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Artland Dragons: Aktuellen Erfolg im nächsten Jahr bestätigen

Der Coach der Quakenbrücker Zweitliga-Basketballer, Tuna Isler, zieht Bilanz nach der Saison 2020/2021 und blickt schon auf die neue Serie. Auf das Derby gegen Rasta Vechta freut er sich schon jetzt.

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Viel Grund zum Jubeln und Applaudieren: Dragons-Headcoach Tuna Isler (Mitte) blickt gemeinsam mit Geschäftsführer Marius Kröger (links) Und „Co“ Julian Patrick Flomo auf eine sportlich erfolgreiche Saison zurück. Foto: Langosch

Viel Grund zum Jubeln und Applaudieren: Dragons-Headcoach Tuna Isler (Mitte) blickt gemeinsam mit Geschäftsführer Marius Kröger (links) Und „Co“ Julian Patrick Flomo auf eine sportlich erfolgreiche Saison zurück. Foto: Langosch

Die Artland Dragons blicken sehr zufrieden auf die Saison in der 2. Basketballbundesliga ProA zurück. In der ersten Saison, die Tuna Isler als Headcoach bei den Quakenbrückern bestritten hat, erreichten sie die Playoffs. Das war den Drachen zuvor noch nicht gelungen. Mit OM Online schaut der Trainer nicht nur auf die vergangene Serie zurück, sondern auch voraus auf die kommende Spielzeit 2021/2022 und darüber hinaus.

Tuna Isler über...

...die abgelaufene Saison: „Wir sind sehr zufrieden. Im Jahr davor haben wir lange gegen den Abstieg gespielt, daher wollten wir ins gesicherte Mittelfeld. Umso schöner, dass wir sogar die Playoffs erreicht haben. Wir haben die gesamte Serie über unter den ersten acht gestanden. Das ist ein großer Erfolg.“

...den aktuellen Kader: „Im Vergleich zur Saison davor waren mit Thorben Döding, Robert Oehle, Chase Griffin und Danielius Lavrinovicius nur vier Spieler geblieben, es sind sechs Neue hinzugekommen. Außerdem haben wir die Nachwuchsspieler Marius Lau und Marvin Möller hinzugenommen. Das neue Team hat sich schnell gefunden. Nicht nur sportlich, auch charakterlich passen die Jungs richtig gut zusammen. Sie unternehmen auch abseits des Platzes viel miteinander. Der Mix passt hervorragend, die Altersspanne reicht von 37 bis 19 Jahren. Die Teamchemie ist optimal, es macht unheimlich Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“

Aufsteiger: Tuna Isler freut sich über die Entwicklung von Zach Ensminger. Foto: LangoschAufsteiger: Tuna Isler freut sich über die Entwicklung von Zach Ensminger. Foto: Langosch

...über den Standort Quakenbrück: „Als ich 2018 zu den Dragons kam, wusste ich nicht genau, was auf mich zukommt. Aber ich kannte natürlich die interessante Historie des Vereins. Daher bin ich gerne hergekommen. Ich bin jetzt im achten Jahr Trainer und habe einige Stationen hinter mir. Das sind zwar wichtige Erfahrungen. Aber mein Agent meinte, dass ich Kontinuität bräuchte und irgendwo längerfristig arbeiten sollte. Da habe ich es mit Quakenbrück super getroffen. Der Slogan ,Kleine Stadt, große Liebe' passt wie die Faust aufs Auge. Es ist ein sehr familiäres Umfeld, mir macht meine Aufgabe riesigen Spaß. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich im November 2019, als sich der Verein von Chefcoach Florian Hartenstein getrennt hat, die Chance bekam, die Nachfolge anzutreten.

...über den Umgang mit Corona: „Ich denke, wir sind in der Liga vorbildlich vorangegangen. Wir haben in Absprache mit Geschäftsführer Marius Kröger und den Gesellschaftern ganz bewusst viel aus unserem Budget für regelmäßige PCR-Tests investiert. Damit haben wir uns nicht nur gut gefühlt, sondern uns auch bestmöglich geschützt. Wir hatten nur einen Coronafall mit Adrian Breitlauch. Aber wir haben das dank des PCR-Tests schnell entdeckt, noch bevor ,Addi' infektiös wurde. Damit haben wir ihn isoliert, bevor das Virus in der Mannschaft rundgegangen ist.

...den Aufsteiger des Jahres: „Das ist ganz klar Zach Ensminger. Die Entwicklung ist enorm. Wenn du dir seine ersten drei Saisonspiele ansiehst und die letzten drei, dann liegen Welten dazwischen. Zach ist ein Paradebeispiel dafür, wie man nicht nur eine Chance bekommt, sondern sie auch nutzt. Ich bin froh, dass er für die nächste Saison zugesagt hat. An ihm werden wir noch viel Freude haben.

"Es ist natürlich schade, dass Rasta aus der 1. Liga abgestiegen ist."Tune Isler, Dragons-Coach

...die Kaderentwicklung für die nächste Saison: „Zach Ensminger, Leon Okpara, Adrian Breitlauch und Jacob Knauf haben jeweils Zweijahresverträge – damit steht das Gerüst. Wir wissen, dass einige Spieler auch auf dem Zettel anderer Klubs stehen, also werden wir nicht alle behalten können. Ein Gerel Simmons beispielsweise ist der Topscorer der Liga. Er ist für ein absoluter Glücksfall für uns. Aber bei einem lukrativen Angebot auch aus der BBL wird er wohl gehen. Das wäre zwar bedauerlich, aber es ist ja auch ein Kompliment für uns und unsere Arbeit, wenn Dragons-Spieler für andere Vereine interessant sind. Bei den Zugängen werden wir wieder extrem viel Wert darauf legen, dass sie sportlich wie charakterlich zu uns passen. Mit zwölf Spielern war der Kader in der vorigen Saison etwas klein, ich würde mir mehr Tiefe wünsche. Aber ich denke, dass es wieder auf zwölf, vielleicht 13 Spieler hinauslaufen wird.“

...die Erwartungen an die nächste Saison: „Wenn wir den Erfolg aus der Serie 20/21 bestätigen, dann wäre es voll in Ordnung. Abgesehen vom sportlichen Abschneiden, geht es mir auch darum, die jungen Spieler weiterzuentwickeln. Die Förderung von jungen deutschen Talenten ist für mich ganz wichtig.“

...den Nachbarn Rasta Vechta: „Es ist natürlich schade, dass der Verein sportlich aus der 1. Liga abgestiegen ist. Aber das ist für uns natürlich das absolute Derby, das finde ich megageil. Wie es in Vechta zum Abstieg gekommen ist, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn man vorzeitig als Schlusslicht feststeht, ist einiges falsch gelaufen. Am Ende lügt die Tabelle nicht.“

...die mittelfristigen Ziele: „Dazu zählt natürlich auch die Entwicklung von jungen Spielern. Und mit der Mannschaft möchte ich Schritt für Schritt weiterkommen. Es wäre toll, wenn wir uns in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga ProA vorarbeiten könnten. Wenn es noch mehr würde, würden wir uns nicht dagegen wehren.“

...die persönlichen Karriereziele: „Irgendwann möchte ich als Chefcoach in der BBL arbeiten. Aber dafür habe ich keinen festgelegten Fahrplan. Mit meinen 31 Jahren habe ich noch Zeit genug. Ich bin erst einmal froh, dass ich meinen Vertrag bei den Dragons vorzeitig bis 2023 verlängern durfte. Daher bleibe ich mindestens noch zwei Jahre in Quakenbrück.“


Fakten: 

  • Tuna Isler kam am 4. September in Darmstadt zur Welt und verbrachte seine Kindheit in Weiterstadt.
  • In Mainz absolvierte er ein Sportstudium (Bachelor) und setzte in Leipzig den Masterstudiengang Diagnostik im Leistungssport drauf.
  • Bei der SG Weiterstadt begann er seine Laufbahn als Basketballtrainer.
  • 2013 schloss er sich dem Trainerstab von Galatasaray Istanbul im Heimatland seiner Eltern, der Türkei, an.
  • Ein Jahr später wurde er bei den Uni-Riesen Leipzig Assitenztrainer in der 2. Bundesliga ProB und wurde dort zur Saison 2015/16 Chefcoach.
  • Nach einem Jahr als Assistenzcoach bei den White Wings Hanau (2. Bundesliga ProA) heuerte Isler zur Spielzeit 2018/19 beim Klassengefährten Artland Dragons zunächst als „Co“ an.
  • Als sich die Quakenbrücker im November 2019 von ihrem Cheftrainer Florian Hartenstein trennten, trat Isler dessen Nachfolge an.
  • Vor Kurzem hat der 31-Jährige seinen Vertrag bei den Dragons vorzeitig bis zum Jahr 2023 verlängert.

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