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Auch das Derby wird zum Geisterspiel

Für das Duell zwischen Rasta Vechta und den Artland Dragons am Samstag sind keine Zuschauer zugelassen. Rasta hat unterdessen den Wechsel von Joel Aminu von Brose Bamberg nach Vechta bestätigt.

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Neu bei Rasta: Joel Aminu. Foto: Bente

Neu bei Rasta: Joel Aminu. Foto: Bente

Geisterspiel, Teil zwei: Basketball-Zweitligist Rasta Vechta muss auch das Derby gegen die Artland Dragons am Samstag (19.30 Uhr) in einer leeren Halle austragen. Zwei Wochen nach dem Geisterspiel gegen Karlsruhe hat der Landkreis Vechta erneut einen Ausschluss der Zuschauer veranlasst.

„Fast acht Jahre mussten Fans auf dieses Pflichtspiel-Derby warten. Dass es nun ohne Fans stattfinden muss, tut mir in der Basketball-Seele weh“, sagte Rastas Klubchef Stefan Niemeyer. Rasta hatte mit seinem Hygiene- und Sicherheitskonzept (2G-plus, FFP2-Maskenpflicht für den gesamten Aufenthalt plus weitere Maßnahmen) auf 500 bis 1000 Zuschauer gehofft.

Das Warten auf die Rückkehr der Fans in den Dome hält also an. Rasta werde sein Konzept „immer entsprechend den Anforderungen der Behörden und der Gesamtlage aktualisieren und perfekt vorbereitet sein auf den Tag, an dem wir wieder Zuschauer in den Rasta-ome lassen können“, so Niemeyer: „Bis dahin müssen wir alle Geduld haben und auf das Beste hoffen“, sagte Niemeyer.

Gerdesmeyer verweist auf hohe Inzidenz für Vechta

Der Landkreis Vechta hatte bereits Anfang Dezember beschlossen, dass in kreiseigenen Hallen und Einrichtungen Zuschauer nicht mehr zugelassen sind - bei jeglichen Veranstaltungen bis mindestens 31. Dezember 2021. Da der Rasta-Dome aber in privatwirtschaftlichen Händen liegt, kann der Klub derzeit für jedes seiner Heimspiele einen Antrag auf Zulassung von Zuschauern stellen. Das nächste Heimspiel steigt am 28. Dezember, dann sind die Itzehoe Eagles mit Ex-Rasta-Coach Pat Elzie in Vechta zu Gast.

Landrat Tobias Gerdesmeyer verwies am Dienstagnachmittag auf die Sieben-Tage-Inzidenz von 273,5 für den Landkreis Vechta (zweithöchster Wert in Niedersachsen) und sagte: „Deswegen wäre es in dieser Zeit das falsche Signal, ein Rasta-Heimspiel mit 1000 Zuschauern zuzulassen – trotz des ausgezeichneten Hygienekonzepts des Vereins.“

Rasta Vechta hat unterdessen die Verpflichtung von Joel Aminu offiziell bestätigt. Der 24 Jahre alte Shooting Guard wechselt vom Erstligisten Brose Bamberg zum Tabellen-15. der 2. Bundesliga ProA. Er ist bereits Rastas vierte Nachverpflichtung nach James Washington, Tyrone Nash und Tajuan Agee. Der Wechsel von Aminu, der 139 ProA-Spiele für Ehingen und Phoenix Hagen absolviert hat, war bereits am Wochenende durchgesickert, da er sein neues Team zum Auswärtsspiel nach Ehingen begleitet und dort in Zivil auf der Rasta-Bank Platz genommen hatte.

„Wir brauchen für unsere Rotation einen deutschen Spieler, der uns mit seiner aggressiven Art in der Defense weiterhilft – und auch im Umschaltspiel“, sagt Rastas Coach Vladimir Lucic. Aminu habe „schon viel Erfahrung in der ProA“, man sei zu der Entscheidung gekommen, „dass er eine gute Option für uns ist“, so Lucic.

Mit der Verpflichtung von Aminu, der aus Kamp-Lintfort im Ruhrgebiet stammt und 2018 im ProA-Viertelfinale gegen Vechta (0:3) für Hagen 14,7 Punkte pro Spiel machte, reagierte Rasta auch auf die Tatsache, dass Kevin Smit nicht mehr in der ProA aushelfen kann. Der Spielmacher von Rastas Regionalliga-Team hatte bereits fünf Saisoneinsätze in der 2. Liga – mehr sind nicht erlaubt.

Aminu hatte zuletzt in Bamberg wenig Perspektiven. Dazu Lucic: „Manchmal muss man eben auch mal einen Schritt zurück gehen, um dann wieder nach vorne zu kommen.“ Aminu freut sich auf die neue Aufgabe: „Ich möchte hier 100 Prozent geben. Meine Rolle war es schon immer, vor allem in der Defense Gas zu geben, um dem Team dadurch in die Offense zu verhelfen.“ Aminu ist der 18. Spieler, den Rasta in dieser Serie einsetzt – neuer Rekord für Vechta in der ProA. 2014/15, in Rastas letzter Gurkensaison in der 2. Liga, waren es 17 verschiedene Spieler.

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