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Auf BW Lohne wartet die nächste Grenzerfahrung

Der Fußball-Regionalligist ist am Sonntag beim FC St. Pauli II zu Gast. Henning Rießelmann äußert sich zu den Fitnessunterschieden. Und er muss auf einen wichtigen Mann verzichten.

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Mit Gebrüll: Der Lohner Stürmer Marek Janssen (Mitte) gegen Werder II. Janssen fällt jetzt für zwei Wochen aus. Foto: Schikora

Mit Gebrüll: Der Lohner Stürmer Marek Janssen (Mitte) gegen Werder II. Janssen fällt jetzt für zwei Wochen aus. Foto: Schikora

Mund abputzen, weitermachen – diese eingestaubte Fußballfloskel kommt bei BW Lohne nicht zur Geltung. Im Eingewöhnungsprozess an die Regionalliga will BWL aus den vorherigen Spielen lernen und sich so Schritt für Schritt optimieren. Deshalb wird der Mannschaft am Samstagmorgen nach dem Abschlusstraining noch mal ein Zusammenschnitt guter und schlechter Szenen aus dem Mittwochspiel gegen Werder Bremen II (2:3) präsentiert. Nach der Videoanalyse richten die Lohner mit der Gegnervorstellung dann endgültig den Blick nach vorne. Und am Sonntag soll es dann bestens vorbereitet zum ersten Auswärtsspiel beim FC St. Pauli II gehen. Anstoß im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion ist um 14.00 Uhr.

Dort will BWL zum ersten Mal in dieser Saison punkten. Dem Auftaktspiel gegen Phönix Lübeck (2:3) war am Mittwoch erneut ein später K.o. gegen Werder Bremen II (1:2) gefolgt. Die Partie vor 1400 Zuschauern war für die Lohner nicht nur emotional, sondern auch körperlich aufreibend. Am Ende war schlichtweg der Tank leer – und Werder II konnte zuschlagen.

Trainer Henning Rießelmann hatte schon nach dem Schlusspfiff darauf verwiesen, dass sich die Unterschiede im Trainingspensum zwischen Teams wie Lohne und Profi-Mannschaften auch auf dem Platz bemerkbar machten. Jetzt führte er erneut aus: „Wir trainieren drei- bis viermal die Woche. Im Rahmen unserer Möglichkeiten knallen wir alles raus. Wir gehörten in der Oberliga immer zu den fittesten Mannschaften – und sind's jetzt auf einmal nicht mehr.“

BWL will die Fitness-Lücke sukzessive schließen

Dies sei auch völlig logisch, da die Profiteams teilweise sogar zweimal am Tag trainieren. Man müsse sich daran gewöhnen, in der Schlussphase weniger Körner als diese Gegner zu haben – und versuchen, diese Lücke sukzessive zu schließen. Rießelmann sagt aber auch: „Ich kann meine Jungs nicht gleich jeden Tag zum Training bitten.“ Erstens wegen ihrer Zeitressourcen und zweitens, weil die Köper eine abrupte Erhöhung der Intensität gar nicht mitmachen.

Auch gegen die Zweitliga-Reserve des FC St. Pauli erwartet Rießelmann diese Fitnessunterschiede. „Wir müssen mal wieder körperlich an unsere Grenzen gehen“, glaubt er. Jene Spieler, die am Mittwoch mit muskulären Problemen ausgewechselt werden mussten, sind wieder einsatzbereit – mit einer Ausnahme: Stürmer Marek Janssen, der in beiden Spielen je einmal traf, wird mit einer Oberschenkelzerrung zwei Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Den Gegner beschreibt der Lohner Trainer als „nächste hohe Hürde“ mit schnellen und technisch versierten Spielern. Das Team spielt im 4-4-2-System mit Raute. St.-Pauli-II-Trainer Elard Ostermann sieht BWL als Mannschaft, „die schon Fußball spielen will, dafür aber aus einer Kompaktheit agiert“. Er rechnet mit mehr Ballbesitz für sein Team – und da habe es auch seine Stärken.

Rießelmann setzt hingegen darauf, dass BWL den Mut nicht verliert. Auf eine so große Unterstützung wie am Mittwoch muss Lohne auswärts aber verzichten. Der Coach und sein Team zeigten sich beeindruckt vom „Feingefühl der Zuschauer“, die nach der Niederlage applaudierten. Aber sie wissen genau: Applaus allein reicht nicht.

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