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Ansage der Liga: Zwei Geisterspiele für Oythe

Die Volleyballdamen erwarten am Samstag Köln und am Sonntag Berlin. Zuschauer sind nicht zugelassen.

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Es geht weiter: Der VfL Oythe, hier am vergangenen Sonntag mit Trainer Ali Hobst im Vordergrund beim Spiel in Stralsund, steht vor zwei Heimpartien gegen Köln und Berlin. Foto: Gschweng

Es geht weiter: Der VfL Oythe, hier am vergangenen Sonntag mit Trainer Ali Hobst im Vordergrund beim Spiel in Stralsund, steht vor zwei Heimpartien gegen Köln und Berlin. Foto: Gschweng

Doppelter Heimauftritt für den VfL Oythe vor Geisterkulissen: Was die Zweitliga-Volleyballdamen eigentlich vermeiden wollten, tritt nun ein. Die beiden Heimspiele am Samstag (19.00 Uhr) gegen DSHS Köln und am Sonntag (16.00 Uhr) gegen VCO Berlin in der Antonianumhalle werden ohne Zuschauer ausgetragen.

Dies hat der Dachverband Volleyball Bundesliga (VBL) angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung im Landkreis Vechta und nach tagelangem Hin und Her in dieser Angelegenheit am Donnerstagabend dringend nahegelegt. Der Verein wird dieser Vorgabe folgen. „Obwohl das für uns unbefriedigend ist“, sagte Oythes Volleyball-Obmann Matthias Schumacher.

Der Verband greift regelnd ein, wenn die 7-Tagesinzidenzzahl 35 und höher ist. Im Landkreis Vechta lag sie am Donnerstag bei 70. Also: Der VfL sorgt für die coronagerechte Durchführung der Spiele, Zuschauer müssen aber draußen bleiben. Laut Hygienekonzept hätten sonst 150 pro Spiel kommen dürfen.

Vorausgegangen war in dieser Woche ein Austausch zwischen Verein und VBL auf der einen und dem Landkreis auf der anderen Seite. Die VBL hatte schon früher auf Geisterspiele gedrängt; die Oyther hätten indes lieber eine Absage als zwei Partien ohne Einnahme gehabt. Auch die beiden Gäste-Teams hatten nach dem bundesweiten Bekanntwerden des Corona-Hotspots Vechta für eine Absage der Spiele beim VfL plädiert.

Nach Vorgaben der VBL sind Punktspiele bei einem Inzidenzwert von über 35 als „Geisterspiele“ ohne Zuschauer auszutragen. Der VfL Oythe erörterte mit dem Landkreis auch die Möglichkeit, beide Spiele abzusagen. Doch dieser wollte laut Matthias Schumacher keine einzelnen Sporthallen schließen oder Spiele absagen. Letzteres sei die Aufgabe des Verbandes. Der wählte nun die Alternative „Geisterspiele“. Matthias Schumacher wertete dies als Beleg dafür, dass die VBL Absagen scheue, weil der Spielplan sehr eng getaktet sei. Anders entschied die VBL allerdings im Fall der Samstagspartie VC Essen gegen RC Borken: Nach einem positiven Corona-Test einer Borkener Spielerin folgte Anfang der Woche die Spielabsetzung.

Ab einem lokalen Inzidenzwert von 35 müssen die beteiligten Teams – auch die Gäste – vor den Spielen einen Corona-Test absolvieren. Der VfL testet am Freitagabend.

Zwei Gegner von unterschiedlicher Kragenweite

Für Oythe geht es am Wochenende sportlich darum, sich nach drei Niederlagen in den ersten vier Spielen schnell zu konsolidieren. Trainer Ali Hobst weiß aber, dass DSHS Köln ein qualitativ hochwertiger Gegner ist, zumal die Rheinländer mit 12:0 Sätzen und zwölf Punkten einen Raketenstart hingelegt haben.

Anders verhält es sich mit dem VCO Berlin. Das Nachwuchs-Team des Bundesleistungszentrums ziert nach vier 0:3-Niederlagen das Tabellenende; im Team stehen hauptsächlich Aktive des Jahrgangs 2002. Der VfL Oythe, der zuletzt in Stralsund mit 1:3 verloren hat und dabei Fortschritte gegenüber dem 0:3 von Emlichheim gezeigt hatte, ist als Tabellenvorletzter nicht viel besser gestellt. Das soll sich ändern – auch ohne Anfeuerung der Fans.

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