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Auf dem Sprung zurück in die Realität

Die VEC-Fußball-Bezirksligisten stehen in den Startlöchern für die Vorbereitung auf die Saison 2020/21. Fünf neue Trainer nehmen ihre Arbeit auf. Ein Überblick.

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So geht Kontaktsport: Der Holdorfer Angreifer Paul Bley (rechts) hebt gegen Frisia Goldenstedt ab. Foto: Schikora

So geht Kontaktsport: Der Holdorfer Angreifer Paul Bley (rechts) hebt gegen Frisia Goldenstedt ab. Foto: Schikora

Körperkontakt ist erlaubt, Partien mit insgesamt 29 Spielern gestattet – und ein Starttermin für die Saison 2020/ 21 Anfang September anvisiert: Die Fußball-Bezirksligisten kehren nach und nach zurück zur Normalität – und wechseln wieder von der digitalen in die reale Welt. Ein Überblick.

Frisia Goldenstedt
So flink wie die Nordkreisler hat kaum jemand auf die Lockerungen reagiert. Ruck, zuck wurden vier Testspiele fixiert. „Ich freu' mich wahnsinnig, dass es bald losgeht“, sagt Coach Björn Lipfert. Auch ohne Kontakte wurde auf Wunsch der Mannschaft weitertrainiert. So lagen die Schwerpunkte in den Bereichen Ballannahme, -kontrolle oder Passspiel. Lipfert: „Gibt Schlimmeres.“ Dennoch war die Freude groß, als Zweikämpfe erlaubt wurden. Das körperliche Spiel sei „die Identität der Mannschaft“, sagt Lipfert. Das erste Testspiel steigt am 1. August gegen die A-Jugend des JFV Rehden. Danach ist unter anderem ein „Freundschaftsbesuch“ bei Fast-Namensvetter VfB Goldenstädt in Mecklenburg-Vorpommern geplant. Ganz neu dabei: Keeper Mark Schultalbers, der vom SC Twistringen kam.

VfL Oythe II
Die Oyther Reserve wandelt derzeit noch auf digitalen Wegen: Mit einer Lauf-App und Pulsuhren absolvieren die Kicker individuell ein vierwöchiges Konditions-Programm. In die Vollen geht es für das Team von Neu-Coach Julian Gieseke – zuvor Co-Trainer bei der Ersten – am 1. August mit dem regulären Vorbereitungsstart. Veränderungen gab es kaum: Felix Diersen wechselte zu RW Visbek, aus der A-Jugend rückt wohl ein Duo hoch. Das soll auch der neue Oyther Weg sein, wie Gieseke sagt: Man möchte eine „Entwicklungsmannschaft“ sein und auch Spieler für die Erste formen. Dabei helfe auch das „richtig gute Verhältnis“ zu Oythe-I-Coach Raphael Dornieden.

Menschenansammlung im Fünfer: Eine Szene vom Derby zwischen SFN Vechta und BW Lohne II. Foto: SchikoraMenschenansammlung im Fünfer: Eine Szene vom Derby zwischen SFN Vechta und BW Lohne II. Foto: Schikora

SV Holdorf
An diesem Wochenende leitet der neue Trainer Jan Kreymborg sein erstes Training. Der HSV begrüßt aber noch weitere neue Gesichter: Steven Bentka (Quakenbrücker SC), Efthimios Stoimenou (SV Bevern), David Brüwer (TSV Wallenhorst) und Marco Soares (BW Lüsche) stehen als auswärtige Neuzugänge fest, dazu rücken fünf Spieler aus dem eigenen Stall in die Erste auf. „Der Kader war zum Ende hin sehr dünn“, sagt Jan Kreymborg. Zudem gibt's mit Jonas Thölking (hört auf), Peter Sedlik (RW Damme) und Christian Niehaus (unbekannt) drei herbe Verluste. Es wird also ein Neuanfang unter der Leitung von Kreymborg und seinem „Co“ Niklas Stöver. Der Plan mit sechs Testspielen steht schon.

BW Lohne II
Nach zwei Monaten mit Online-Trainingseinheiten waren die Lohner für jede Lockerung dankbar. Den 15 bis 16 regelmäßigen Trainingsgästen attestiert Coach Thorsten Plogmann eine gute Fitness. Er sieht das 22-köpfige Team für den Kampf um einen Top-5-Platz „gut gerüstet“. Anfang August geht es voll los. „Führungskraft“ Dimitri Wiebe verließ BWL II genau wie Keeper Franz Zerhusen (Amasyaspor). Dafür sind nun Bernd Averdam, Jannes Eckertz und mit Abstrichen auch Torwart Felix Schumacher (alle aus der A-Jugend) an Bord. In der Konkurrenz sieht Plogmann „keine Übermannschaft“.

BW Lüsche
Seit seinem Amtsantritt mitten in der Corona-Pause hat der neue Trainer Daniel Dauny vor allem eines gemacht: Gespräche geführt. Ergebnis: Am 25. Juli (Samstag) beginnt die Vorbereitung mit einem 22er-Kader, darunter zehn Neulinge: Maximilian Eckelmeier (BV Essen II), Andre Schrandt (Quakenbrücker SC), Maik Struska (SV Peheim), Tom Ostendorf (A-Jug. GW Brockdorf), Michael Schaubert (BV Essen), Jochen Thobe (GW Mühlen), John Meyer (TV Dinklage II), Fabian Gellhaus, Ole Ostendorf (beide A-Jug. VfL Oythe) und Simon Haude (zweite Herren). Dauny sagt: „Es wird eine harte und knackige Vorbereitung.“ Dem geschenkten Klassenerhalt soll ein sportlicher Liga-Verbleib folgen.

SW Osterfeine
Spielertrainer Mehmet Koc strotzt vor Vorfreude. „Endlich! Ich freu' mich, die wieder zu quälen, das hat mir gefehlt“, scherzt er in Richtung seiner Mannschaft. Die Kaderplanungen sind längst abgeschlossen, am Mittwoch geht es nach zweiwöchiger Pause wieder mit dem Training los. Dreimal die Woche, plus Tests am Wochenende. „Ich bin der Meinung, dass du am meisten aus den Spielen rausholst“, sagt Koc zum Lerneffekt. So sind auch schon sechs Spiele fix, das erste steigt am 1. August gegen den TuS Sulingen.

SFN Vechta
Am Dienstag absolvierte David Riesner seine erste Einheit als neuer Coach am Bergkeller – und er hat einen guten ersten Eindruck. Zwei Wochen lang stehen nun Ausdauer und Athletik im Fokus des Trainings. Am 28. Juli gibt es einen Fitnesstest und tags drauf beginnt die Arbeit mit dem Ball. Zum Kader sagt Riesner: „Zwei, drei Gespräche laufen noch.“ Klar ist: Neben Lars Scholz und Brice Witte kommt auch Burhan Ablak (Amasyaspor Lohne). Felix Stukenborg geht dagegen in die Zweite. Was Testspiele angeht, will man sich angesichts der begrenzten Spielerzahl breit aufstellen.

GW Brockdorf
Am 26. Juni löste Neu-Coach Matthias Lünsmann seinen Vorgänger Stefan Arlinghaus ab und leitet seitdem einmal pro Woche das Training. Ende Juli soll die Intensität erhöht werden, um rund sechs Wochen vor dem angedachten Start im September richtig mit der Vorbereitung loszulegen. Testspiele sind in Planung. Den ersten Eindruck beschreibt Lünsmann so: „Großer Kader, guter Zusammenhalt, eine sehr willige Truppe.“ Im Brockdorfer Umfeld lasse sich sehr gut arbeiten. Am Personal habe man bewusst nicht viel verändert. Man wolle mit dem eingespielten Team in der Bezirksliga „gucken, was geht“.

Amasyaspor Lohne
Der 23-Mann-Kader steht – fünf Neulinge sind dabei. „Und alle haben das Potenzial und auch den Anspruch, in der ersten Elf zu stehen“, sagt Trainer Thomas Schmunkamp, der seinen Kader in der Breite besser aufgestellt sieht als in der zurückliegenden Kreisliga-Spielzeit. Am 28. Juli beginnt die Vorbereitung, sieben Testspiele sind schon abgemacht – das erste am 1. August beim SC Twistringen. Schmunkamp ist mit dem Personal zufrieden und hält es auch eine Liga höher für wettbewerbsfähig. Sein Statement dazu: „Da kann man mit arbeiten.“

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