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Auch im Radsport herrscht Ungewissheit

Corona hat den Vereinen im Kreis Vechta massiv zugesetzt – doch es könnte auch einen positiven Effekt geben.

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Heimspiel: Der Lohner Ü-40-Fahrer Thomas Hannöver (Mitte) beim Crossrennen am Aussichtsturm. Foto: Schikora

Heimspiel: Der Lohner Ü-40-Fahrer Thomas Hannöver (Mitte) beim Crossrennen am Aussichtsturm. Foto: Schikora

Die großen Crossrennen in Lohne und Vechta – abgesagt. Die RTF „Oldenburger Münsterland“ mit Volksradfahren – gecancelt. Das Kohlessen, die Jahreshauptversammlung, das Jugendtraining, die gemeinsamen Ausfahrten – keine Chance. Radfahren geht immer, klar. Und doch waren die vergangenen anderthalb Jahre keine schöne Zeit für die RSG Lohne-Vechta. Corona brachte das Vereinsleben fast zum Erliegen und beraubte die RSG sämtlicher Highlights im Veranstaltungskalender.

Immerhin, als Outdoorsportler konnten die Radfahrer ihrem Hobby trotz Dauer-Lockdowns zumindest individuell nachgehen. „Und so waren alle immer alleine oder zu zweit unterwegs, der ein oder andere hat viele Wege mit dem Crossrad oder dem MTB entdeckt“, berichtete RSG-Sprecherin Ulrike Lichtenstein: „Einige fanden zwangsläufig – durch Homeschooling der Kinder oder Quarantäne – großes Gefallen an Zwift, einer virtuellen Trainingsplattform.“

Zumindest für das Kinder- und Jugendtraining gab es mittlerweile wieder grünes Licht. „Mit getestetem Trainer sind Gruppen zulässig“, berichtet Ulrike Lichtenstein. Für dieses Jahr stehen auch die drei großen RSG-Events noch im Kalender: die RTF „Oldenburger Münsterland“ am 1. August, das Cyclocrossrennen „Rund um den Lohner Aussichtsturm“ am 24. Oktober und das Cyclocrossrennen „Rund am Vechtaer Reiterwaldstadion“ am 30. Dezember.

„Ob und in welcher Form wir sie durchführen können, steht in den Sternen“, räumt Ulrike Lichtenstein allerdings ein. Die Pandemie ist dabei nicht die einzige Hürde. „Auch wenn es coronabedingt möglich wäre, erwarten uns mit Lohne und Vechta vermutlich noch andere Hindernisse“, berichtet die RSG-Sprecherin. In Lohne sind Umbauarbeiten an der Schützenhalle und der Tennishalle sowie eine Neugestaltung der Fußballplätze geplant. In Vechta ist der Galgenberg neu bepflanzt worden.

Doch in Vechta gibt es auch einen Lichtblick: Nach monatelangen Überlegungen und Ausarbeitungen konnte die RSG mit der Errichtung einer Hütte auf dem Gelände am Reiterwaldstadion beginnen. „Viele Dinge, die für die Veranstaltungen benötigt werden, wurden stets privat untergebracht. Hier hat der Verein nun bald die Möglichkeit, alles zentral zu lagern“, sagt Ulrike Lichtenstein.

„Ich glaube, dass viele in den letzten Monaten das Rennrad für sich entdeckt haben"Ulrike Lichtenstein von der RSG Lohne-Vechta

Was die Popularität des Radsports grundsätzlich angeht, setzt sie sogar auf einen positiven Corona-Effekt. „Ich glaube, dass viele in den letzten Monaten das Rennrad für sich entdeckt haben. Man hat auf jeden Fall etliche gesehen“, sagt sie. „Vielleicht hat der eine oder andere ja demnächst Lust, bei uns auch mal in der Gruppe zu fahren.“

Während bei der RSG in den Nachwuchs- und Altersklassen elf Fahrer mit Wettkampflizenz unterwegs sind, steht beim RSV 90 Goldenstedt und dem RSC Visbek der reine Hobbysport im Vordergrund. Doch auch die beiden Nordkreis-Klubs leiden nach wie vor unter Corona.

Der RSV Goldenstedt plant für den 20. Juni (Sonntag) seine RTF „Rund um Goldenstedt“. „Aber ob sie auch stattfinden kann, steht noch in den Sternen. Das werden wir erst zehn Tage vorher entscheiden“, sagt Geschäftsführer Bernd von Höne. Möglich sei auch eine abgespeckte Version wie vor einem Jahr – ohne Ausschilderung und Verpflegungsstation. Mit der Planung eines möglichen Crossrennens am Hartensbergsee im Herbst hat sich der RSV bislang noch gar nicht befasst.

Kurzfristig entscheiden – das will auch der RSC Visbek im Fall seiner traditionellen „Go for Yellow“-Tour Mitte Juli. „Wir würden gerne“, sagt der 1. Vorsitzende Elimar Moormann: „Aber wir wissen noch nicht, ob es geht.“ Im letzten Jahr war die RTF komplett ausgefallen.

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