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„Ballack“ Banemann führt SV Altenoythe zum Derbysieg

Der Fußball-Bezirksligist gewann 4:0 (1:0) beim TuS Emstekerfeld. Im zweiten CLP-Duell setzte sich der SV Molbergen mit 1:0 (0:0) gegen den SV Emstek durch.

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Laufduell: E'felds Nick Stratmann (rechts) kämpft hier mit dem Altenoyther Artur Lazowski um den Ball. Foto: Bettenstaedt

Laufduell: E'felds Nick Stratmann (rechts) kämpft hier mit dem Altenoyther Artur Lazowski um den Ball. Foto: Bettenstaedt

TuS Emstekerfeld - SV Altenoythe 0:4 (0:1). Eigentlich wollte der TuS seinem Co-Trainer Salih Darilmaz, der am Freitag im Museumsdorf seine Mareike geheiratet hatte, zum Hochzeitstag einen Sieg gegen den SV Altenoythe schenken. Doch dieses Vorhaben ging in die Hose. Und zwar gründlich. Während die Gastgeber nämlich einen schwachen Sonntag erwischten, spielte der SVA bärenstark auf und gewann mit 4:0 (1:0).

TuS-Coach Volker Kliefoth war von seinem Mannschaft tief enttäuscht. „Das war eine peinliche Vorstellung, so etwas habe ich von meinem Jungs noch nicht gesehen. Wir haben wirklich alles vermissen lassen, worauf es ankommt. Sein Gegenüber Luca Scheibel hatte dagegen nichts zu kritisieren. „Wir haben hoch verdient gewonnen. Aus einem starken Team hat Bernd Banemann nicht zuletzt wegen seiner beiden Tore herausgeragt.“

Die lauf- und zweikampfstarken SVA-Kicker dominierten von Anfang an. In der 10. Minute hatten sie die erste dicke Chance, doch TuS-Torwart Nils Kordon lenkte einen Schuss von Stefan Brünemeyer an den Pfosten. Auch Banemann (12.) und Maik Nirwing (19.) fanden in ihm zunächst ihren Meister.

In der 22. Minute war Kordon dann aber chancenlos: Rocco Bury flankte butterweich auf Nirwing, der völlig freistehend zur 1:0-Führung einnickte. Emstekerfeld kam kaum einmal gefährlich in die Nähe des SVA-Gehäuses. Lediglich Raphael Wedemeyer hatte eine nennenswerte Möglichkeit, doch sein Kopfball war zu harmlos (44.).

In den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff hatte es den Anschein, dass der TuS die Partie unbedingt noch drehen wollte. Er machte viel Druck – wurde aber schnell kalt erwischt, als Bernd Banemann nach einem Schuss von Artur Lazowski zum 0:2 abstaubte (49.).

Nachdem Bury (64.) und Lazowski (65.) die endgültige Entscheidung noch verpasst hatten – zweimal parierte Nils Kordon hervorragend –, sorgte Banemann für ebendiese: Beim schönsten Angriff des Tages passte Artur Lazowski diagonal auf Kevin Tholen, der direkt auf den Offensivspieler mit dem Spitznamen „Ballack“ weiterleitete: Durch das 3:0 war die Partie entschieden. Rocco Bury sorgte sechs Minuten vor Schluss noch für den 4:0-Entstand. Kordon hatte dabei nicht gut ausgesehen. Dass E'felds Wedemeyer wenig später wegen wiederholten Foulspiel noch die Gelb-Rote Karte sah, machte den gebrauchten TuS-Tag perfekt.

Intensiver Zweikampf: Emsteks Tim Jost (rechts) behauptet den Ball gegen Molbergens Michael Stjopkin. Foto: WulfersIntensiver Zweikampf: Emsteks Tim Jost (rechts) behauptet den Ball gegen Molbergens Michael Stjopkin. Foto: Wulfers

SV Molbergen - SV Emstek 1:0 (0:0). Nein, das war nicht der Spieltag des SV Emstek: Das Team von Trainer Jörg Roth unterlag im CLP-Kreisderby beim SV Molbergen mit 0:1. Zudem kam der einzige Konkurrent im Abstiegskampf, Blau-Weiß Lüsche, gegen SW Osterfeine zu einem 3:2-Erfolg. Somit beträgt Emsteks Rückstand zum rettenden Ufer fünf Spieltage vor Saisonende bereits sieben Zähler. Die wohl letzte Chance auch in der kommenden Saison als Bezirksligist daherzukommen,bietet sich dem SVE bereits am kommenden Mittwoch in der Heimpartie gegen Lüsche.

„Wir haben nicht die spielerische Qualität wie Molbergen, aber die Mannschaft hat sich richtig reingehauen. Wir haben uns aber noch lange nicht aufgegeben. Solange rechnerisch der Klassenerhalt möglich ist, werden wir alles versuchen“, meinte ein enttäuschter Emsteker Trainer Jörg Roth.

Molbergens Coach Luc Diamesso hatte da fast schon Mitleid mit den Gästen. „Die Emsteker haben super gekämpft. Sie hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir tun uns immer schwer, wenn wir das Spiel machen müssen. Aber die Jungs haben bis zum Schluss an sich geglaubt.“

Zum Spiel: 45 Minuten war es von beiden Seiten fußballerische Magerkost. Molbergen biss sich an der sattelfesten Emsteker Abwehr die Zähne aus und kam so gar nicht zu Möglichkeiten. Zwei Kopfbälle von Robin Budde (31. und 37.), das war's aus Sicht der Platzherren. Da auch die Gäste offensiv keine Bäume ausrissen, war das torlose Remis nach 45 Minuten die logische Konsequenz.

Nach dem Wechsel wurde es hüben wie drüben munterer, ohne dass allerdings Tormöglichkeiten im Minutentakt angesagt waren. Der eingewechselte Michael Abramczyk scheiterte am prächtig reagierenden Emsteker Torhüter Björn Klausing (75.), auf der Gegenseite wurde Lukas Moormann im letzten Moment gestoppt (80.).

Alles deutete auf ein torloses Remis hin, doch die zu keinem Zeitpunkt aufsteckenden Hausherren hatten noch einen Pfeil im Köcher. Johannes Bruns schnappte sich mit einem energischen Antritt den Ball, erwischte ihn allerdings aus Emsteker Sicht erst hinter der Torauslinie. Seine Flanke verwertete Molbergens Kapitän, der mit seinem Flachschuss aus kurzer Distanz Björn Klausing keine Chance ließ zum Tor des Tages (85.). Danach war Jubel angesagt bei den Hausherren, die in ihrem letzten Heimspiel der Saison somit doch noch zu drei Punkten kamen.

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