League einen Rekord aufgestellt - in 13 Spielen. Lewandowski steht bei 15 Treffern - in zehn Spielen. Nie wäre ein neuer Rekord so wertvoll. Zumal sich Lewandowskis Chancen bei der Wahl zum Weltfußballer damit nochmal deutlich verbessern würden.

KIMMICH VS. NEYMAR: Joshua Kimmich hat zuletzt auf der Position des Rechtsverteidigers gespielt - dort wäre er im Finale auch Gegenspieler von Neymar. Allerdings könnte Benjamin Pavard zurückkehren und Kimmich dadurch auf die Sechs rücken - was diesen nicht weniger wichtig macht beim Versuch, den stets rochierenden Neymar zu stoppen. Vorstand Oliver Kahn sagt: "Man muss die Zuspiele" auf Neymar und Kylian Mbappe "unterbinden". Als Sechser stünde Kimmich im Zentrum aller Abwehrmaßnahmen.

DAVIES VS. MBAPPE: Alphonso Davies ist sehr schnell: Ein Höchsttempo von 36,51 km/h wurde beim sprintstarken jungen Kanadier bereits gemessen. Im Endspiel trifft er allerdings auf einen, der noch schneller sein kann: Kylian Mbappe, schon mit 38 km/h gemessen. Übrigens: Usain Bolt lief 2009 bei der WM in Berlin mit einem Schnitt von 37,58 km/h zum Weltrekord über 100 m (9,58) - sein Top-Speed: 44,72 km/h.

DAVIES VS. SEINE FREUNDIN: Zu wem Jordyn Huitema am Sonntag wohl hält? Die 19 Jahre alte Fußball-Nationalspielerin aus Kanada ist Angreiferin bei Vizemeister Paris St. Germain, sie hat in der Saison 2019/20 unter anderem bei vier Einsätzen in vier Champions-League-Spielen vier Treffer erzielt. Vor allem aber ist sie auch die Freundin von Alphonso Davies. Die beiden kennen sich, seit sie 16 Jahre alt sind. Ein Angebot des FC Bayern musste Huitema ablehnen - sie hatte schon PSG zugesagt und dort seit 2019 einen Vierjahresvertrag.

KATAR VS. KATAR: Bei der Fluggesellschaft Qatar Airways ist die Vorfreude auf das Finale besonders groß. Die Welt werde "zum Stillstand" kommen, wenn "unsere beiden Partner" um den Henkelpott spielen, jubelte das Staatsunternehmen aus dem Emirat am Persischen Golf - zugleich betitelte es das Finale als "Qlassico". Qatar Airways ist Ärmelsponsor der Bayern, die deshalb im Winter stets ins Trainingslager nach Doha/Katar fliegen. PSG dagegen ist komplett im Besitz von Katar - weshalb die Bayern gerne darauf verweisen, dass sie die Vollfinanzierung des Klubs durch das Emirat unfair finden. Qatar Airways sponsort übrigens auch noch die AS Rom und die Boca Juniors aus Buenos Aires.

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