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Basketball: Aufstockung von ProA und ProB ist perfekt

In der 2. Liga spielen künftig 18 Teams, in der 3. Liga sind's 28 Mannschaften. Was bedeutet das für ProA-Absteiger Artland Dragons?

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Wie geht's weiter? Thorben Döding von den Artland Dragons (links), hier im Derby gegen Rastas Sa'eed Nelson. Foto: Becker

Wie geht's weiter? Thorben Döding von den Artland Dragons (links), hier im Derby gegen Rastas Sa'eed Nelson. Foto: Becker

Wochenlang wurde spekuliert und gerätselt, jetzt ist es amtlich: Die 2. Basketball-Bundesliga ProA wird von 16 auf 18 Teams aufstockt, zudem wird das Teilnehmerfeld in der drittklassigen ProB von 26 auf 28 Mannschaften erhöht. Das geht aus dem neuen Grundlagenvertrag zwischen dem Deutschen Basketball Bund (DBB) und der 2. Bundesliga ProA/ProB hervor, den beide Parteien unter der Woche in Frankfurt unterzeichnet haben. Der neue Grundlagenvertrag beginnt am 1. Juli 2022 und hat eine Laufzeit von zehn Jahren (bis 30. Juni 2032).

Wie die Erhöhung der beiden Ligen zur Serie 2022/23 umgesetzt wird, ist noch offen. Gibt's einen erhöhten Aufstieg oder einen reduzierten Abstieg? Werden freie Plätze per Wildcard-Verfahren vergeben? Fragen, auf die es zunächst keine Antworten gab. „Über die detaillierten Inhalte des Vertrages vereinbarten beide Seiten Stillschweigen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Grund für diese Zurückhaltung dürfte die Tatsache sein, dass in beiden Staffeln die Playoffs noch nicht beendet sind.

Immerhin: In der ProA kennen die Tigers Tübingen seit Donnerstagabend ihren Finalgegner. Die Rostock Seawolves gewannen das vierte Halbfinalspiel bei Science City Jena mit 77:76 und entschieden die Best-of-5-Serie mit 3:1 für sich. Rostock steht damit als sportlicher Aufsteiger in die BBL fest. „Der Traum ist Wirklichkeit“, posteten die Seawolves direkt nach dem Krimi in Jena, den Tyler Nelson mit einem Dreier in letzter Sekunde entschied. Hauptrunden-Meister Tübingen, im Halbfinale 3:0-Sieger gegen Leverkusen, bleibt in der ProA; der Klub hat aus finanziellen Gründen keinen Lizenzantrag für die BBL gestellt.

30 Heimspiele für Rasta: 17 in der ProA, 13 in der ProB

Die Abstiegsfragen sind derweil sportlich geklärt worden. In der ProA belegten die Artland Dragons, die Itzehoe Eagles und das Team Ehingen/Urspring die drei Abstiegsplätze. In den Playdowns der ProB erwischte es Köln, Eimsbüttel, Karlsruhe und Bayern München II.

Machen sich die Artland Dragons dank der Liga-Aufstockung nun Hoffnungen, durch die Hintertür doch noch in der ProA bleiben zu können? Marius Kröger, Geschäftsführer der Quakenbrücker und auch Vorstandsmitglied der 2. Bundesliga, hüllte sich in Schweigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das leider nicht kommentieren“, sagte er auf OM-Medien-Nachfrage.

Bei Rasta Vechta ist man sehr gespannt darauf, wie das Teilnehmerfeld komplettiert wird. Der Klub ist in der kommenden Saison sowohl in der ProA als auch in der ProB vertreten. Rasta Vechta II hatte kürzlich als Meister der 1. Regionalliga Nord den ProB-Aufstieg geschafft. Die zweigeteilte 3. Liga spielt künftig mit jeweils 14 Teams in einer Nord- und Süd-Staffel. Rasta plant für die neue Saison mit insgesamt 30 Heimspielen, 17 in der ProA-Hauptrunde, 13 in der ProB Nord. Details zu den Dauerkarten sowie zu den Eintrittspreisen für 22/23 will Rasta in den nächsten Tagen bekanntgeben.

Von der Ligen-Erweiterung versprechen sich die Vertragspartner „die Förderung der Entwicklung von jungen, professionellen Spielern als Unterbau für die ProA, die BBL und die Nationalmannschaft“. Für Christian Krings, den Geschäftsführer der 2. Liga GmbH, ist die Verlängerung des Grundlagenvertrages „ein wichtiges Zeichen für die Weiterentwicklung und Professionalisierung der 2. Liga“.

In der BBL haben sich indes die Klubs mit großer Mehrheit für ein Wildcardverfahren ausgesprochen, um den freien Platz (durch Tübingens Aufstiegsverzicht) zu vergeben. Die zehntägige Bewerbungsfrist beginnt am Montag. Ob BBL-Absteiger Skyliners Frankfurt oder ProA-Halbfinalist Jena eine Wildcard beantragen, ist unklar. Im Vorjahr hatten sich die Absteiger Gießen und Rasta Vechta um eine Wildcard beworben, Gießen erhielt den Zuschlag, stieg nun erneut ab und präsentierte am Freitag mit Branislav Ignjatovic (bisher Heidelberg) einen neuen Coach (für Pete Strobl).

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