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Auf nach China: Karl Quades Vorfreude auf die 14. Mission

Der Dinklager ist wieder Leiter der deutschen paralympischen Mannschaft. Peking ist dabei erst mal die letzte Station in Asien.

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Erneut in China: Der Dinklager Karl Quade.  Foto: Quade

Erneut in China: Der Dinklager Karl Quade.  Foto: Quade

Peking ist Geschichte – und auch nicht. Die Olympischen Winterspiele in der chinesischen Hauptstadt wurden am Sonntag offiziell beendet, aber die Paralympics kommen erst noch. Vom 4. bis 12. März finden die Spiele für die weltbesten Behindertensportler an den gleichen Stätten statt, natürlich in einem etwas kleineren Rahmen. Arbeit gibt es dennoch genug. Und darauf freut sich der Dinklager Karl Quade.

Der 67-Jährige fliegt am Mittwoch von Düsseldorf nach Istanbul und dann weiter nach Peking. Für den promovierten Sportwissenschaftler ist es bereits sein 14. Einsatz als Chef de Mission für die Mannschaft vom Deutschen Behindertensportverband (DBS).

„Die Vorfreude ist da. Ich kann mich wieder ins Team einbringen – es  ist immer ein schönes Miteinander“, sagt der pensionierte Referatsleiter für internationale Sportangelegenheiten im Bundesinnenministerium. Zusammen mit vier weiteren DBS-Vertretern bildet Dr. Karl Quade die Vorhut für die insgesamt 18 Aktiven und fünf Guides. Rund 40 weitere Vertreter – Trainer, Ärzte, Physios, Techniker, Presse sowie die von Karl Quade geleitete Delegation – gehören ebenfalls zum deutschen Paralympics-Tross. Die Mannschaft reist am Freitag direkt per Charterflug von Frankfurt nach Peking.

Nach Olympia ist vor den Paralympics: Eine Impression von der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Vogelnest-Nationalstadion in Peking. Foto: dpa  GangNach Olympia ist vor den Paralympics: Eine Impression von der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Vogelnest-Nationalstadion in Peking. Foto: dpa / Gang

Karl Quade bleibt insgesamt für drei Wochen bis zum 16. März in China. „Wir wohnen in Zhangjiakou, wo die Nordischen Wettbewerbe stattfinden“, berichtet er. Wie schon bei den Sommer-Paralympics im vergangenen Jahr in Tokio fehlt auch in Peking ein deutsches Dorf als gemeinsamer Anlaufpunkt, wo sonst immer das sportliche Leben pulsiert. Chinas strikte Null-Covid-Strategie und die ohnehin allgegenwärtige staatliche Überwachung schränken die persönliche Bewegungsfreiheit stark ein. Auch Karl Quade weiß, dass mit der Rückkehr der Spiele in den Westen vieles wieder anders werden wird: Paris 2024, Mailand/Cortina 2026, Los Angeles 2028 und Brisbane 2032 finden in demokratischen Ländern und hoffentlich ohne Pandemie statt.

Aber nun sieht Karl Quade, der bereits zum zehnten Mal nach China reist und nach eigenen Angaben dem asiatischen Raum persönlich sehr zugetan ist, erst mal Peking entgegen. Nach Pyeongchang und Tokio sind es die dritten Spiele nacheinander in Fernost. Was die täglichen Testungen betrifft, habe das Prozedere bei den Olympischen Winterspielen in Peking offenbar gut geklappt, so der Eindruck von Karl Quade, der früher selbst Teilnehmer bei den Sommer-Paralympics und 1988 in Seoul/Südkorea Goldmedaillen-Gewinner mit den deutschen Standvolleyballern war.

„Das Tagesgeschäft wird ganz ähnlich wie sonst sein“, sagt der Dinklager, der wie gewohnt seit Tagen seine Daten auf der Gesundheits-App eingibt – und wie in Tokio hofft, dass diesbezüglich auch vor Ort alles glatt läuft.

9 der 18 deutschen Aktiven sind Debütanten

Während es in der japanischen Metropole viele kleine Einzelblasen gab, ist Peking eine große Gesamt-„Bubble“ – mit ständigem Masketragen. Wettertechnisch lassen die Vorhersagen etwas mildere Tage als bei Olympia erwarten.

Bleibt die Hoffnung, dass es sportlich läuft. Auch wenn Karl Quade schon bei der Nominierung betonte, dass in der Vergangenheit vor allem viele tolle Ausnahmeleistungen Einzelner für das gute Gesamtergebnis verantwortlich waren – und Topsportler wie Andrea Eskau (sechs Medaillen 2018 in Pyeongchang) nun fehlen. Und: In Peking sind 9 der 18 deutschen Aktiven Debütanten.

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