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Ans "Rentnerdasein" hat sich Tomislav Ristoski noch nicht gewöhnt

Vor einer Woche endete die Amtszeit als Trainer der Drittligavolleyballfrauen vom TVC Cloppenburg. Der 49-Jährige blickt auf die zurückliegenden dreieinhalb Jahre zurück.

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Hinterlässt ein bestelltes Feld: Tomislav Ristoski hat sich nach dreieinhalb Jahren als Trainer von den Volleyballfrauen des TV Cloppenburg verabschiedet. Foto: Langosch

Hinterlässt ein bestelltes Feld: Tomislav Ristoski hat sich nach dreieinhalb Jahren als Trainer von den Volleyballfrauen des TV Cloppenburg verabschiedet. Foto: Langosch

Vor einer Woche endete die Ära Tomislav Ristoski als Trainer der Drittliga-Volleyballfrauen vom TV Cloppenburg. Dreieinhalb Jahre hat er auf der TVC-Bank gesessen und aus einem Abstiegskandidaten ein stabiles Mitglied der dritthöchsten deutschen Spielklasse gemacht.

Hat sich der 49-Jährige denn schon an sein sportliches „Rentnerdasein“ gewöhnt? „Noch nicht so richtig“, meint Ristoski schmunzelnd. „Ich muss die Zeit doch noch erst verarbeiten.“ Ende November 2018 hatte Tomislav Ristoski die Mannschaft von Günter Timpe übernommen. Timpe, ehedem langjähriger Coach der Volleyballfrauen vom VfL Löningen hatte erst im Sommer zuvor die Nachfolge von Panos Tsironis angetreten. Aber der neue Coach und das Team fanden nicht zueinander. Nach acht von 23 Spielen standen gerade einmal fünf Punkte zu Buche. Der TVC handelte, trennte sich von Timpe und verpflichtete Ristoski.

„Eigentlich war es nur für den Übergang bis zum Saisonende geplant“, meint Ristoski, der sich an die Situation noch erinnert, „als sei es gestern“ gewesen. Immerhin: Er stieg mit einem 3:1-Sieg über den damaligen Tabellenzweiten, BSV Ostbevern, ein. Am Ende reichte zwar nur zum zehnten Rang, der eigentlich den Abstieg bedeutet hätte, aber nach Rückzügen blieb der TVC der Dritten Liga West doch erhalten – als einzige Mannschaft gehören die Cloppenburgerinnen seit Einführung der Spielebene „Dritte Liga“ im Jahr 2012 der Weststaffel durchgängig an.

Und Ristoski blieb. Die Saison 2019/2020 wurde nach rund drei Vierteln wegen der aufkommenden Pandemie abgebrochen. Der Verband beschloss, die Abstiegsregelung auszusetzen, sonst wäre es für den TVC eng geworden. Die folgende Spielzeit kam unter Coronabedingungen nicht richtig ans laufen. Nach vier Spielen (mit vier Niederlagen) war für das Ristoski-Team Schluss.

Erst in der Runde 2021/2022 gingen alle Spiele über die Bühne. Der TV Cloppenburg hatte die lange spielfreie Zeit aber nicht tatenlos verstreichen lassen, sondern intensiv daran gearbeitet, einerseits die Nachwuchsförderung – über Jahre eine Brache – wieder zu intensivieren und andererseits den Kader der ersten Mannschaft aufzumöbeln.

„Zu Beginn stand die Mannschaft tatsächlich auf der Kippe. Seitdem haben wir aber eine Menge bewegt“, sagt Ristoski. „Und ich sage bewusst ,wir', denn es ist sicherlich nicht allein mein Verdienst. Wir hatten einen neuen Vorstand gebildet, der sich dieser Aufgaben angenommen hat. Außerdem haben die Spielerinnen mit angepackt. Wenn ich alleine daran denke, welche Kontakte Katharina Rathkamp und Krissie Fischer haben spielen lassen, um Spielerinnen zum TVC zu holen, das ist unglaublich. Ich kann der Mannschaft und dem Vorstand nur ,Danke' für die tolle Zeit sagen. Aber ich habe meine Aufgabe erfüllt und kann beruhigt in eine Pause gehen“ Nun möchte er sich verstärkt der Familie widmen.

Dem TVC-Volleyball wird Ristoski erhalten bleiben. Zwar möchte er im Vorstand keinen offiziellen Posten übernehmen, „aber wenn ich irgendwie helfen kann, mache ich das“, meint Ristoski. Er hinterlässt ein bestelltes Feld. Das Gerüst der Mannschaft mit „zwölf Spielerinnen plus“ (Ristoski) steht, aber noch ist offen, wer in der kommenden Saison auf der Cloppenburger Trainerbank sitzen wird. Ristoski ist in die Nachfolgersuche involviert, aber Vollzug ist noch nicht zu melden. „Es sind zwei, drei Namen im Spiel, aber es ist noch nicht sicher, ob wir zueinander finden“, sagt Ristoski. „Wir brauchen einen Trainer, der sowohl die Mannschaft als auch die einzelnen Spielerinnen weiter entwickelt.“

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